1 Milliarde Dollar: Star Citizen erreicht absurden Budget-Meilenstein

Das Weltraumspiel Star Citizen hat einen neuen Meilenstein erreicht. Mittlerweile hat das Projekt mittels Crowdfunding über eine Milliarde Dollar eingesammelt. Trotz des enormen Budgets und 14 Jahren Entwicklungszeit fehlt von einer fertigen Version noch jede Spur.
Star Citizen, Star Citizen Logo

Milliarden-Budget ohne Release

Star Citizen machte in der Vergangenheit immer wieder aufgrund seiner kostspieligen In-Game-Pakete auf sich aufmerksam. Außerdem genießt das Spiel den Ruf eines nie endenden Projekts. Zwar soll ein Release der Kampagne namens Squadron 42 und der 1.0-Release des Hauptspiels in Sichtweite sein, doch die Entwicklung dürfte auch dann nicht aufhören. Deshalb sammelt das Studio rund um Gründer Chris Roberts auch weiterhin fleißig Spenden von seinen Fans. Dabei wurde jetzt ein historischer Meilenstein erreicht.

Nach 14 Jahren Entwicklungszeit hat das Projekt laut dem Tracker auf der offiziellen Webseite jetzt über eine Milliarde Dollar (etwa 859 Millionen Euro) von mehr als sechs Millionen Unterstützern eingesammelt. Damit gehört das Projekt zu den Spielen mit den höchsten Budgets aller Zeiten.

Squadron 42: Release Trailer 2026

Fokus auf Squadron 42

Mittlerweile arbeiten bei Entwickler Cloud Imperium Games über 1000 Angestellte an Standorten wie Frankfurt, Austin und Manchester an dem digitalen Universum. Trotz der enormen personellen und finanziellen Ressourcen befindet sich das Hauptspiel weiterhin offiziell in der Alpha-Phase.

Ein großer Teil der Einnahmen fließt in die parallele Entwicklung von Squadron 42. Die aufwendige Einzelspieler-Auskopplung setzt auf die Zusammenarbeit mit bekannten Hollywood-Schauspielern wie Mark Hamill, Gary Oldman, Henry Cavill und Gillian Anderson. Der Release der Kampagne soll laut Roberts jedoch "kurz bevorstehen".

Kritik an der Finanzierung

Die Finanzierungsmethoden des Studios sorgen regelmäßig für Kritik in der Spielergemeinschaft. So verkauft das Unternehmen gerade etwa ein virtuelles Raumschiff namens Anvil Odin für 5000 Dollar (etwa 4297 Euro). Das Kuriose daran ist, dass das Schiff im Spiel momentan noch gar nicht nutzbar ist. Berichten zufolge verlangten die Entwickler von potenziellen Käufern sogar eine Art Bewerbungsschreiben, um das digitale Objekt erwerben zu dürfen.

Neben den monetären Aspekten fasziniert Star Citizen durch einen hohen technischen Anspruch. Ein Beispiel dafür ist die Implementierung der Face-over-IP-Technologie. Das System erlaubt es, die realen Gesichtsausdrücke der Spieler mittels Webcam direkt auf die Avatare im Spiel zu übertragen. Zudem simulieren die Entwickler physikalische Details wie die Abnutzung von Raumschiffhüllen oder die Auswirkungen der Schwerkraft auf den Blutkreislauf der Piloten bei extremen Flugmanövern.

Trotz der hohen Detailverliebtheit bleibt der Verkauf von spielmechanischen Vorteilen gegen Echtgeld ein häufiger Streitpunkt. Allerdings binden die Schöpfer ihre Geldgeber durch offene Kommunikation, wie wöchentliche Entwickler-Blogs und regelmäßige Fantreffen, eng an das Vorhaben. Wohl nicht zuletzt deswegen reißt die Spendenbereitschaft auch nach über einem Jahrzehnt nicht ab.

Habt ihr bereits Geld in Star Citizen investiert, wartet ihr lieber auf den Release oder interessiert euch das Spiel ohnehin nicht? Teilt eure Meinung zu der langen Entwicklungszeit und dem enormen Budget gerne mit uns in den Kommentaren!

Zusammenfassung
  • Star Citizen hat über eine Milliarde Dollar per Crowdfunding eingesammelt
  • Mehr als sechs Millionen Unterstützer haben das Projekt bisher finanziert
  • Nach 14 Jahren Entwicklungszeit ist das Spiel weiterhin in der Alpha
  • Cloud Imperium Games beschäftigt über 1000 Angestellte an drei Standorten
  • Squadron 42 entsteht mit Hollywood-Stars wie Mark Hamill und Gary Oldman
  • Ein Raumschiff wird für 5000 Dollar verkauft, obwohl es nicht nutzbar ist
  • Technische Details wie Gesichtserkennung per Webcam werden im Spiel genutzt

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