Browser-Erweiterung als "Diebstahl":
PayPal wegen Honey verklagt
PayPal gerät wegen seiner Browser-Erweiterung Honey in rechtliche Schwierigkeiten. Influencer werfen dem Unternehmen vor, unrechtmäßig Affiliate-Provisionen abzugreifen. Der Fall sorgt seit einigen Wochen für Aufregung und hat nun juristische Folgen.
Honey ist bei vielen Online-Shoppern beliebt, da die Erweiterung automatisch nach Gutscheincodes sucht und diese beim Check-out anwendet. Doch genau dieser Mechanismus steht seit einigen Wochen in der Kritik. Laut den Klägern ersetzt Honey die Affiliate-Links von Creatorn durch eigene - selbst wenn kein Gutschein gefunden wurde. Das Resultat: Die Provision für den Verkauf geht an PayPal, nicht an den Influencer, der das Produkt ursprünglich beworben hat.
Wie The Verge berichtet, bestreitet PayPal die Vorwürfe vehement. Ein Unternehmenssprecher betonte, dass Honey sich an gängige Branchenpraktiken wie die "Last-Click-Attribution" halte. Bei diesem Modell erhält derjenige die Provision, der den letzten Klick vor dem Kauf generiert hat. Kritiker argumentieren jedoch, dass Honey dieses System ausnutze, indem es Nutzer zum Klicken auf eigene und nutzlose Pop-ups verleite.
Auf YouTube ansehen
Unabhängig vom Ausgang der Klagen könnte der Fall weitreichende Folgen für die Branche haben. PayPal setzt bei der Vermarktung von Honey stark auf Influencer. Sollte sich die Creator-Community von dem Unternehmen abwenden, könnte dies einen erheblichen Imageschaden und den Verlust wichtiger Marketingkanäle bedeuten.
Siehe auch:
Streit um digitale Provisionen
Influencer haben nun Sammelklagen gegen den Finanzriesen PayPal eingereicht. Im Mittelpunkt steht die beliebte Browser-Erweiterung Honey, die PayPal 2019 für vier Milliarden Dollar erworben hatte. Die Kläger werfen dem Unternehmen vor, unrechtmäßig Affiliate-Provisionen abzugreifen und damit die Geschäftsgrundlage vieler im Internet tätiger Content-Erschaffer zu gefährden.Honey ist bei vielen Online-Shoppern beliebt, da die Erweiterung automatisch nach Gutscheincodes sucht und diese beim Check-out anwendet. Doch genau dieser Mechanismus steht seit einigen Wochen in der Kritik. Laut den Klägern ersetzt Honey die Affiliate-Links von Creatorn durch eigene - selbst wenn kein Gutschein gefunden wurde. Das Resultat: Die Provision für den Verkauf geht an PayPal, nicht an den Influencer, der das Produkt ursprünglich beworben hat.
Wie The Verge berichtet, bestreitet PayPal die Vorwürfe vehement. Ein Unternehmenssprecher betonte, dass Honey sich an gängige Branchenpraktiken wie die "Last-Click-Attribution" halte. Bei diesem Modell erhält derjenige die Provision, der den letzten Klick vor dem Kauf generiert hat. Kritiker argumentieren jedoch, dass Honey dieses System ausnutze, indem es Nutzer zum Klicken auf eigene und nutzlose Pop-ups verleite.
Auf YouTube ansehenProminente Kläger und ihre Forderungen
Zu den Klägern gehört auch der populäre YouTuber Devin Stone, bekannt durch seinen auf juristische Videos spezialisierten Kanal LegalEagle. Die Klagen streben nicht nur Schadensersatz an, sondern fordern auch eine einstweilige Verfügung, die PayPal zu einer Änderung seiner Affiliate-Praktiken zwingen würde.Rechtliche Herausforderungen
Experten sehen jedoch Herausforderungen für die Kläger. Robert Freund, ein auf Werbe- und E-Commerce-Recht spezialisierter Anwalt, erklärte gegenüber Business Insider: "Die Schwierigkeit für die Kläger besteht darin, dass sie im Wesentlichen versuchen, das System der Last-Click-Attribution für Affiliates für rechtswidrig zu erklären. Ich kann verstehen, warum ein Creator-Affiliate das für unfair hält, aber ich weiß nicht, ob es illegal ist."Unabhängig vom Ausgang der Klagen könnte der Fall weitreichende Folgen für die Branche haben. PayPal setzt bei der Vermarktung von Honey stark auf Influencer. Sollte sich die Creator-Community von dem Unternehmen abwenden, könnte dies einen erheblichen Imageschaden und den Verlust wichtiger Marketingkanäle bedeuten.
Zusammenfassung
- PayPal wegen Browser-Erweiterung Honey von Influencern verklagt
- Vorwurf: Unrechtmäßiges Abgreifen von Affiliate-Provisionen
- Honey ersetzt angeblich Affiliate-Links durch eigene
- PayPal bestreitet Vorwürfe und verweist auf Last-Click-Attribution
- YouTuber Devin Stone gehört zu den Klägern
- Klagen fordern Schadensersatz und Änderung der Affiliate-Praktiken
- Experten sehen Herausforderungen für die Kläger
Siehe auch:
- PayPal-Skandal weitet sich aus: Die dunkle Seite der Rabatt-App Honey
- Warnung: So tricksen Betrüger PayPal-Nutzer aus
- Echtzeit-Zahlungen: Paypal-Konkurrent Wero startet mit eigener App
- PayPal hat ein neues Logo und es könnte unaufregender nicht sein
- Mit PayPal alle Pakete verfolgen: Neue Funktion startet in Deutschland
Thema:
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