Bizarr: Entwickler lässt Linux in Excel laufen - jetzt selbst ausprobieren
Ein Entwickler hat es geschafft, Linux in MS Excel lauffähig zu machen. Das Bastler-Projekt namens "LinuxInExcel" nutzt einen RISC-V-Emulator + VBA-Makros, um das Betriebssystem in Tabellenzellen darzustellen - natürlich mit deutlichen Einschränkungen.
So kann man abgespeckte Versionen von Linux etwa auf einem Nintendo NES verwenden, sie mit einem Intel 4004-Chip von 1971 laufen lassen - selbst wenn der Boot-Vorgang ganze fünf Tage braucht - und sogar innerhalb einer PDF-Datei ausführen, wie zuletzt ein High-School-Schüler bewiesen hat. Doch damit nicht genug. Das dachte sich jetzt ein Entwickler, der eine weitere, ganz besondere Version von Linux erstellt hat.
Die technische Umsetzung basiert auf einem RISC-V-Emulator des Entwicklers cnlohr, der über ein Microsoft VBA-Makro in eine DLL eingebunden wird. Das Makro übernimmt die Kommunikation mit dem Emulator und schreibt dessen Ausgaben direkt in die Zellen der Excel-Tabelle. Für die Eingabe von Befehlen wurde nachträglich eine Interaktionsmöglichkeit ergänzt, die grundlegende Terminal-Befehle ermöglicht.
Unterstützung erhielt das Projekt durch den YouTuber Enderman, der bereits 2023 durch ein KI-Experiment zur Generierung von Windows 95-Schlüsseln Bekanntheit erlangte. Er implementierte die Eingabefunktion und veröffentlichte ein sieben Minuten langes Video, das die Installation und grundlegende Funktionsweise von LinuxInExcel demonstriert.
Auf YouTube ansehen
Wer das Linux-Excel-Experiment selbst ausprobieren möchte, benötigt Windows mit Microsoft Office 2021 oder neuer. Die notwendigen Dateien sind auf der GitHub-Seite des Projekts verfügbar. Allerdings sollten Nutzer keine hohen Erwartungen an Geschwindigkeit oder Stabilität stellen - es handelt sich eher um ein technisches Kuriosum als um ein praxistaugliches Tool.
Was haltet ihr von solchen experimentellen Projekten? Habt ihr selbst schon einmal Software in ungewöhnlichen Umgebungen zum Laufen gebracht? Teilt eure Erfahrungen und Gedanken in den Kommentaren!
Siehe auch:
Der sparsame Pinguin
Einer der Gründe, weshalb Linux unter seinen Nutzer sehr beliebt ist, ist die Sparsamkeit des Systems bzw. seiner Varianten. So gibt sich der Pinguin schon mit extrem wenig zufrieden und läuft auch auf Systemen mit sehr bescheidener Hardware. Doch mit wie wenig kann man ein Linux zum Laufen bringen? Dieser Frage gehen immer wieder Entwickler nach und reizen die Grenzen immer weiter aus.So kann man abgespeckte Versionen von Linux etwa auf einem Nintendo NES verwenden, sie mit einem Intel 4004-Chip von 1971 laufen lassen - selbst wenn der Boot-Vorgang ganze fünf Tage braucht - und sogar innerhalb einer PDF-Datei ausführen, wie zuletzt ein High-School-Schüler bewiesen hat. Doch damit nicht genug. Das dachte sich jetzt ein Entwickler, der eine weitere, ganz besondere Version von Linux erstellt hat.
Linux als Excel-Tabelle
Der indische Programmierer NSG650 hat die Grenzen des technisch Machbaren wieder einmal neu definiert und Linux in einer Microsoft Excel-Tabelle zum Laufen gebracht. Das auf GitHub veröffentlichte Projekt mit dem passenden Namen "LinuxInExcel" demonstriert, wie das Betriebssystem in Tabellenzellen dargestellt und bedient werden kann.Die technische Umsetzung basiert auf einem RISC-V-Emulator des Entwicklers cnlohr, der über ein Microsoft VBA-Makro in eine DLL eingebunden wird. Das Makro übernimmt die Kommunikation mit dem Emulator und schreibt dessen Ausgaben direkt in die Zellen der Excel-Tabelle. Für die Eingabe von Befehlen wurde nachträglich eine Interaktionsmöglichkeit ergänzt, die grundlegende Terminal-Befehle ermöglicht.
Zwischen Machbarkeit und praktischem Nutzen
Entwickler NSG650 räumt offen ein, dass sein Projekt "sehr buggy" ist und nicht für den ernsthaften Einsatz gedacht sei. "Dies wurde hauptsächlich zum Spaß gemacht", erklärt er im GitHub-Repository des Projekts. Er gab zu, dass es "im Grunde genommen ausreicht, um Befehle zu senden und Ausgaben zu empfangen. Man wird keine Tools wie vi benutzen können, aber für einfache Befehle ist es in Ordnung."Unterstützung erhielt das Projekt durch den YouTuber Enderman, der bereits 2023 durch ein KI-Experiment zur Generierung von Windows 95-Schlüsseln Bekanntheit erlangte. Er implementierte die Eingabefunktion und veröffentlichte ein sieben Minuten langes Video, das die Installation und grundlegende Funktionsweise von LinuxInExcel demonstriert.
Auf YouTube ansehenTabellenkalkulationen als ungewöhnliche Plattformen
LinuxInExcel reiht sich in eine lange Liste ungewöhnlicher Excel-Projekte ein. In der Vergangenheit haben Entwickler bereits einen 16-Bit-Prozessor mit 128 KB RAM und einen 128 x 128 Pixel-Bildschirm in Excel implementiert oder den Klassiker "Doom" in Tabellenform zum Laufen gebracht. Diese Experimente zeigen die erstaunliche Flexibilität von Excel jenseits seiner eigentlichen Bestimmung.Wer das Linux-Excel-Experiment selbst ausprobieren möchte, benötigt Windows mit Microsoft Office 2021 oder neuer. Die notwendigen Dateien sind auf der GitHub-Seite des Projekts verfügbar. Allerdings sollten Nutzer keine hohen Erwartungen an Geschwindigkeit oder Stabilität stellen - es handelt sich eher um ein technisches Kuriosum als um ein praxistaugliches Tool.
Was haltet ihr von solchen experimentellen Projekten? Habt ihr selbst schon einmal Software in ungewöhnlichen Umgebungen zum Laufen gebracht? Teilt eure Erfahrungen und Gedanken in den Kommentaren!
Zusammenfassung
- Entwickler bringt Linux in Microsoft Excel zum Laufen
- 'LinuxInExcel' nutzt RISC-V-Emulator und VBA-Makros
- Projekt zeigt Linux in Tabellenzellen mit eingeschränkter Funktion
- Indischer Programmierer NSG650 veröffentlicht Projekt auf GitHub
- Eingabefunktion ermöglicht grundlegende Terminal-Befehle
- Projekt ist 'sehr buggy' und nicht für ernsthaften Einsatz gedacht
- Benötigt Windows mit Microsoft Office 2021 oder neuer zum Ausprobieren
Siehe auch:
- Linux: Kritische Sicherheitslücke in Kernel-API entdeckt
- Microsoft-KI findet reihenweise Sicherheitslücken in Linux-Bootloadern
- Chinesische Angreifer kapern Linux-Netzwerkgeräte per SSH
- Kleine Code-Anpassung in Linux soll in Datenzentren viel Strom sparen
- Erstes UEFI-Bootkit für Linux-Systeme in freier Wildbahn entdeckt
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