Russland sperrt sicheren Messenger Signal
Der Messenger Signal ist in Russland und Venezuela gesperrt. Die für ihre Verschlüsselung bekannte Messaging-App, mit der nicht wenige Nutzer versuchen, einer Zensur durch staatliche Stellen zu entgehen, scheint den Behörden der beiden Länder ein Dorn im Auge zu sein.
Der Pressedienst von Roskomnadzor habe gegenüber der Agentur mitgeteilt, dass man den Zugang zu Signal eingeschränkt habe, weil die Anforderungen des russischen Gesetzgebers nicht erfüllt seien, die einzuhalten seien, um die Verwendung des Messengers zu terroristischen und extremistischen Zwecken zu verhindern, hieß es.
Signal soll allerdings weiterhin verwendet werden können, wenn man die integrierte Funktion zur Umgehung von Zensurmaßnahmen aktiviert.
Erst in jüngster Vergangenheit hatte die russische Regierung eine Drosselung der Zugriffsgeschwindigkeit bei dem von Google betriebenen Video-Streaming-Dienst YouTube veranlasst, was man mit angeblicher Zensur russischer Quellen begründete. Inzwischen gibt es aber auch diverse Berichte von Nutzern, laut denen YouTube derzeit überhaupt nicht mehr frei nutzbar ist.
Auch in Venezuela ist Signal zur Zeit nicht mehr nutzbar. Dort lässt sich Signal nach Angaben von NetBlocks ebenfalls über eine Reihe verschiedener Internet-Zugangsanbieter nicht mehr zu erreichen. Hintergrund ist die kürzlich durchgeführte Präsidentschaftswahl, bei der der bisherige Amtsinhaber Nicolás Maduro und der Oppositionskandidat Edmundo Gonzalez jeweils den Sieg für sich beanspruchen.
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Siehe auch:
Staatliche Behörde verweist auf Gesetzesverstöße
Laut einem Bericht der privaten russischen Nachrichtenagentur Interfax hat die staatliche russische Telekommunikationsaufsicht Roskomnadzor jüngst ein Verbot gegen Signal verhängt. Die Behörde begründet den Schritt damit, dass Signal angeblich gegen russisches Recht verstößt. Den Angaben zufolge hält sich Signal nicht an gesetzliche Vorgaben, die zur Vorbeugung gegen Terrorismus und Extremismus dienen.Der Pressedienst von Roskomnadzor habe gegenüber der Agentur mitgeteilt, dass man den Zugang zu Signal eingeschränkt habe, weil die Anforderungen des russischen Gesetzgebers nicht erfüllt seien, die einzuhalten seien, um die Verwendung des Messengers zu terroristischen und extremistischen Zwecken zu verhindern, hieß es.
Sperre kann mit Anti-Zensur-Funktion umgangen werden
Tatsächlich ist es aktuell nicht mehr möglich, ein neues Nutzerkonto bei Signal anzulegen, ohne dafür ein VPN zu verwenden. Auch soll das Backend des Messengers über die meisten russischen Netzbetreiber aktuell nicht mehr zu erreichen sein, meldet die Organisation NetBlocks. Hintergrund sind wahrscheinlich die Aktivitäten der ukrainischen Armee auf russischem Staatsgebiet in der Region Kursk.Signal soll allerdings weiterhin verwendet werden können, wenn man die integrierte Funktion zur Umgehung von Zensurmaßnahmen aktiviert.
Erst in jüngster Vergangenheit hatte die russische Regierung eine Drosselung der Zugriffsgeschwindigkeit bei dem von Google betriebenen Video-Streaming-Dienst YouTube veranlasst, was man mit angeblicher Zensur russischer Quellen begründete. Inzwischen gibt es aber auch diverse Berichte von Nutzern, laut denen YouTube derzeit überhaupt nicht mehr frei nutzbar ist.
Auch in Venezuela ist Signal zur Zeit nicht mehr nutzbar. Dort lässt sich Signal nach Angaben von NetBlocks ebenfalls über eine Reihe verschiedener Internet-Zugangsanbieter nicht mehr zu erreichen. Hintergrund ist die kürzlich durchgeführte Präsidentschaftswahl, bei der der bisherige Amtsinhaber Nicolás Maduro und der Oppositionskandidat Edmundo Gonzalez jeweils den Sieg für sich beanspruchen.
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Zusammenfassung
- Signal ist in Russland und Venezuela gesperrt
- Roskomnadzor verhängt Verbot wegen Verstoßes gegen russisches Recht
- Gesetze gegen Terrorismus und Extremismus als Begründung
- Neuregistrierungen bei Signal in Russland nur via VPN möglich
- Zugriff auf Signal in Venezuela nach Präsidentschaftswahl blockiert
- Russische Regierung drosselt auch YouTube wegen angeblicher Zensur
Siehe auch:
- Rückschlüsse auf kommerzielle Messenger: Signal legt Kosten offen
- URL-Trick ermöglicht WhatsApp-, Signal- und iMessage-Phishing
- Warentest: Messenger Signal vorne, WhatsApp liegt nur im Mittelfeld
- Messenger Signal ist nach Ausfall wieder zurück, aber nicht fehlerfrei
- Elon Musk ruft zur Nutzung von Messenger Signal auf und Massen folgen
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