PSN-Zwang auf PC: Sony liefert wenig überzeugende Begründung
Seit einiger Zeit müssen sich PC-Spieler über das PlayStation Network anmelden, um die Titel von Sony spielen zu können. Das hatte bereits für viel Unmut gesorgt. Der Präsident des japanischen Unternehmens äußerte sich jetzt zu diesem Zwang.
Mittlerweile verlangt Sony jedoch, dass sich Spieler auf ihrem PC beim PlayStation Network (PSN) anmelden. Andernfalls lassen sich die Titel nicht starten. Ist PSN in einem Land nicht verfügbar, können die Spiele dort nicht einmal gekauft werden. Das hatte bereits für viel Unmut bei Kunden gesorgt. Sony sah sich deshalb sogar gezwungen, die erwähnte PSN-Anforderung bei Helldivers 2 wieder zurückzuziehen.
Man entschuldigte sich und ergänzte in einer Nachricht an die Fans: "Wir sind immer noch dabei zu lernen, was für PC-Spieler am besten ist, und euer Feedback war von unschätzbarem Wert." Doch schon bei der PC-Veröffentlichung von Ghost of Tsushima ein paar Wochen später war der PSN-Zwang wieder zurück.
Totoki spricht hier explizit von Live-Service-Spielen. Während Sony dazu verpflichtet ist, die Interaktionen zwischen Nutzern in Multiplayer-Titeln wie Helldivers 2 zu überwachen und die Sicherheit der Netzwerkumgebung zu gewährleisten, erklärt das nicht, warum der PSN-Zwang auch bei Singleplayer-Titel wie Horizon Zero Dawn besteht. An dieser Stelle scheint das Argument der Sicherheit nur vorgeschoben. Wahrscheinlicher ist es, dass Sony die Nutzerzahlen der eigenen Plattform erhöhen möchte. Anscheinend ist man dazu auch gewillt, sich den Zorn einiger PC-Spieler aufzuhalsen.
Dessen ist man sich auch bewusst. "Die PlayStation-Konten, die wir angeboten haben - nun ja, indem wir sie zum Beispiel angeboten haben, hat das manchmal zu Widerstand geführt", meint Totoki. Das Problem liegt allerdings darin, dass von einem "Angebot" keine Rede sein kann, wenn ein Login in das PSN eine Grundvoraussetzung für das Spielen ist.
Siehe auch:
Sonys PSN-Zwang verärgert PC-Spieler
Jahrelang hatte Sony seine Spiele wie Horizon oder God of War nur für die eigenen PlayStation-Konsolen bereitgestellt. Erst seit einiger Zeit hat Sony damit begonnen, die Titel vermehrt auch auf dem PC anzubieten. Zwar müssen Computer-Besitzer oft mehrere Jahre warten, bis eine Portierung existiert, aber immerhin stehen die Spiele überhaupt auf Steam und Co. zum Download bereit.Mittlerweile verlangt Sony jedoch, dass sich Spieler auf ihrem PC beim PlayStation Network (PSN) anmelden. Andernfalls lassen sich die Titel nicht starten. Ist PSN in einem Land nicht verfügbar, können die Spiele dort nicht einmal gekauft werden. Das hatte bereits für viel Unmut bei Kunden gesorgt. Sony sah sich deshalb sogar gezwungen, die erwähnte PSN-Anforderung bei Helldivers 2 wieder zurückzuziehen.
Man entschuldigte sich und ergänzte in einer Nachricht an die Fans: "Wir sind immer noch dabei zu lernen, was für PC-Spieler am besten ist, und euer Feedback war von unschätzbarem Wert." Doch schon bei der PC-Veröffentlichung von Ghost of Tsushima ein paar Wochen später war der PSN-Zwang wieder zurück.
Präsident liefert unbefriedigende Begründung
Im Rahmen einer FAQ zum gerade erschienenen Sony-Finanzreport (via GamesRadar) für das vergangene Quartal sprach der Präsident des japanischen Unternehmens Hiroki Totoki jetzt über diese Praxis und lieferte eine in Teilen etwas unbefriedigende Begründung.Bei Live-Service-Spielen müssen wir, um die Ordnung aufrechtzuerhalten, damit jeder die Spiele sicher genießen kann, ein Umfeld schaffen, das dies ermöglicht [...]. Einige Einschränkungen zu haben, mag man nicht als Regel bezeichnen, aber die Benutzer und Spieler aufzufordern, sich an die Regeln zu halten, diese Regeln sind sehr wichtig und wir müssen weiterhin nach dem besten Weg suchen, dies zu erreichen.Da schon die Übersetzung durch einen Live-Dolmetscher während der FAQ aus dem Japanischen ins Englische sehr holprig war, wirken die Sätze etwas wirr. Dennoch lässt sich ein Punkt klar erkennen.
Totoki spricht hier explizit von Live-Service-Spielen. Während Sony dazu verpflichtet ist, die Interaktionen zwischen Nutzern in Multiplayer-Titeln wie Helldivers 2 zu überwachen und die Sicherheit der Netzwerkumgebung zu gewährleisten, erklärt das nicht, warum der PSN-Zwang auch bei Singleplayer-Titel wie Horizon Zero Dawn besteht. An dieser Stelle scheint das Argument der Sicherheit nur vorgeschoben. Wahrscheinlicher ist es, dass Sony die Nutzerzahlen der eigenen Plattform erhöhen möchte. Anscheinend ist man dazu auch gewillt, sich den Zorn einiger PC-Spieler aufzuhalsen.
Dessen ist man sich auch bewusst. "Die PlayStation-Konten, die wir angeboten haben - nun ja, indem wir sie zum Beispiel angeboten haben, hat das manchmal zu Widerstand geführt", meint Totoki. Das Problem liegt allerdings darin, dass von einem "Angebot" keine Rede sein kann, wenn ein Login in das PSN eine Grundvoraussetzung für das Spielen ist.
PSN-Zwang bleibt bestehen
Wie es scheint, wird Sony aber wohl nicht auf den PSN-Zwang auf dem PC verzichten. Auch das gerade erschienene God of War Ragnarök verlangt die Anmeldung im PlayStation Network. Wer also gerne die Spiele der Japaner an seinem PC genießen möchte, muss sich notgedrungen auch in Zukunft ein entsprechendes Konto zulegen und sich damit einloggen.
Zusammenfassung
- Sony verlangt PSN-Anmeldung für PC-Spiele, was für Unmut sorgt
- Präsident Hiroki Totoki begründet Zwang mit Sicherheitsaspekten
- Argument erscheint bei Singleplayer-Titeln wenig überzeugend
- Vermutlich will Sony die Nutzerzahlen der eigenen Plattform erhöhen
- Unternehmen ist sich des Widerstands der PC-Spieler bewusst
- Trotz Kritik hält Sony am PSN-Zwang für PC-Spiele fest
- Wer Sony-Spiele auf dem PC spielen will, braucht weiterhin ein PSN-Konto
Siehe auch:
- PS5-Verkäufe brachen vor der PlayStation 5 Pro-Veröffentlichung ein
- PlayStation 5 Pro: Sony enthüllt Liste mit über 50 optimierten Spielen
- Ex-Playstation-Chef: Das Hardware-Wettrennen bei Konsolen ist sinnlos
- PlayStation 5: Sony zwingt Spielern mit UI-Update Werbeanzeigen auf
- PlayStation-Vater verrät: "Selbst bei Sony glaubte niemand an Erfolg"
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