Chrome-Gefahr: Millionen nutzen unsichtbare Spionage-Erweiterungen

57 Chrome-Erweiterungen mit mehr als 6 Millionen Nutzern sammeln heimlich Browserdaten. Die Add-ons sind im Chrome Web Store nicht auffindbar und fordern umfassende Berechtigungen. Einige tragen sogar das "Featured"-Abzeichen von Google.
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Gefährliche Chrome-Erweiterungen im Verborgenen

Eine alarmierende Entdeckung hat das Vertrauen in Chrome-Erweiterungen erschüttert: Cybersicherheitsforscher haben 57 potenziell riskante Add-ons identifiziert, die zusammen über 6 Millionen Nutzer erreichen.

Diese Erweiterungen, die "unsichtbar" sind, erscheinen weder im Chrome Web Store noch werden sie von Suchmaschinen erfasst. Nutzer können sie nur installieren, wenn ihnen die direkte URL bekannt ist. Die betroffenen Add-ons fordern umfangreiche Berechtigungen, darunter Zugriff auf den gesamten Browserverlauf, alle Cookies und die Möglichkeit, JavaScript auf besuchten Webseiten auszuführen.


Unter den bekanntesten sind "Cuponomia: Coupons and Cashback" mit über 700.000 Nutzern sowie "Fire Shield Extension Protection" und "Total Safety for Chrome", die jeweils über 300.000 Installationen verzeichnen.

In einer Analyse deckte der Forscher John Tuckner von Secure Annex bedenkliche Eigenschaften dieser Erweiterungen auf. Viele von ihnen geben vor, Nutzer vor schädlichen Erweiterungen zu schützen oder nützliche Funktionen anzubieten, erfüllen diese Versprechen jedoch oft nicht. Stattdessen beinhalten sie stark verschleierten Code, der Browser-Informationen sammelt und an externe Server überträgt.

Diese Erweiterungen können potenziell das gesamte Surfverhalten überwachen sowie auf gespeicherte Cookies zugreifen und sind somit ferngesteuert.

Mysteriöse Verbreitung und Google-Kennzeichnung

Ein rätselhafter Aspekt ist die unerklärlich hohe Nutzerzahl dieser versteckten Erweiterungen. Experten vermuten, dass sie über Werbeanzeigen oder in Kombination mit unerwünschter Software verbreitet werden. Ironischerweise tragen einige dieser verdächtigen Add-ons sogar das "Featured"-Abzeichen von Google, das für vertrauenswürdige Erweiterungen vorgesehen ist. Infografik Browsermarkt: Der steile Aufstieg von Google ChromeBrowsermarkt: Der steile Aufstieg von Google Chrome

Schutzmaßnahmen für Chrome-Nutzer

Nutzer, die eine der betroffenen Erweiterungen installiert haben, sollten diese sofort entfernen und ihre Passwörter für wichtige Online-Dienste ändern. Eine vollständige Liste der verdächtigen Add-ons befindet sich in einer öffentlichen Tabelle. Diese Entdeckung hebt die Bedeutung hervor, bei der Installation von Browser-Erweiterungen vorsichtig zu sein und nur solche zu wählen, die einen klaren Nutzen bieten.

Was haltet ihr von dieser Entdeckung? Nutzt ihr viele Chrome-Erweiterungen und achtet ihr auf die angeforderten Berechtigungen? Teilt eure Erfahrungen und Tipps zum sicheren Umgang mit Browser-Add-ons in den Kommentaren!

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Zusammenfassung
  • 57 versteckte Chrome-Erweiterungen mit über 6 Mio. Nutzern sammeln Daten
  • Add-ons fordern umfassende Berechtigungen für Browser und Webseitenzugriff
  • Erweiterungen tarnen sich als Schutzprogramme, überwachen aber das Surfverhalten
  • Einige tragen sogar das 'Featured'-Abzeichen von Google
  • Nutzer sollten betroffene Add-ons entfernen und Passwörter ändern
  • Vorsicht bei der Installation von Erweiterungen und Prüfung der Berechtigungen

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