Steam entfernt kontroverse Sex-Spiele auf Druck von Bankdienstleistern
Steam hat neue Richtlinien für Erwachseneninhalte eingeführt, die Spiele verbieten, welche gegen die Regeln von Zahlungsdienstleistern verstoßen. Die Änderung führte bereits zur Entfernung zahlreicher Spiele mit extremen Inhalten.
Die Änderung erfolgte ohne große Ankündigung und wurde erst bemerkt, als SteamDB auf die plötzliche Entfernung zahlreicher Spiele mit Inzest-Thematik hinwies. Betroffen waren unter anderem Titel aus der "Interactive Sex"-Reihe und andere Spiele mit expliziten Inhalten zu kontroversen Themen. Allerdings wurden nicht alle Spiele mit vergleichbaren Inhalten entfernt, was für Verwirrung unter Entwicklern sorgt.
Diese Form der sogenannten "finanziellen Deplatformierung" ist kein Einzelfall. Ähnliche Situationen erlebten bereits OnlyFans, Tumblr und Patreon, die unter dem Druck von Zahlungsdienstleistern ihre Richtlinien für Erwachseneninhalte verschärfen mussten. OnlyFans kündigte 2021 sogar an, sexuelle Inhalte komplett zu verbieten, ruderte aber nach massiven Protesten zurück. Tumblr verlor nach seinem Pornografie-Verbot 2018 einen Großteil seiner Nutzerschaft.
Valve hat bisher keine detaillierten Erklärungen abgegeben, und es bleibt unklar, ob die Plattform in Zukunft weitere Arten von Inhalten entfernen wird. Die Befürchtung besteht, dass die aktuellen Maßnahmen nur der Anfang einer breiteren Zensur sein könnten, bei der die Entscheidungsgewalt nicht mehr bei Valve, sondern bei externen Finanzunternehmen liegt.
Was meint ihr zu dieser Entwicklung? Ist es richtig, dass Zahlungsdienstleister mitbestimmen dürfen, welche Inhalte auf Steam erlaubt sind? Teilt eure Gedanken in den Kommentaren!
Siehe auch:
Zahlungsanbieter bestimmen über Inhalte
Valve hat die Regeln für Entwickler auf Steam überraschend verschärft. In der Steamworks-Dokumentation wurde eine neue Richtlinie hinzugefügt, die "Inhalte, die gegen die Regeln und Standards von Steams Zahlungsdienstleistern, zugehörigen Kartennetzen und Banken oder Internetanbietern verstoßen können" verbietet. Besonders betroffen sind laut der Regelung "bestimmte Arten von Inhalten nur für Erwachsene". Lies: Sex-Spiele.Die Änderung erfolgte ohne große Ankündigung und wurde erst bemerkt, als SteamDB auf die plötzliche Entfernung zahlreicher Spiele mit Inzest-Thematik hinwies. Betroffen waren unter anderem Titel aus der "Interactive Sex"-Reihe und andere Spiele mit expliziten Inhalten zu kontroversen Themen. Allerdings wurden nicht alle Spiele mit vergleichbaren Inhalten entfernt, was für Verwirrung unter Entwicklern sorgt.
Hintergründe der Finanzunternehmen
Wie PC Gamer berichtet, hat sich die Ablehnung von bestimmten Erwachseneninhalten durch Zahlungsdienstleister wie Visa, Mastercard und PayPal seit 2020 verstärkt. Auslöser war die Kontroverse um Pornhub, als die Plattform wegen problematischer Inhalte in die Kritik geriet. Daraufhin kündigten die Kreditkartenunternehmen ihre Dienste für die Plattform auf. Für Valve ist es offensichtlich wichtiger, die Zahlungswege für alle Steam-Nutzer zu erhalten, als für bestimmte und sicherlich grenzwertige Erwachseneninhalte einzustehen.Diese Form der sogenannten "finanziellen Deplatformierung" ist kein Einzelfall. Ähnliche Situationen erlebten bereits OnlyFans, Tumblr und Patreon, die unter dem Druck von Zahlungsdienstleistern ihre Richtlinien für Erwachseneninhalte verschärfen mussten. OnlyFans kündigte 2021 sogar an, sexuelle Inhalte komplett zu verbieten, ruderte aber nach massiven Protesten zurück. Tumblr verlor nach seinem Pornografie-Verbot 2018 einen Großteil seiner Nutzerschaft.
Community zeigt sich besorgt
Die neue Regelung hat in der Community erhebliche Bedenken ausgelöst. Während viele Nutzer die Entfernung extremer Inhalte begrüßen, befürchten andere langfristige Folgen für die kreative Freiheit auf der Plattform. Ein besonderes Anliegen ist der mögliche Einfluss auf LGBTQ+-Inhalte.Valve hat bisher keine detaillierten Erklärungen abgegeben, und es bleibt unklar, ob die Plattform in Zukunft weitere Arten von Inhalten entfernen wird. Die Befürchtung besteht, dass die aktuellen Maßnahmen nur der Anfang einer breiteren Zensur sein könnten, bei der die Entscheidungsgewalt nicht mehr bei Valve, sondern bei externen Finanzunternehmen liegt.
Was meint ihr zu dieser Entwicklung? Ist es richtig, dass Zahlungsdienstleister mitbestimmen dürfen, welche Inhalte auf Steam erlaubt sind? Teilt eure Gedanken in den Kommentaren!
Zusammenfassung
- Steam verbietet Inhalte, die gegen Regeln von Zahlungsdienstleistern verstoßen
- Zahlreiche Spiele mit expliziten und Inzest-Thematiken wurden bereits entfernt
- Die Änderung erfolgte ohne große Ankündigung und sorgte für Verwirrung
- Zahlungsdienstleister lehnen bestimmte Erwachseneninhalte seit 2020 verstärkt ab
- Die Community befürchtet langfristige Folgen für kreative Freiheit auf der Plattform
- Entscheidungsgewalt liegt möglicherweise nicht mehr bei Valve, sondern bei Banken
Siehe auch:
- Nach 14 Jahren: Stardew Valley löst Portal 2 als Steam-König ab
- Schwächen überwunden: SteamOS übertrifft Windows 11 beim Gaming
- Xbox-App: Microsoft integriert jetzt auch Steam und Battle.net
- Genug auf Valve gewartet: Fan bastelt sich eigenen Steam Controller 2
- Dank Steam-Deck-Mod: Apples Magic Keyboard wird zur Spielekonsole
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