FSD-Schock: Tesla Model 3 kracht bei voller Fahrt gegen Baum (Update)
Kurz vor dem Start seines Robotaxi-Dienstes gerät Tesla in Erklärungsnot. Denn ein Video zeigt, wie das FSD-System ein Model 3 vermeintlich von der Straße und direkt in einen Baum lenkt. Der Fahrer hatte eigenen Angaben zufolge keine Chance einzugreifen.
So ereignete sich in Alabama vor etwa zwei Monaten ein verstörender Unfall. Dabei war ein Tesla Model 3 mit aktiviertem FSD unterwegs, als das Fahrzeug anscheinend ohne erkennbaren Grund von der geraden Straße abkam, in einen Graben fuhr und mit einem Baum kollidierte. Der Wagen überschlug sich und landete auf dem Dach. Der Fahrer erlitt eine Kinnverletzung, die mit sieben Stichen genäht werden musste, kam aber sonst mit dem Schrecken davon.
"Wally", der Tesla-Fahrer aus Alabama, war ein überzeugter Nutzer des FSD-Systems. "Ich habe FSD bei jeder Gelegenheit genutzt. Ich habe sogar YouTube-Videos angeschaut, um meine FSD-Einstellungen und -Erfahrung zu optimieren. Ich war glücklich, dass es mich zum Restaurant fahren konnte, und ich konnte mich einfach zurücklehnen und entspannen, während es mich auf meinem morgendlichen Arbeitsweg fuhr."
Der Unfall wirft erneut Fragen zur Sicherheit von Teslas FSD-System auf. Laut der National Highway Traffic Safety Administration (NHTSA) wurden seit der Einführung von FSD im Jahr 2020 Hunderte von Unfällen mit Teslas FSD-Software und 51 Todesfälle gemeldet, von denen 44 durch Untersuchungen der Behörde bestätigt wurden.
Dieser Vorfall zeigt die Grenzen von Teslas Behauptung, dass Fahrer jederzeit eingreifen können. In diesem Fall war Wally nicht in der Lage, den Unfall zu verhindern. Der bald startende Robotaxi-Dienst setzt auf sogenannte Teleoperatoren, die in brenzligen Situationen aus der Ferne eingreifen sollen. Wenn allerdings nicht einmal ein Fahrer vor Ort im Auto genügend Zeit hat zu reagieren, erscheint es umso unwahrscheinlicher, dass es ein Tesla-Mitarbeiter aus der Ferne kann, der nur über die Kamera-Feeds des Fahrzeugs verfügt.
Wer die Technologie nutzt oder in eines der Robotaxis steigt, muss sich des Risikos daher immer bewusst sein. Der oben erwähnte Beitrag von Tesla auf X zeigt zudem noch einmal, dass man dem Marketing des Autoherstellers nicht blind vertrauen sollte. Kommt es zu einem Unfall, ist man schließlich zuallererst selbst der Geschädigte.
Was haltet ihr von diesem Vorfall? Würdet ihr dem Tesla-Autopilot-System vertrauen oder behaltet ihr lieber selbst die Kontrolle? Teilt eure Meinungen in den Kommentaren mit uns!
Siehe auch:
UPDATE 31. Mai: Mittlerweile hat der Fahrer des Fahrzeugs die ihm von Tesla überlassenen Daten zum Unfall auf Reddit veröffentlicht. Wie mehrere Nutzer dort analysieren, scheint das FSD vor dem Unfall durch eine manuelle Bewegung des Lenkrads deaktiviert worden zu sein.
Tesla kracht ohne Vorwarnung in Baum
Tesla plant für Ende Juni den Start eines ersten Robotaxi-Dienstes in Austin, Texas. Doch entgegen den vollmundigen Versprechen von CEO Elon Musk räumte Teslas KI-Chef Ashok Elluswamy gerade erst ein, dass das Unternehmen bei der autonomen Fahrtechnologie Jahre hinter der Konkurrenz zurückliegt. Nun taucht auch noch ein Video auf, das zeigt, wie gefährlich der Einsatz von Teslas "Full Self-Driving" (FSD) sein kann.So ereignete sich in Alabama vor etwa zwei Monaten ein verstörender Unfall. Dabei war ein Tesla Model 3 mit aktiviertem FSD unterwegs, als das Fahrzeug anscheinend ohne erkennbaren Grund von der geraden Straße abkam, in einen Graben fuhr und mit einem Baum kollidierte. Der Wagen überschlug sich und landete auf dem Dach. Der Fahrer erlitt eine Kinnverletzung, die mit sieben Stichen genäht werden musste, kam aber sonst mit dem Schrecken davon.
