Insider: Geldnot und Chaos bei Star Citizen, Gespräch mit Microsoft
Star Citizen steckt auch nach 12 Jahren Entwicklung und fast 800 Millionen Dollar Budget in Schwierigkeiten. Mitarbeiter berichten von Problemen bei der Entwicklung und Geldnot beim Studio Cloud Imperium Games. Eine Hoffnung: Geld von Microsoft.
Laut Insider-Berichten kämpft das Studio mit ineffizienten Entwicklungsprozessen, übermäßigem Mikromanagement und einer schwierigen Arbeitskultur. Besonders die Perfektion von Firmengründer Chris Roberts wird als Hindernis für den Fortschritt des Projekts gesehen. Mitarbeiter berichten, dass Roberts täglich grundlegende Änderungen am Spiel vornimmt, was zu wochenlangen Verzögerungen führt.
All dies führt zu einem ernsten Problem für eines der am meisten unterstützten Crowdfunding-Projekte aller Zeiten: Dem Studio scheinen langsam die finanziellen Mittel auszugehen. Von den bisher eingesammelten 790 Millionen Dollar wurden laut offiziellen Angaben bereits 637 Millionen für die Entwicklung ausgegeben. Bei jährlichen Kosten von über 100 Millionen Dollar dürften die Reserven bald aufgebraucht sein. Dies spüren offenbar auch die Mitarbeiter:
Trotz der internen Schwierigkeiten bleibt die Euphorie in der Fan-Community nach der kürzlich abgehaltenen CitizenCon 2024 hoch. Dort wurden neue Features wie erweiterter Basisbau und neue Sternensysteme vorgestellt. Auch ein ausführlicher Blick auf die Einzelspieler-Kampagne Squadron 42 wurde gewährt, deren Veröffentlichung allerdings nicht vor 2026 erwartet wird.
Was haltet ihr von der aktuellen Situation bei Star Citizen? Glaubt ihr, das Spiel wird jemals fertiggestellt oder seht ihr es auf dem Weg zum Scheitern? Teilt eure Gedanken in den Kommentaren!
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Schwierigkeiten im Orbit
Nach 12 Jahren Entwicklung (14 Jahren seit der Ankündigung) und fast 800 Millionen Dollar an eingesammelten Geldern scheint Star Citizen, das ehrgeizige Weltraum-Spiel von Chris Roberts, immer noch weit von der Fertigstellung entfernt zu sein. Aktuelle und ehemalige Mitarbeiter des Entwicklerstudios Cloud Imperium Games (CIG) berichten von anhaltenden Problemen bei der Spielentwicklung und zunehmenden finanziellen Engpässen.Laut Insider-Berichten kämpft das Studio mit ineffizienten Entwicklungsprozessen, übermäßigem Mikromanagement und einer schwierigen Arbeitskultur. Besonders die Perfektion von Firmengründer Chris Roberts wird als Hindernis für den Fortschritt des Projekts gesehen. Mitarbeiter berichten, dass Roberts täglich grundlegende Änderungen am Spiel vornimmt, was zu wochenlangen Verzögerungen führt.
Manchmal können die einfachsten Features von Roberts ein halbes Dutzend Mal überprüft werden, nur um sie dann bei der siebten Überarbeitung zu verwerfen oder zu ändern.Meetings über kleinste Details wie die Platzierung von Objekten, mit denen Spieler wahrscheinlich nie interagieren werden, können sich demnach über Stunden hinziehen.
Technische Herausforderungen und finanzielle Engpässe
Die als schwierig beschriebene Star Engine, eine stark modifizierte Version der CryEngine, stellt eine zusätzliche Herausforderung dar. Entwickler bezeichnen sie als "Frankenstein-Kreation" - ein Sammelsurium lose verbundener Elemente, die täglich verändert werden. Dies erschwert die Arbeit erheblich und führt zu weiteren Verzögerungen.All dies führt zu einem ernsten Problem für eines der am meisten unterstützten Crowdfunding-Projekte aller Zeiten: Dem Studio scheinen langsam die finanziellen Mittel auszugehen. Von den bisher eingesammelten 790 Millionen Dollar wurden laut offiziellen Angaben bereits 637 Millionen für die Entwicklung ausgegeben. Bei jährlichen Kosten von über 100 Millionen Dollar dürften die Reserven bald aufgebraucht sein. Dies spüren offenbar auch die Mitarbeiter:
- Gehaltserhöhungen wurden eingefroren
- Anfang des Jahres kam es zu Entlassungen von schätzungsweise 100 bis 150 Angestellten in den US-Büros
- Gleichzeitig wird von fragwürdigen Ausgaben berichtet, wie teure Spezialanfertigungen für das neue Büro in Manchester
Personalfluktuation und Arbeitskultur
Die anhaltenden Probleme haben dazu geführt, dass viele erfahrene Entwickler das Unternehmen verlassen haben. Sie werden oft durch jüngere, unerfahrenere und günstigere Mitarbeiter ersetzt. Dies hat laut Insidern zu einer "kultartigen Mentalität" im Studio geführt, in der es schwierig ist, Kritik zu äußern oder Verbesserungsvorschläge einzubringen.Trotz der internen Schwierigkeiten bleibt die Euphorie in der Fan-Community nach der kürzlich abgehaltenen CitizenCon 2024 hoch. Dort wurden neue Features wie erweiterter Basisbau und neue Sternensysteme vorgestellt. Auch ein ausführlicher Blick auf die Einzelspieler-Kampagne Squadron 42 wurde gewährt, deren Veröffentlichung allerdings nicht vor 2026 erwartet wird.
Suche nach neuen Finanzierungsquellen
Um die Finanzierung des Projekts sicherzustellen, sucht CIG offenbar nach zusätzlichen Geldquellen. Eine der jüngsten Entwicklungen: Das Entwicklerteam soll sich an Microsoft als potenziellen Geldgeber gewandt haben, dabei soll Squadron 42 als Demo gezeigt worden sein. Details zu diesem Treffen gibt es bisher aber nicht.Was haltet ihr von der aktuellen Situation bei Star Citizen? Glaubt ihr, das Spiel wird jemals fertiggestellt oder seht ihr es auf dem Weg zum Scheitern? Teilt eure Gedanken in den Kommentaren!
Zusammenfassung
- Star Citizen nach 12 Jahren Entwicklung und 800 Mio. $ weit von Fertigstellung entfernt
- Ineffiziente Prozesse und Mikromanagement behindern Fortschritte des Projekts
- Entwickler kämpfen mit schwieriger 'Star Engine' und ständigen Änderungen
- Finanzielle Engpässe führen zu Gehaltseinfrierungen und Entlassungen
- Erfahrene Mitarbeiter verlassen das Unternehmen, werden durch Unerfahrene ersetzt
- Trotz interner Schwierigkeiten bleibt die Euphorie in der Fan-Community hoch
- CIG sucht nach zusätzlichen Geldgebern, u.a. Gespräche mit Microsoft
Siehe auch:
- Star Citizen: Neues "Alles drin"-Paket ist da und kostet über 53.000 Euro
- Wunder gibt es immer wieder: Star Citizen Squadron 42 ist fertig
- Weltraum-Sim Star Citizen ist bis Ende des Monats kostenlos spielbar
- Genial oder Betrug? Star Citizen erreicht halbe Mrd. $ im Crowdfunding
- Star Citizen: Neues Schiffs-Paket muss Fans 40.000 US-Dollar wert sein
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