Windows "NXT": Microsofts erster Mini-PC bringt "OS as a Service"
Microsoft plant offenbar eine Zukunft, in der viele Anwender Windows nur noch im Rahmen von Abonnements und per Streaming nutzen. Der Windows 365 Link macht man den Anfang: der erste Mini-PC von Microsoft liefert Windows 11 per Streaming - mit Hilfe von Windows "NXT".
Mit dem Windows 365 Link hat Microsoft einen kleinen Desktop-PC vorgestellt, der für Firmenkunden ab April 2025 für 349 US-Dollar verfügbar sein soll. Das Gerät ist im Grunde ein einfach ausgestatteter Mini-Desktop, der auf einer Intel-Plattform läuft, ohne Lüfter auskommt und innerhalb von Sekunden hochfahren kann.
Es ist allerdings die Software, die das Gerät besonders macht. Laut einem Bericht von Windows Central läuft auf dem Windows 365 Link ein neues Betriebssystem, das intern bei Microsoft als Windows NXT bezeichnet wird. Damit erledigt der kleine Desktop-Client genau eine Aufgabe: er streamt Windows 11 aus der Cloud.
Das auf dem Mini-PC laufende Windows hat hier keine andere Aufgabe, als Anmeldung und lokales Setup vorzunehmen, bevor dann zu einem Windows-11-basierten Cloud-PC verbunden wird. Alle Nutzerdaten werden und Apps sind nur in der Cloud auf den Azure-Servern im Einsatz.
Im Grunde ist der Windows 365 Link wohl der erste Schritt in eine Zukunft, in der Microsoft den PC zunehmend in die Cloud verlagert. Mit Windows 365 bietet man schon länger Windows-Installationen per Streaming aus der Cloud an, doch hier manifestiert sich das Konzept jetzt in einem kleinen Desktop-PC, heißt es.
Langfristig will Microsoft damit seine Vision vom Cloud-basierten PC realisieren. Wie beim Spiele-Streaming per Game Pass will man also dafür sorgen, dass die Nutzer einen per Abonnement bezahlten überall verfügbaren Windows-Desktop per Cloud-Streaming nutzen können. Für die meisten Anwender dürfte dies zunächst eine bisher unvorstellbare Lösung zu sein, doch gerade im Firmenkontext dürfte es durchaus Interesse geben.
Ob und wann Microsoft seine Ziele in dieser Hinsicht tatsächlich erreichen kann, bleibt abzuwarten. Die Redmonder arbeiten aber offensichtlich weiter darauf hin, die Pläne für ein Streaming-Windows in die Tat umzusetzen. Entsprechende Gerüchte gibt es schon seit einigen Jahren, wobei dabei zuletzt auch von einer Variante für Privatkunden die Rede war.
Siehe auch:
Thin-Client-ähnliche Hardware zum Cloud-Streaming
Das Gerät bedient bis zu zwei 4K-Bildschirme und bringt eine Reihe von Ports sowie WiFi 6E und Ethernet mit. Unter der Haube stecken außerdem acht Gigabyte RAM und 64 GB interner Flash-Speicher, bei dem es sich vermutlich um eMMC-Flash handelt. Im Grunde wird hier also ein Low-End-Desktop angeboten, wie ihn viele Hersteller im Programm haben.Es ist allerdings die Software, die das Gerät besonders macht. Laut einem Bericht von Windows Central läuft auf dem Windows 365 Link ein neues Betriebssystem, das intern bei Microsoft als Windows NXT bezeichnet wird. Damit erledigt der kleine Desktop-Client genau eine Aufgabe: er streamt Windows 11 aus der Cloud.
Lokales Windows ohne große Funktionen
Microsoft selbst spricht nur von einem "kleinen Windows-basierten" Betriebssystem, doch die Quellen der Kollegen geben an, dass es sich um eine abgespeckte Version von Windows CorePC handelt, einer für IoT-Geräte entwickelten Ausgabe. NXT soll hier ohne irgendwelche Windows-Apps auskommen und vollständig auf Web-Anwendungen ausgelegt sein.Das auf dem Mini-PC laufende Windows hat hier keine andere Aufgabe, als Anmeldung und lokales Setup vorzunehmen, bevor dann zu einem Windows-11-basierten Cloud-PC verbunden wird. Alle Nutzerdaten werden und Apps sind nur in der Cloud auf den Azure-Servern im Einsatz.
Microsoft stellt den Mini-PC Windows 365 Link ausführlich vor
Im Grunde ist der Windows 365 Link wohl der erste Schritt in eine Zukunft, in der Microsoft den PC zunehmend in die Cloud verlagert. Mit Windows 365 bietet man schon länger Windows-Installationen per Streaming aus der Cloud an, doch hier manifestiert sich das Konzept jetzt in einem kleinen Desktop-PC, heißt es.
Langfristig will Microsoft damit seine Vision vom Cloud-basierten PC realisieren. Wie beim Spiele-Streaming per Game Pass will man also dafür sorgen, dass die Nutzer einen per Abonnement bezahlten überall verfügbaren Windows-Desktop per Cloud-Streaming nutzen können. Für die meisten Anwender dürfte dies zunächst eine bisher unvorstellbare Lösung zu sein, doch gerade im Firmenkontext dürfte es durchaus Interesse geben.
Ob und wann Microsoft seine Ziele in dieser Hinsicht tatsächlich erreichen kann, bleibt abzuwarten. Die Redmonder arbeiten aber offensichtlich weiter darauf hin, die Pläne für ein Streaming-Windows in die Tat umzusetzen. Entsprechende Gerüchte gibt es schon seit einigen Jahren, wobei dabei zuletzt auch von einer Variante für Privatkunden die Rede war.
Zusammenfassung
- Microsoft stellt Mini-PC 'Windows 365 Link' für 349 Dollar vor
- Gerät läuft mit 'Windows NXT', einer abgespeckten Version von Windows
- Hauptaufgabe: Streaming von Windows 11 aus der Cloud für Firmenkunden
- Teil von Microsofts Vision, den PC zunehmend in die Cloud zu verlagern
- Ziel: Windows als Abo-Modell und per Streaming überall verfügbar machen
- Umsetzung für Privatkunden noch unklar, aber in Planung
Siehe auch:
- Cloud-PC im Kleinstformat: Microsoft kündigt Windows 365 Link an
- Windows 365 bekommt verbesserte Sicherheitsfunktionen
- Windows 365 wird stärker personalisierbar und bekommt Fein-Tuning
- Windows 365: Erstes Funktionsupdate im neuen Jahr - das ist neu
- Windows 365: Microsoft startet Windows-App und neue Features
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