Fall Helldivers: Sony wurde von wütenden Fans zur Einsicht bewegt
Helldivers 2 ist ein unerwarteter Hit, doch dann die Ankündigung: Publisher Sony will PC-Nutzer auf Steam zwingen, einen PlayStation-Account zu verlinken. Den gibt es aber nicht in allen Ländern, ein Shitstorm war die Folge. Jetzt rudert der Konzern zurück.
Wie kann man begeisterte Fans eines Spiels so richtig wütend machen? Sony scheint in den letzten Tagen ein perfektes Rezept gefunden zu haben. Der Scifi-Shooter Helldivers 2 erfreut sich seit Release - neben Startschwierigkeiten wie der Performance - riesiger Beliebtheit. Doch dann vor wenigen Tagen der Aufschrei der Community: Mit dem nächsten Patch sollte für den PC zwingend ein PlayStation Network-Konto nötig werden.
Dass man Steam mit anderen Launchern verbinden muss, ist keine Seltenheit und so auch von EA, Ubisoft und anderen großen Publishern bekannt. Das Problem mit dem PSN-Konto: in 177 Ländern, in denen Steam verfügbar ist, gibt es keine Möglichkeit, einen Playstation-Account anzulegen. Damit würden Spieler, die den Titel bereits erworben haben, in diesen Ländern nach dem Update den Zugang verlieren.
Fans machen ihrem Ärger Luft: Score von Helldivers 2 stürzt ab
Sonys erste Reaktion: Man stoppte den Verkauf in allen Ländern, in denen kein PSN verfügbar ist, blieb aber ansonsten jede Erklärung schuldig. Arrowhead Studios CEO Johan Pilestedt teilte mit, dass man Sony zu Anpassungen bewegen wolle. "Aber ich habe hier nicht das letzte Wort", so der Chef des Entwicklerstudios. Der Druck der letzten Tage hat aber wohl bei Sony Wirkung gezeigt.
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Dass man Steam mit anderen Launchern verbinden muss, ist keine Seltenheit und so auch von EA, Ubisoft und anderen großen Publishern bekannt. Das Problem mit dem PSN-Konto: in 177 Ländern, in denen Steam verfügbar ist, gibt es keine Möglichkeit, einen Playstation-Account anzulegen. Damit würden Spieler, die den Titel bereits erworben haben, in diesen Ländern nach dem Update den Zugang verlieren.
Fans machen ihrem Ärger Luft: Score von Helldivers 2 stürzt ab
Das machen die Spieler nicht mit
Eine wahre Welle der Entrüstung war die Folge, die sich sowohl gegen Sony als auch den Entwickler Arrowhead Studios richtete. Deutlich sichtbares Anzeichen für diese Wut ist aber eine Bewertung auf Steam, die in kürzester Zeit in den Bereich "Größtenteils negativ" abdriftet. Mittlerweile sind 87 Prozent aller Bewertungen der Reviews negativ.Sonys erste Reaktion: Man stoppte den Verkauf in allen Ländern, in denen kein PSN verfügbar ist, blieb aber ansonsten jede Erklärung schuldig. Arrowhead Studios CEO Johan Pilestedt teilte mit, dass man Sony zu Anpassungen bewegen wolle. "Aber ich habe hier nicht das letzte Wort", so der Chef des Entwicklerstudios. Der Druck der letzten Tage hat aber wohl bei Sony Wirkung gezeigt.
Die Kehrtwende
Wie der offizielle PlayStation-Account heute mitteilt, wird der PSN-Zwang für Helldivers 2-Spieler nicht umgesetzt. "Wir sind immer noch dabei zu lernen, was für PC-Spieler am besten ist, und euer Feedback war von unschätzbarem Wert", so die kuriose Ergänzung Sonys zu der Entscheidung.
Zusammenfassung
- Helldivers 2 begeistert seit Wochen hunderttausende Spieler
- Sony plante, PC-Nutzer zur Verlinkung mit PlayStation-Account zu zwingen
- In 177 Ländern können keine PlayStation-Accounts erstellt werden
- Betroffene Spieler würden nach Update Zugang verlieren
- Bewertungen für Helldivers 2 auf Steam sinken drastisch
- Nach Fan-Protesten wird PSN-Zwang doch gestoppt
Siehe auch:
- Rekorde gebrochen: PlayStation-Hit Helldivers 2 erobert den PC-Markt
- PlayStation Network (PSN) nach massiver Störung wieder online
- PSN: Sony erlaubt Namensänderungen - aber billig ist das nicht gerade
- Entwarnung: Sony löst PSN-Text-Bug und liefert Lösung für Crash-Loop
- PlayStation-Nutzer können demnächst endlich ihre PSN-Namen ändern
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