"Moses-Bridge": Mega-Brücke für "The Line" zwischen Afrika und Asien

Es ist ein weiteres Mega-Bauprojekt von Saudi-Arabien: Die "Moses-Brücke" soll Afrika und Asien über den Golf von Akaba miteinander verbinden und direkt zu "The Line" führen, der im Bau befindlichen 170 Kilometer langen Bandstadt in der saudischen Wüste.
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Interkontinentalbrücke geplant

Saudi-Arabien treibt das ehrgeizige NEOM-Projekt mit einem weiteren spektakulären Bauvorhaben voran. Die sogenannte "Moses-Brücke" soll Afrika und Asien über den Golf von Akaba verbinden und könnte kurz vor Baubeginn stehen. Neben der futuristischen Bandstadt "The Line", die sich aufgrund von Verzögerungen am Bau und dem Rücktritt des CEO immer mehr zum Desaster entwickelt, gehört auch diese kontinentale Verbindung zu den Kernprojekten.

Der ägyptische Verkehrsminister Kamel al-Wazir verkündete kürzlich, dass die Planungsphase für das Megaprojekt abgeschlossen sei. "Wir haben die Planung für die Brücke zwischen Ägypten und Saudi-Arabien nun fertiggestellt und sind bereit, sie jederzeit umzusetzen - sei es als Brücke oder als Tunnel", erklärte al-Wazir. Die Verbindung soll das ägyptische Sharm El Sheikh mit dem saudi-arabischen Ras Alsheikh Hamid verbinden und die Straße von Tiran überqueren.


Vier Milliarden Dollar für den Bau veranschlagt

Mit geschätzten Baukosten von rund vier Milliarden Dollar (etwa 3,5 Milliarden Euro) wird das Projekt vollständig von Saudi-Arabien finanziert. Wie Business Insider berichtet, könnte das Bauwerk abhängig vom genauen Verlauf zwischen 14 und 24 Kilometer lang werden. Damit würde es zwar bei weitem nicht zu den längsten Brücken der Welt gehören, wäre aber dennoch eine beeindruckende ingenieurtechnische Leistung über eine strategisch wichtige Meerenge in der Region.

Die Idee einer Verbindung über das Rote Meer ist allerdings nicht neu. Bereits 1988 gab es erste Pläne für eine solche Brücke, die jedoch aufgrund politischer Spannungen und Sicherheitsbedenken Israels auf Eis gelegt wurden. Das Projekt wurde 2016 vom saudi-arabischen König Salman wiederbelebt. Der ägyptische Präsident Abdel Fattah el-Sisi schlug damals vor, die Brücke nach dem Monarchen zu benennen: "King Salman bin Abdulaziz Bridge".

Symbolträchtiger Name

In der Öffentlichkeit hat sich jedoch der Name "Moses-Brücke" durchgesetzt - eine Anspielung auf die biblische Geschichte der Teilung des Roten Meeres. Die symbolträchtige Verbindung soll nicht nur den Handel und Tourismus in der Region fördern, sondern auch eine alternative Pilgerroute nach Mekka schaffen. Experten rechnen mit über einer Million Reisenden pro Jahr, die die Brücke dafür nutzen könnten.

Ras Alsheikh Hamid liegt zudem direkt am Startpunkt der futuristischen Bandstadt "The Line", dem Aushängeschild des NEOM-Projekts. Daher ist die Moses-Brücke ein wichtiger Baustein für NEOM, das mit geschätzten Gesamtkosten von 500 Milliarden Dollar eines der ambitioniertesten Bauvorhaben überhaupt darstellt. Durch die Brücke könnten Touristen auf dem Landweg von Ägypten zu The Line gelangen, ohne den Umweg über Israel und Jordanien nehmen zu müssen.

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Kritik am Bauvorhaben

Die wirtschaftlichen Vorteile der Moses-Brücke wären beträchtlich. Durch Mautgebühren von Touristen, Pilgern und dem Güterverkehr könnten die Baukosten laut Berechnungen innerhalb von zehn Jahren wieder eingespielt werden. Zudem würden auf beiden Seiten des Roten Meeres tausende Arbeitsplätze entstehen.

Umweltschützer äußern jedoch Bedenken hinsichtlich der Auswirkungen auf das empfindliche Ökosystem des Roten Meeres. Die Straße von Tiran beherbergt wertvolle Korallenriffe und eine vielfältige Meeresfauna, darunter auch gefährdete Arten. Die Planer betonen zumindest, dass Nachhaltigkeit bei dem Projekt Priorität haben werde.

Zeitplan ungewiss

Ob die Moses-Brücke tatsächlich als Brücke oder doch als Tunnel realisiert wird, bleibt abzuwarten. Mit dem Abschluss der Planungsphase ist aber immerhin ein wichtiger Meilenstein erreicht. Das Bauwerk könnte bald Realität werden und zwei Kontinente miteinander verbinden. Wie man an The Line allerdings sieht, kann es bei so großen Projekten immer zu Schwierigkeiten kommen, die den Bau verzögern.

Was haltet ihr von diesem ambitionierten Projekt? Glaubt ihr, die Moses-Brücke wird wie geplant umgesetzt oder könnte sie das Schicksal anderer nie realisierter Bauprojekte teilen? Teilt eure Gedanken in den Kommentaren!

Zusammenfassung
  • Saudi-Arabien plant 'Moses-Brücke' zwischen Afrika und Asien
  • Verbindung von Sharm El Sheikh nach Ras Alsheikh Hamid über die Meerenge
  • Planungsphase des 4-Milliarden-Dollar-Projekts ist abgeschlossen
  • Die Brücke soll zwischen 14 und 24 Kilometer lang werden
  • Projekt wurde erstmals 1988 geplant und 2016 vom König wiederbelebt
  • Das Bauwerk soll für Touristen, Pilger und Güterverkehr offenstehen
  • Umweltschützer sorgen sich um das empfindliche Ökosystem des Roten Meeres

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