Saudi-Arabien stellt sich auf einmal die Frage, ob The Line machbar ist
Saudi-Arabien überprüft die Machbarkeit seines Megaprojekts "The Line". Beratungsfirmen sollen den 170 Kilometer langen Stadtentwurf genauer unter die Lupe nehmen. Angesichts niedriger Ölpreise und eines Haushaltsdefizits steht das Projekt auf dem Prüfstand.
The Line ist das Aushängeschild des Neom-Projekts und ein zentraler Bestandteil der sogenannten "Vision 2030" des saudischen Kronprinzen Mohammed bin Salman, mit der die Wirtschaft des Königreichs transformiert und die Abhängigkeit von Öleinnahmen verringert werden soll. Die geplante Stadt soll ohne Autos, Straßen und CO₂-Emissionen auskommen und aus zwei parallelen, 500 Meter hohen Wolkenkratzern bestehen.
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Das Konzept von The Line ist so außergewöhnlich wie umstritten: Die lineare Stadt soll sich (zumindest laut den ursprünglichen Plänen) über 170 Kilometer durch die Wüste erstrecken und dabei eine Breite von nur 200 Metern aufweisen. Die Höhe der Konstruktion mit ihren verspiegelten Außenwänden soll 500 Meter betragen. Ursprünglich war geplant, dass bis 2030 1,5 Millionen Menschen in dieser futuristischen Metropole leben sollten.
Nach den neuesten Berechnungen des Internationalen Währungsfonds benötigt Riad sogar 96,20 Dollar pro Barrel Brent-Öl, um seinen Haushalt auszugleichen. Laut Jadwa Investments, einem in Riad ansässigen Unternehmen, hat Saudi-Arabien in seinem Haushalt 2025 einen Ölpreis von 75 Dollar oder etwas mehr veranschlagt. Da ein Break-even-Preis von über 90 Dollar derzeit nicht in Sicht ist, muss die öffentliche Ausgabenpolitik angepasst werden.
Diese finanzielle Realität zwingt das Königreich dazu, seine ambitionierten Infrastrukturprojekte zu überdenken. Die Vision 2030, die ursprünglich mit einem Budget von 500 Milliarden Dollar für das gesamte Neom-Projekt ausgestattet war, steht nun unter erheblichem Kostendruck.
Bei der strategischen Überprüfung von The Line sollen Praktikabilität sowie Kosten bewertet sowie potenzielle Änderungen vorgeschlagen werden. Mögliche kostensenkende Maßnahmen könnten eine Reduzierung der Höhe, eine Verkürzung der anfänglichen Länge oder eine Überarbeitung der verspiegelten Fassade umfassen.
Was meint ihr zu dieser Überprüfung von The Line? Ist es ein kluger Schritt, die Machbarkeit zu hinterfragen, oder ein Rückschlag für die Vision 2030? Teilt eure Gedanken in den Kommentaren mit!
Siehe auch:
Saudi-Arabien überdenkt The Line
Saudi-Arabiens ehrgeiziger Plan, eine futuristische, 170 Kilometer lange Stadt an der Küste des Roten Meeres zu errichten, wird einer strategischen Überprüfung unterzogen. Der staatliche Investmentfonds Public Investment Fund (PIF) hat laut Bloomberg Beratungsfirmen beauftragt, die Machbarkeit des Megaprojekts The Line zu analysieren und mögliche Änderungen vorzuschlagen.The Line ist das Aushängeschild des Neom-Projekts und ein zentraler Bestandteil der sogenannten "Vision 2030" des saudischen Kronprinzen Mohammed bin Salman, mit der die Wirtschaft des Königreichs transformiert und die Abhängigkeit von Öleinnahmen verringert werden soll. Die geplante Stadt soll ohne Autos, Straßen und CO₂-Emissionen auskommen und aus zwei parallelen, 500 Meter hohen Wolkenkratzern bestehen.