FSD-Unfall: Tesla Model 3 kracht ohne Vorwarnung in Baum
Keine Chance zum Eingreifen
Das Besorgniserregende an dem Vorfall ist, dass der Fahrer eigenen Angaben zufolge keine Chance zum Reagieren hatte. Von dem Moment, in dem das Auto seine Fahrspur verlässt, bis zum Aufprall vergingen weniger als drei Sekunden. "Ich fuhr zur Arbeit und hatte FSD eingeschaltet. Das entgegenkommende Auto fuhr vorbei, und das Lenkrad begann sich schnell zu drehen, fuhr in den Graben, streifte einen Baum, und das Auto überschlug sich. Ich hatte keine Zeit zu reagieren", berichtet der Fahrer laut Carscoops."Wally", der Tesla-Fahrer aus Alabama, war ein überzeugter Nutzer des FSD-Systems. "Ich habe FSD bei jeder Gelegenheit genutzt. Ich habe sogar YouTube-Videos angeschaut, um meine FSD-Einstellungen und -Erfahrung zu optimieren. Ich war glücklich, dass es mich zum Restaurant fahren konnte, und ich konnte mich einfach zurücklehnen und entspannen, während es mich auf meinem morgendlichen Arbeitsweg fuhr."
Teslas gefährliche Versprechen
Ironischerweise veröffentlichte Tesla nur einem Tag nach dem Bericht über den Unfall einen Beitrag auf X, in dem es hieß, dass Fahrer sich "zurücklehnen und die Straße beobachten" können, wenn sie FSD nutzen. Genau das tat Wally - mit fatalen Folgen. "Nach dem Aufprall hing ich kopfüber und sah Blut auf das Glasdach tropfen, ohne zu wissen, woher ich blutete", beschrieb er das traumatische Erlebnis.Der Unfall wirft erneut Fragen zur Sicherheit von Teslas FSD-System auf. Laut der National Highway Traffic Safety Administration (NHTSA) wurden seit der Einführung von FSD im Jahr 2020 Hunderte von Unfällen mit Teslas FSD-Software und 51 Todesfälle gemeldet, von denen 44 durch Untersuchungen der Behörde bestätigt wurden.
System mit Schwächen
Experten vermuten, dass in Wallys Fall möglicherweise Schatten auf der Straße oder ein Verkehrsschild die unerwartete Reaktion des FSD-Systems ausgelöst haben könnten, was jedoch keine sonderlich beruhigende Erklärung für FSD-Nutzer sein dürfte. Das Auto fuhr zudem, kurz nachdem ein entgegenkommender Pickup-Truck vorbeigefahren war, nach links. Wäre die Lenkbewegung nur eine Sekunde früher erfolgt, hätte es zu einer frontalen Kollision mit dem Truck kommen können.Dieser Vorfall zeigt die Grenzen von Teslas Behauptung, dass Fahrer jederzeit eingreifen können. In diesem Fall war Wally nicht in der Lage, den Unfall zu verhindern. Der bald startende Robotaxi-Dienst setzt auf sogenannte Teleoperatoren, die in brenzligen Situationen aus der Ferne eingreifen sollen. Wenn allerdings nicht einmal ein Fahrer vor Ort im Auto genügend Zeit hat zu reagieren, erscheint es umso unwahrscheinlicher, dass es ein Tesla-Mitarbeiter aus der Ferne kann, der nur über die Kamera-Feeds des Fahrzeugs verfügt.
Wer die Technologie nutzt oder in eines der Robotaxis steigt, muss sich des Risikos daher immer bewusst sein. Der oben erwähnte Beitrag von Tesla auf X zeigt zudem noch einmal, dass man dem Marketing des Autoherstellers nicht blind vertrauen sollte. Kommt es zu einem Unfall, ist man schließlich zuallererst selbst der Geschädigte.
Was haltet ihr von diesem Vorfall? Würdet ihr dem Tesla-Autopilot-System vertrauen oder behaltet ihr lieber selbst die Kontrolle? Teilt eure Meinungen in den Kommentaren mit uns!
Zusammenfassung
- Tesla Model 3 mit FSD-System verunfallt in Alabama ohne Vorwarnung
- Fahrzeug kam von Straße ab, prallte gegen Baum und überschlug sich
- Der Fahrer hatte keine Möglichkeit, den Aufprall durch Eingreifen zu verhindern
- NHTSA meldet hunderte Unfälle und 51 Todesfälle im Zusammenhang mit FSD
- Vorfall wirft Fragen zur Sicherheit des für Juni geplanten Robotaxi-Dienstes auf
- Laut Teslas KI-Chef liegt das Unternehmen Jahre hinter der Konkurrenz zurück
- Teleoperatoren sollen bei Robotaxis eingreifen, was nach diesem Vorfall fragwürdig erscheint
Siehe auch:
- Musk bloßgestellt: Tesla laut eigenem KI-Chef Jahre hinter Konkurrenz
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- Musk fantasiert an Realität vorbei: Tesla-Verkäufe seien "stark"
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Thema:
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