Ex-Playstation-Chef: Das Hardware-Wettrennen bei Konsolen ist sinnlos
Der ehemalige PlayStation-Manager Shawn Layden hat in einem Interview angemerkt, dass der aktuelle Fokus der Gaming-Industrie auf immer leistungsstärkere und teurere Konsolen langfristig nicht tragbar sei. Wichtiger seien Inhalte.
Layden, der bis 2019 Chef von Sony Interactive Entertainment America und Vorsitzender der Worldwide Studios war, erklärte gegenüber dem Magazin VideogamesChronicle, dass die steigenden Entwicklungskosten, die mit der Produktion immer leistungsfähigerer Hardware einhergehen, nicht nachhaltig seien. "Wir haben das 30 Jahre lang so gemacht, und mit jeder Generation sind die Kosten gestiegen", sagte er. "Jetzt stehen wir an einem Punkt, an dem es so nicht weitergehen kann."
Layden sprach sich für einen "harten Reset" des aktuellen Geschäftsmodells der Spieleindustrie aus. Auch das Verständnis darüber, was ein Videospiel ausmacht, müsse überdacht werden. "Ein Spiel muss nicht 80 oder 90 Stunden lang sein", betonte er, da dies eine ganz eigene Kategorie von Spielen darstelle.
Laydens Kommentare kommen kurz vor der Veröffentlichung der neuen PlayStation 5 Pro, die am 7. November im Handel verfügbar sein soll. Diese Konsole wird vor allem mit verbesserter Leistung und höherer visueller Qualität beworben, was jedoch angesichts des hohen Preises von 799,99 Euro auf Kritik gestoßen ist. Die Frage bleibt, für wen diese teure Konsole tatsächlich gedacht ist, insbesondere in einer Zeit, in der sich die Gaming-Landschaft möglicherweise stärker auf kreative Inhalte statt auf technische Verbesserungen konzentrieren sollte.
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Fokus auf Teraflops
Layden argumentierte, dass es keine zukunftsfähige Strategie darstelle, sich immer nur bei den Teraflops überbieten zu wollen. Stattdessen müsse die Branche stärker auf Inhalte setzen, um relevant zu bleiben. Darin sieht er inzwischen auch den entscheidenden Faktor im Wettbewerb untereinander.Layden, der bis 2019 Chef von Sony Interactive Entertainment America und Vorsitzender der Worldwide Studios war, erklärte gegenüber dem Magazin VideogamesChronicle, dass die steigenden Entwicklungskosten, die mit der Produktion immer leistungsfähigerer Hardware einhergehen, nicht nachhaltig seien. "Wir haben das 30 Jahre lang so gemacht, und mit jeder Generation sind die Kosten gestiegen", sagte er. "Jetzt stehen wir an einem Punkt, an dem es so nicht weitergehen kann."
Layden sprach sich für einen "harten Reset" des aktuellen Geschäftsmodells der Spieleindustrie aus. Auch das Verständnis darüber, was ein Videospiel ausmacht, müsse überdacht werden. "Ein Spiel muss nicht 80 oder 90 Stunden lang sein", betonte er, da dies eine ganz eigene Kategorie von Spielen darstelle.
Unterschiede kaum sichtbar
Die technologische Entwicklung der Konsolen habe laut Layden ihren Höhepunkt erreicht und sei für die Mehrheit der Spieler kaum noch relevant. "Wir sind an einem Punkt, an dem nur noch Hunde den Unterschied hören können", scherzte er in Bezug auf die minimalen Verbesserungen, die moderne Hardware noch bieten könne. Selbst hoch entwickelte Technologien wie Raytracing seien für viele Spieler nur unter idealen Bedingungen wirklich sichtbar. Layden kritisierte zudem den Konkurrenzkampf um Hardware-Spezifikationen: "Wir sollten nicht um Teraflops kämpfen, sondern um Inhalte."Laydens Kommentare kommen kurz vor der Veröffentlichung der neuen PlayStation 5 Pro, die am 7. November im Handel verfügbar sein soll. Diese Konsole wird vor allem mit verbesserter Leistung und höherer visueller Qualität beworben, was jedoch angesichts des hohen Preises von 799,99 Euro auf Kritik gestoßen ist. Die Frage bleibt, für wen diese teure Konsole tatsächlich gedacht ist, insbesondere in einer Zeit, in der sich die Gaming-Landschaft möglicherweise stärker auf kreative Inhalte statt auf technische Verbesserungen konzentrieren sollte.
Zusammenfassung
- Ex-Playstation-Chef kritisiert Fokus auf leistungsstärkere Konsolen
- Stetige Leistungssteigerung bei Konsolen sei langfristig nicht tragbar
- Shawn Layden fordert mehr Konzentration auf Spielinhalte statt Hardware
- Steigende Entwicklungskosten für hochwertige Hardware nicht nachhaltig
- Layden plädiert für 'harten Reset' des Geschäftsmodells der Spielindustrie
- Technologische Entwicklung der Konsolen habe ihren Höhepunkt erreicht
- Kritik am Preis der PS5 Pro vor dem Hintergrund der Branchenentwicklung
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Christian Kahle
Redakteur bei WinFuture
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