Viel drin, kaum Nutzen: Kontextmenü von Windows 11 wird immer voller

Microsoft hat bei Windows 11 zuletzt das allgegenwärtige Kontextmenü kräftig umgebaut. Nach und nach fügen die Entwickler jedoch immer mehr Einträge hinzu, sodass jetzt nach den jüngsten Ergänzungen Rufe nach einer Entschlackung laut werden.
Windows 11, Paint, Kontextmenü
PhantomOfEarth

Liste im Kontextmenü wird immer länger

Wie berichtet, hat Microsoft jüngst mit der Verbreitung einer erneut aktualisierten Version seines Malprogramms Paint für Windows Insider begonnen. Dabei werden nicht nur diverse neue KI-Funktionen ausgerollt, über die wir bereits berichtet haben. Zusätzlich fügt Microsoft mit der neuen Paint-Version 11.2410.28.0 auch noch einen neuen Kontextmenü-Eintrag hinzu, berichtet PhantomOfEarth bei X/Twitter.

Wer also mit Bildern hantiert, bekommt beim Rechtsklick im Windows-Explorer nun nicht nur eine Reihe von Optionen zum Umgang und einfachen Bearbeiten der jeweiligen Datei angeboten, sondern zusätzlich auch noch eine inzwischen auf vier Einträge angewachsene Liste von möglichen Optionen, die Datei mit einem Microsoft-eigenen Programm zu öffnen. Microsoft Paint 11.2410.28.0Kontextmenü für Bilder mit Paint 11.2410.28.0 War die Liste mit Clipchamp, Notepad und der Fotos-App ohnehin schon mit drei Windows-Apps zum Öffnen gut gefüllt, wächst sie indessen um einen Eintrag für das Öffnen mit Paint. Dabei handelt es sich um die Standard-Einträge, wohlgemerkt. Wer also Photoshop, einen Bildbetrachter oder ein Konvertierungsprogramm installiert hat, findet an gleicher Stelle noch weitere Einträge zur Verarbeitung der Dateien in ebenjenen Tools.

Nicht selten dürften daher künftig gern fünf, sechs oder mehr Einträge im Kontextmenü von Windows 11 allein für die Bearbeitung von Bildern mit bestimmten Programmen auftauchen. Das Ergebnis ist eine wenig übersichtliche Liste, die mit Tools belegt ist, die die meisten Anwender nur in den seltensten Fällen wirklich nutzen dürften.

Unter Windows-Enthusiasten auf Social Media kommt entsprechend der Wunsch auf, dass Microsoft das Kontextmenü doch bitte etwas entschlacken möge. Schließlich dient es doch zum schnellen Zugriff auf eine Reihe ausgewählter und nützlicher Funktionen oder Programme. Genau dies ist aber nicht mehr gegeben, wenn man sich erst durch eine lange Liste von Optionen ackern muss.

Zusammenfassung
  • Windows 11-Kontextmenü wird durch neue Einträge immer umfangreicher
  • Neue Paint-Version fügt weiteren Eintrag zum Öffnen von Bildern hinzu
  • Kontextmenü enthält nun vier Microsoft-Apps zum Öffnen von Dateien
  • Zusätzliche Programme erhöhen die Anzahl der Einträge weiter
  • Nutzer wünschen sich eine Verschlankung des überladenen Kontextmenüs
  • Übersichtlichkeit und schneller Zugriff auf Funktionen leiden darunter
  • Microsofts Ansatz steht im Widerspruch zum Zweck des Kontextmenüs

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