Aus für NSFW-Spiele: Mastercard leugnet Druck, Valve widerspricht
Mastercard weist Vorwürfe zurück, für die Entfernung von NSFW-Spielen von Steam verantwortlich zu sein. Valve widerspricht jedoch und behauptet, das Kreditkartenunternehmen hätte sich explizit auf eine Mastercard-Regel berufen.
Das Kreditkartenunternehmen erklärte: "Mastercard hat keine Spiele bewertet oder Beschränkungen von Aktivitäten auf Spieleentwickler-Seiten und -Plattformen gefordert, entgegen Medienberichten und Vorwürfen." Das Unternehmen betonte, dass es "alle rechtmäßigen Käufe in seinem Netzwerk" erlaube. Doch das scheint eine dreiste Lüge zu sein.
Die Zahlungsdienstleister hätten Valves Erklärung zur Steam-Politik seit 2018 abgelehnt und dabei "speziell Mastercards Regel 5.12.7 und das Risiko für die Mastercard-Marke" zitiert. Diese Regel besagt, dass Händler keine Transaktionen einreichen dürfen, die "nach alleinigem Ermessen der Corporation den Goodwill der Corporation schädigen oder sich negativ auf die Marken auswirken könnten". Anders gesagt: Wenn es dem Image schadet, dann darf man seine Dienste verweigern.
Nach dieser Kampagne wurden Hunderte Spiele von Steam entfernt, während Itch.io alle NSFW-Inhalte deindexierte. Collective Shout hatte argumentiert, dass diese Spiele Themen wie Vergewaltigung, Inzest und sexuelle Gewalt darstellten. Die Gruppe konzentrierte sich dabei besonders auf sogenannte "Adult Visual Novels" und Anime-Style-Spiele, die oft aus Japan stammen.
Die Gruppe hat eine kontroverse Geschichte mit Gaming-Inhalten. Bereits 2014 protestierte sie gegen Grand Theft Auto 5 und beschrieb es als "Videospiel, das Spieler dazu ermutigt, Frauen zur Unterhaltung brutal zu ermorden". 2018 startete Collective Shout eine Petition gegen Detroit: Become Human wegen angeblicher "Kindesmisshandlung und Gewalt gegen Frauen", obwohl das Spiel diese Themen kritisch behandelt und als narratives Drama konzipiert ist. Man kritisierte insbesondere Szenen, in denen häusliche Gewalt thematisiert wird - allerdings ohne den Kontext zu berücksichtigen.
Die Diskussion um finanzielle Zensur und die Rolle von Zahlungsdienstleistern bei der Inhaltskontrolle wird sicher weitergehen. Was meint ihr zu diesem Spannungsfeld zwischen Jugendschutz und kreativer Freiheit? Teilt eure Gedanken in den Kommentaren mit.
Siehe auch:
Mastercard bestreitet Verantwortung für die Steam-Zensur
Mastercard hat in einer offiziellen Stellungnahme bestritten, für die jüngste Welle von Spielentfernungen auf Steam und anderen Plattformen verantwortlich zu sein. Die Kontroverse entstand, nachdem die australische Lobbying-Gruppe Collective Shout eine Kampagne gegen Spiele mit expliziten, also sexuellen und pornografischen Inhalten gestartet hatte, die zu hunderten von Entfernungen führte.Das Kreditkartenunternehmen erklärte: "Mastercard hat keine Spiele bewertet oder Beschränkungen von Aktivitäten auf Spieleentwickler-Seiten und -Plattformen gefordert, entgegen Medienberichten und Vorwürfen." Das Unternehmen betonte, dass es "alle rechtmäßigen Käufe in seinem Netzwerk" erlaube. Doch das scheint eine dreiste Lüge zu sein.
Valve widerspricht Mastercard
Doch Valve, der Betreiber von Steam, erzählt eine andere Geschichte. Laut PC Gamer teilte ein Valve-Vertreter mit: "Mastercard kommunizierte nicht direkt mit Valve, trotz unserer Bitte, das zu tun. Mastercard kommunizierte mit Zahlungsdienstleistern und deren Partnerbanken."Die Zahlungsdienstleister hätten Valves Erklärung zur Steam-Politik seit 2018 abgelehnt und dabei "speziell Mastercards Regel 5.12.7 und das Risiko für die Mastercard-Marke" zitiert. Diese Regel besagt, dass Händler keine Transaktionen einreichen dürfen, die "nach alleinigem Ermessen der Corporation den Goodwill der Corporation schädigen oder sich negativ auf die Marken auswirken könnten". Anders gesagt: Wenn es dem Image schadet, dann darf man seine Dienste verweigern.
Wer ist Collective Shout?
Die Auseinandersetzung begann mit einer Kampagne der australischen Gruppe Collective Shout. Die Organisation, die sich als feministische Aktivistengruppe versteht, hat sich auf die Bekämpfung der "Sexualisierung von Frauen und Mädchen" spezialisiert. Im Juli 2025 startete sie einen offenen Brief an Kreditkartenunternehmen und PayPal, nachdem sie auf 3000 E-Mails an Valve keine Antwort erhalten hatte.Nach dieser Kampagne wurden Hunderte Spiele von Steam entfernt, während Itch.io alle NSFW-Inhalte deindexierte. Collective Shout hatte argumentiert, dass diese Spiele Themen wie Vergewaltigung, Inzest und sexuelle Gewalt darstellten. Die Gruppe konzentrierte sich dabei besonders auf sogenannte "Adult Visual Novels" und Anime-Style-Spiele, die oft aus Japan stammen.
Die Gruppe hat eine kontroverse Geschichte mit Gaming-Inhalten. Bereits 2014 protestierte sie gegen Grand Theft Auto 5 und beschrieb es als "Videospiel, das Spieler dazu ermutigt, Frauen zur Unterhaltung brutal zu ermorden". 2018 startete Collective Shout eine Petition gegen Detroit: Become Human wegen angeblicher "Kindesmisshandlung und Gewalt gegen Frauen", obwohl das Spiel diese Themen kritisch behandelt und als narratives Drama konzipiert ist. Man kritisierte insbesondere Szenen, in denen häusliche Gewalt thematisiert wird - allerdings ohne den Kontext zu berücksichtigen.
Die Diskussion um finanzielle Zensur und die Rolle von Zahlungsdienstleistern bei der Inhaltskontrolle wird sicher weitergehen. Was meint ihr zu diesem Spannungsfeld zwischen Jugendschutz und kreativer Freiheit? Teilt eure Gedanken in den Kommentaren mit.
Zusammenfassung
- Mastercard bestreitet Verantwortung für die Entfernung von NSFW-Spielen
- Valve widerspricht und verweist auf Mastercards Regel 5.12.7 als Grund
- Zahlungsdienstleister beriefen sich auf Risiken für die Marke Mastercard
- Australische Gruppe Collective Shout initiierte Kampagne gegen Spiele
- Collective Shout kritisierte bereits früher Spiele wie GTA 5 kontrovers
- Diskussion über finanzielle Zensur und Inhaltskontrolle dauert an
Siehe auch:
- Steam-Statistik: AMD-CPUs erreichen Meilenstein, Linux auf Allzeithoch
- Zensur-Protest: GOG verschenkt 13 von Steam verbannte NSFW-Spiele
- Nach langer Kritik: Steam bekommt endlich brauchbaren Video-Player
- Steam wird umgebaut: Neues Design für Store-Oberfläche & Suche ist da
- Steam entfernt kontroverse Sex-Spiele auf Druck von Bankdienstleistern
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