Dänemark bleibt doch bei Windows, Office wird aber rausgeschmissen
Dänemarks Digitalministerium wechselt von Microsoft Office zu LibreOffice. Dieser Schritt ist Teil einer Strategie für mehr digitale Souveränität und folgt ähnlichen Initiativen in anderen europäischen Ländern. Immerhin (für Microsoft): Dänemark bleibt bei Windows.
Dänemark gehe es laut Digitalministerin Caroline Stage Olsen nicht um eine komplette Abkehr von internationalen Tech-Unternehmen, sondern um eine ausgewogenere digitale Landschaft. Der Wechsel zu LibreOffice ist Teil der Modernisierungsstrategie der dänischen Regierung, die "digitale Souveränität" als Priorität für alle Regierungsbehörden festgelegt hat.
Neben den politischen Motiven gibt es auch finanzielle Vorteile. Office 365-Abonnements verursachen laufende Kosten, und das bevorstehende Ende des Supports für Windows 10 im Oktober 2025 könnte die Anschaffung neuer Computer erfordern, die Windows 11 unterstützen. Organisationen können Microsoft zwar für erweiterte Sicherheitsupdates für Windows 10-Systeme bezahlen, dies verursacht jedoch zusätzliche Kosten.
In Kopenhagen sind die Kosten für Microsoft-Software dramatisch gestiegen - von 313 Millionen Kronen (etwa 42 Millionen Euro) im Jahr 2018 auf 538 Millionen Kronen (etwa 72 Millionen Euro) im Jahr 2023. Das entspricht einem Anstieg von 72 Prozent in nur fünf Jahren. Diese wirtschaftliche Belastung ist ein weiterer Grund, warum Dänemark aktiv nach Alternativen sucht.
Trotz der Ambitionen geht die dänische Regierung vorsichtig vor. Der Rollout wird schrittweise erfolgen, und das Ministerium hat erklärt, dass es vorübergehend zu Microsoft-Tools zurückkehren wird, wenn ernsthafte Störungen auftreten. Grund dafür ist, dass einige Kritiker auf frühere gescheiterte Versuche von Regierungen hinweisen, auf Open-Source-Software umzusteigen - wie etwa München mit dem LiMux-Projekt.
Der Schritt Dänemarks reiht sich in einen breiteren europäischen Trend zur digitalen Unabhängigkeit ein. Das deutsche Bundesland Schleswig-Holstein hat bereits bekräftigt, Microsoft-Office-Tools wie Word und Excel durch LibreOffice zu ersetzen, während Open-Xchange Microsoft Outlook für E-Mail- und Kalenderfunktionen ablösen soll. Das Bundesland plant, die Umstellung in den kommenden Jahren durch die Migration auf das Linux-Betriebssystem abzuschließen.
Was haltet ihr von Dänemarks Entscheidung? Könnt ihr euch vorstellen, in eurem Arbeitsumfeld von Microsoft Office auf LibreOffice umzusteigen? Teilt eure Erfahrungen mit beiden Office-Paketen in den Kommentaren.
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Siehe auch:
Dänemark sagt Microsoft Office adieu
Dänemarks Ministerium für Digitale Angelegenheiten plant einen bedeutenden Wechsel in seiner Software-Infrastruktur. Die Behörde wird Microsoft Office durch die Open-Source-Alternative LibreOffice ersetzen. Diese Entscheidung betrifft zunächst etwa die Hälfte der Mitarbeiter des Ministeriums, die bereits in diesem Sommer auf die neue Software umgestellt werden sollen. Bis zum Herbst 2025 ist geplant, dass alle Mitarbeiter des Ministeriums mit der Open-Source-Lösung arbeiten werden. Allerdings stellt das durchaus einen kleinen Erfolg für Microsoft dar: Denn wie PC Gamer im ursprünglichen Bericht von Politiken entdeckt hat, wurde dieser mittlerweile angepasst und es ist "nur" noch von Office die Rede. Entgegen dem ursprünglichen Bericht wird das Ministerium nicht komplett von Windows auf Linux umsteigen - nur die Office-Software wird ausgetauscht.Dänemark gehe es laut Digitalministerin Caroline Stage Olsen nicht um eine komplette Abkehr von internationalen Tech-Unternehmen, sondern um eine ausgewogenere digitale Landschaft. Der Wechsel zu LibreOffice ist Teil der Modernisierungsstrategie der dänischen Regierung, die "digitale Souveränität" als Priorität für alle Regierungsbehörden festgelegt hat.
