US-Verbraucherschützer verlangen längeren Windows-10-Support

Knapp einen Monat vor dem Windows 10-Support-Ende erhöhen Verbraucherschützer den Druck auf Microsoft. Die Consumer Reports kritisiert die geplante Gebühr von 30 Dollar jährlich für Sicherheitsupdates als unfair gegenüber Millionen von Nutzern.
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Verbraucherschützer kritisieren Microsoft-Pläne

Knapp einen Monat vor dem Ende des kostenlosen Windows-10-Supports am 14. Oktober 2025 wächst der Widerstand gegen Microsofts Pläne - ob das erfolgreich sein wird, ist freilich eine andere Frage. Das Redmonder Unternehmen wird künftig (als eine Option von insgesamt drei) 30 Dollar bzw. 30 Euro pro Jahr für Sicherheitsupdates des betagten Betriebssystems verlangen - eine Entscheidung, die schon länger auf heftige Kritik stößt.

Aktuelle Statistiken verdeutlichen das Ausmaß der Problematik: Weltweit nutzen noch rund 46 Prozent aller Windows-Computer das inzwischen fast zehn Jahre alte Windows 10. Viele dieser Systeme können aufgrund nicht erfüllter Hardware-Anforderungen nicht auf Windows 11 upgraden - ein Umstand, der Millionen Nutzer in eine schwierige Lage bringt.

Die US-amerikanische Verbraucherorganisation Consumer Reports hat nun in einem offenen Brief (PDF) an CEO Satya Nadella gefordert (via The Verge), die kostenlosen Sicherheitsupdates für Windows 10 zu verlängern, anstatt Nutzer zur Kasse zu bitten. Die Organisation bezeichnet Microsofts Vorgehen als "scheinheilig" und argumentiert, dass das Unternehmen einerseits zu Upgrades aus Sicherheitsgründen aufrufe, andererseits aber Millionen von Windows 10-Geräten schutzlos zurücklasse.

Extended Security Updates

Als Alternative bietet Microsoft die Extended Security Updates (ESU) an. Das Programm kostet Privatnutzer 30 Dollar pro Jahr und kann über den Microsoft Store erworben werden. Eine Lizenz deckt dabei bis zu zehn Geräte unter einem Microsoft-Konto ab. Unternehmenskunden zahlen deutlich mehr: 61 Dollar pro Gerät im ersten Jahr, wobei sich der Preis in den Folgejahren verdoppelt.


Microsoft hat allerdings auch einige kostenlose Alternativen angekündigt: Nutzer können ihre PC-Einstellungen mit OneDrive synchronisieren oder 1000 Microsoft Rewards-Punkte einlösen, um temporären Schutz zu erhalten. Diese Optionen sind jedoch zeitlich begrenzt und bieten keinen dauerhaften Ersatz für reguläre Sicherheitsupdates.

Die Public Interest Research Group (PIRG) unterstützt Consumer Reports bei der Forderung nach verlängertem Support. Die Organisation schätzt, dass bis zu 400 Millionen funktionsfähige Computer, die nicht auf Windows 11 upgraden können, entsorgt werden könnten. Das würde nicht nur unnötigen Elektroschrott produzieren, sondern auch Nutzer mit älteren, aber noch funktionsfähigen Systemen benachteiligen.

Ab dem 14. Oktober 2025 wird Microsoft keine Software-Updates, Sicherheitskorrekturen oder technischen Support mehr für Windows 10 bereitstellen. Computer werden zwar weiter funktionieren, sind aber ohne regelmäßige Sicherheitsupdates anfälliger für Viren und Malware. Cybersicherheitsexperten warnen vor den Risiken, die entstehen, wenn Millionen von Computern ohne aktuellen Schutz im Internet unterwegs sind.

Ungewisse Zukunft für Millionen Nutzer

Ob Microsoft auf die Forderungen von Consumer Reports eingehen wird, ist eher unwahrscheinlich. Das Unternehmen argumentiert, dass die kostenpflichtigen Updates notwendig seien, um die Entwicklung und Bereitstellung von Sicherheitspatches zu finanzieren - das sehen Kritiker naturgemäß anders.

Was haltet ihr von Microsofts ESU-Programm? Sollten Sicherheitsupdates kostenlos bleiben oder ist die Gebühr gerechtfertigt? Teilt eure Meinung in den Kommentaren!

Windows 10 Support verlängern Alles zu den Extended Security Updates
Zusammenfassung
  • US-Verbraucherschützer fordern längeren kostenlosen Windows 10-Support
  • Microsoft verlangt ab 14. Oktober 2025 jährlich 30 Dollar für Updates
  • Weltweit nutzen noch etwa 46 Prozent aller Windows-Geräte Windows 10
  • Consumer Reports bezeichnet Microsofts Vorgehen als scheinheilig
  • Bis zu 400 Millionen Computer könnten zu Elektroschrott werden
  • Computer ohne Sicherheitsupdates sind anfälliger für Viren und Malware

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