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Das Konzept von The Line ist so außergewöhnlich wie umstritten: Die lineare Stadt soll sich (zumindest laut den ursprünglichen Plänen) über 170 Kilometer durch die Wüste erstrecken und dabei eine Breite von nur 200 Metern aufweisen. Die Höhe der Konstruktion mit ihren verspiegelten Außenwänden soll 500 Meter betragen. Ursprünglich war geplant, dass bis 2030 1,5 Millionen Menschen in dieser futuristischen Metropole leben sollten.
Finanzielle Herausforderungen
Die Überprüfung erfolgt vor dem Hintergrund erheblicher finanzieller Belastungen für das Königreich. Saudi-Arabien rechnet für 2025 mit einem Haushaltsdefizit von 27 Milliarden Dollar. Laut einem im April veröffentlichten Bericht des Arab Gulf States Institute könnte das Defizit bei einem durchschnittlichen Ölpreis von 65 Dollar pro Barrel jedoch auf etwa 56 Milliarden Dollar ansteigen.Nach den neuesten Berechnungen des Internationalen Währungsfonds benötigt Riad sogar 96,20 Dollar pro Barrel Brent-Öl, um seinen Haushalt auszugleichen. Laut Jadwa Investments, einem in Riad ansässigen Unternehmen, hat Saudi-Arabien in seinem Haushalt 2025 einen Ölpreis von 75 Dollar oder etwas mehr veranschlagt. Da ein Break-even-Preis von über 90 Dollar derzeit nicht in Sicht ist, muss die öffentliche Ausgabenpolitik angepasst werden.
Diese finanzielle Realität zwingt das Königreich dazu, seine ambitionierten Infrastrukturprojekte zu überdenken. Die Vision 2030, die ursprünglich mit einem Budget von 500 Milliarden Dollar für das gesamte Neom-Projekt ausgestattet war, steht nun unter erheblichem Kostendruck.
Reduzierung der Pläne
Dazu kommt, dass man bei The Line von Anfang an deutlich langsamer vorankommt als erwartet bzw. erhofft. Aktuelle Schätzungen gehen davon aus, dass bis 2030 nur ein 2,4 Kilometer langes Segment fertiggestellt sein wird, in dem etwa 300.000 Menschen untergebracht werden können.Bei der strategischen Überprüfung von The Line sollen Praktikabilität sowie Kosten bewertet sowie potenzielle Änderungen vorgeschlagen werden. Mögliche kostensenkende Maßnahmen könnten eine Reduzierung der Höhe, eine Verkürzung der anfänglichen Länge oder eine Überarbeitung der verspiegelten Fassade umfassen.
Was meint ihr zu dieser Überprüfung von The Line? Ist es ein kluger Schritt, die Machbarkeit zu hinterfragen, oder ein Rückschlag für die Vision 2030? Teilt eure Gedanken in den Kommentaren mit!
Zusammenfassung
- Saudi-Arabien überprüft die Machbarkeit des 170 Kilometer langen Projekts The Line
- Beratungsfirmen analysieren das Megaprojekt im Rahmen der Vision 2030
- Geplant sind zwei parallele, 500 Meter hohe Wolkenkratzer ohne CO₂-Emissionen
- Finanzielle Belastungen und Haushaltsdefizit zwingen zur Projektüberprüfung
- Ölpreise unter dem erforderlichen Break-even-Punkt von 96,20 Dollar pro Barrel
- Bis 2030 wird statt 170 km nur ein 2,4 Kilometer langes Segment fertiggestellt
- Mögliche Kostensenkungen durch reduzierte Höhe oder geringere Anfangslänge
Siehe auch:
- "Moses-Bridge": Mega-Brücke für "The Line" zwischen Afrika und Asien
- The Line: Neue Bilder zum Baufortschritt zeigen ernüchternde Realität
- Neom & The Line: Megaprojekt der Saudis entwickelt sich zum Desaster
- The Line: Bilder zeigen irrwitzigen, "versteckten Hafen" der Sci-Fi-Stadt
- Saudi-arabisches Megaprojekt The Line in der Krise: CEO tritt zurück
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