Musk bloßgestellt: Tesla laut eigenem KI-Chef Jahre hinter Konkurrenz

Tesla steht vor dem Start seines ersten Robotaxi-Dienstes. Doch ausgerechnet jetzt räumt der KI-Chef des Unternehmens ein, dass man bei der autonomen Fahrtechnologie Jahre hinter dem Kon­kur­ren­ten Waymo zurückliegt und brüskiert damit seinen CEO.
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Ernüchternde Einschätzung von Tesla-Manager

Teslas CEO Elon Musk ist für seine großen Versprechungen bekannt. Auch wenn die Zahlen das genaue Gegenteil belegen, redete der Unternehmer zuletzt etwa davon, dass sein Unternehmen über den Berg sei, was die Absatzkrise anbelangt.

Selbst beim Thema Robotaxi macht Musk seit Jahren Ansagen, die sich dann als heiße Luft entpuppen. Denn eigentlich sollten die autonomen E-Autos schon seit Jahren im Einsatz sein. Nicht einmal das Trademark "Robotaxi" konnte sich Tesla sichern. Immerhin beginnt man bald mit ersten Tests. Bei denen werden die Taxis allerdings teils ferngesteuert. Insgesamt kann man bei dem Projekt also nicht von einem Erfolg sprechen. Das gibt jetzt auch ein Tesla-Manager zu und stößt seinem Chef damit wohl vor den Kopf.


So hat Ashok Elluswamy, der bei Tesla für künstliche Intelligenz und selbstfahrende Systeme verantwortlich ist, in einem Interview überraschend eingeräumt, dass Tesla beim Thema Full Self Driving die Konkurrenz aus den Augen verloren hat. So läge man "ein paar Jahre hinter Waymo zurück", sagte der Manager. Diese klare Aussage steht in deutlichem Kontrast zu den optimistischen Äußerungen seines CEOs.

Unterschiedliche Herangehensweisen im Wettlauf

Die beiden Unternehmen verfolgen grundverschiedene Ansätze. So bietet Tesla bisher nur ein Fahrerassistenzsystem der Stufe 2 an, bei dem der Fahrer permanent aufmerksam bleiben muss. Waymo hingegen betreibt seit Jahren Robotaxi-Dienste mit Autonomiestufe 4, bei der das Fahrzeug selbstständig navigiert. Ein wesentlicher Unterschied liegt dabei in der eingesetzten Sensortechnologie. Denn während Tesla ausschließlich auf Kameras setzt, verwendet Waymo zusätzlich teurere, aber eben auch präzisere Lidar-Sensoren. In einem von Electrek entdeckten aufschlussreichen YouTube-Interview mit dem indischen Journalisten Gobinath Chandran betonte Elluswamy allerdings die Kostenvorteile der Tesla-Strategie.

Vorsichtiger Start in Austin

Wie eingangs erwähnt plant Tesla, im kommenden Monat einen ersten autonomen Fahrdienst in Austin, Texas, zu starten - ausgerechnet in einer Stadt, in der Waymo bereits seit Anfang des Jahres ähnliche Dienste anbietet. Waymo ist derzeit noch das einzige Unternehmen in den USA, das Einnahmen aus Robotaxi-Fahrten generiert und führt wöchentlich über 200.000 bezahlte Fahrten in Los Angeles, San Francisco, Phoenix und Austin durch. Diese Zahl hat sich in den letzten Jahren deutlich gesteigert.

Investoren und Analysten werden in den kommenden Monaten genau beobachten, ob Tesla den Robotaxi-Dienst skalieren und technische Herausforderungen meistern kann. Besonders interessant werden die Preisgestaltung pro Meile in Austin und deren Profitabilität sein. Auch die Sicherheitsbilanz und die Häufigkeit, mit der die Fahrzeuge vom autonomen Fahrmodus in den manuellen Betrieb wechseln müssen, stehen im Fokus.

Was haltet ihr von Teslas vorsichtigem Einstieg in den Robotaxi-Markt? Glaubt ihr, dass das Unternehmen den Rückstand auf Waymo aufholen kann? Teilt eure Einschätzungen in den Kommentaren!

Zusammenfassung
  • Teslas KI-Chef gibt mehrjährigen Rückstand bei autonomem Fahren zu
  • Waymo führt mit 200.000 wöchentlichen Robotaxi-Fahrten in vier Städten
  • Tesla plant ersten Robotaxi-Test in Austin für den kommenden Monat
  • Unterschiedliche Technologieansätze: Tesla nutzt nur Kameras, Waymo Lidar
  • Elon Musks Versprechungen zum autonomen Fahren wurden nicht eingehalten
  • Teslas Robotaxis werden bei ersten Tests teilweise ferngesteuert sein
  • Investoren beobachten künftig Preisgestaltung und die Sicherheitsbilanz genau

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