Digitale Souveränität als Hauptmotiv
LibreOffice wird von der in Berlin ansässigen gemeinnützigen Organisation The Document Foundation entwickelt und ist für Windows, macOS und viele Linux-Systeme verfügbar. Die Suite bietet Tools für Textverarbeitung, Tabellenkalkulation, Präsentationen, Vektorgrafiken, Datenbanken und Formelbearbeitung. Die Software entstand 2010 als Abspaltung von OpenOffice.org, nachdem Oracle das Projekt übernommen und die Community Bedenken über die zukünftige Entwicklung geäußert hatte.Es geht nicht um Isolation oder digitalen Nationalismus. Wir sollten uns nicht vollständig von globalen Technologieunternehmen abwenden - viele bieten Lösungen, von denen wir profitieren. Das gilt sowohl heute als auch in Zukunft. Aber wir dürfen uns nie so abhängig von so wenigen machen, dass wir nicht mehr frei handeln können. Zu viel öffentliche digitale Infrastruktur ist derzeit an sehr wenige ausländische Anbieter gebunden. Das macht uns verletzlich.Dänemark steht mit dieser Initiative nicht allein da. Die beiden größten Städte des Landes, Kopenhagen und Aarhus, haben bereits den Wechsel von Microsoft-Office-Produkten vollzogen. Als Grund wurden unter anderem Bedenken hinsichtlich der Nutzung von US-basierter Technologie genannt.
Neben den politischen Motiven gibt es auch finanzielle Vorteile. Office 365-Abonnements verursachen laufende Kosten, und das bevorstehende Ende des Supports für Windows 10 im Oktober 2025 könnte die Anschaffung neuer Computer erfordern, die Windows 11 unterstützen. Organisationen können Microsoft zwar für erweiterte Sicherheitsupdates für Windows 10-Systeme bezahlen, dies verursacht jedoch zusätzliche Kosten.
In Kopenhagen sind die Kosten für Microsoft-Software dramatisch gestiegen - von 313 Millionen Kronen (etwa 42 Millionen Euro) im Jahr 2018 auf 538 Millionen Kronen (etwa 72 Millionen Euro) im Jahr 2023. Das entspricht einem Anstieg von 72 Prozent in nur fünf Jahren. Diese wirtschaftliche Belastung ist ein weiterer Grund, warum Dänemark aktiv nach Alternativen sucht.
Trotz der Ambitionen geht die dänische Regierung vorsichtig vor. Der Rollout wird schrittweise erfolgen, und das Ministerium hat erklärt, dass es vorübergehend zu Microsoft-Tools zurückkehren wird, wenn ernsthafte Störungen auftreten. Grund dafür ist, dass einige Kritiker auf frühere gescheiterte Versuche von Regierungen hinweisen, auf Open-Source-Software umzusteigen - wie etwa München mit dem LiMux-Projekt.
Der Schritt Dänemarks reiht sich in einen breiteren europäischen Trend zur digitalen Unabhängigkeit ein. Das deutsche Bundesland Schleswig-Holstein hat bereits bekräftigt, Microsoft-Office-Tools wie Word und Excel durch LibreOffice zu ersetzen, während Open-Xchange Microsoft Outlook für E-Mail- und Kalenderfunktionen ablösen soll. Das Bundesland plant, die Umstellung in den kommenden Jahren durch die Migration auf das Linux-Betriebssystem abzuschließen.
Was haltet ihr von Dänemarks Entscheidung? Könnt ihr euch vorstellen, in eurem Arbeitsumfeld von Microsoft Office auf LibreOffice umzusteigen? Teilt eure Erfahrungen mit beiden Office-Paketen in den Kommentaren.
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Zusammenfassung
- Dänisches Digitalministerium wechselt von Microsoft Office zu LibreOffice
- Umstellung erfolgt schrittweise bis Herbst 2025 für alle Mitarbeiter
- Windows bleibt erhalten, nur die Office-Software wird ausgetauscht
- Ziel ist größere digitale Souveränität statt kompletter Abkehr von Big Tech
- Kosteneinsparungen spielen eine Rolle bei der Entscheidung
- Kopenhagen und Aarhus haben bereits auf andere Office-Lösungen umgestellt
- Teil eines breiteren europäischen Trends zur digitalen Unabhängigkeit
Siehe auch:
- Microsoft ade: Trump-Politik treibt Dänemark zu Open-Source-Software
- Ende von Windows 10: LibreOffice-Team trommelt für Wechsel auf Linux
- Linux-Kampagne wirft Microsoft "Tech-Erpressung" bei Windows 10 vor
- Build 2025: Windows Subsystem for Linux wird endlich Open Source
- Bizarr: Entwickler lässt Linux in Excel laufen - jetzt selbst ausprobieren
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