Messenger der US-Regierungs-Angestellten:
Signal jetzt auf X blockiert

Auf der Social-Media-Plattform X werden aktuell offenbar Links blockiert, die Nutzer zum Kryptomessenger Signal führen. Hintergrund ist wahrscheinlich die Rolle der Plattform bei der Kommunikation zwischen US-Staatsangestellten.
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Mockup WinFuture

Viele Fehlermeldungen

Immer wieder kommt es aktuell vor, dass Nutzer nur Fehlermeldungen bekommen, wenn sie einen Link zur Domain "Signal.me" in ein X-Posting oder eine Direktnachricht schreiben wollen. Diverse Beispiele hierfür hat der Journalist Matt Binder gesammelt. Diese speziellen Links ermöglichen es Nutzern, direkt kontaktiert zu werden, da man bei einem Klick direkt einen entsprechenden Kontakt im Signal-Messenger erhält.

Eine der Fehlermeldungen erklärt: "Wir können diese Anfrage nicht abschließen, da dieser Link von X oder unseren Partnern als potenziell schädlich eingestuft wurde." Eine weitere Nachricht weist darauf hin, dass die Aktion als automatisiert erkannt wurde und zum Schutz vor Spam blockiert wird. Selbst das Hinzufügen eines Signal.me-Links zur Profilbeschreibung ist nicht möglich - hier erscheint die Fehlermeldung: "Konten-Update fehlgeschlagen. Die Beschreibung wird als Malware eingestuft."


Auch bereits veröffentlichte Signal.me-Links sind betroffen. Wer versucht, einen solchen Link anzuklicken, wird auf eine Warnseite von X weitergeleitet, die darauf hinweist, dass die URL als möglicherweise unsicher oder spamverdächtig gilt. Allerdings bleibt es Nutzern hier zumindest möglich, die Warnung zu ignorieren und den Link dennoch zu öffnen.

Wann genau X diese Blockade eingeführt hat, ist unklar. Bis in jüngster Vergangenheit konnten Nutzer noch Signal.me-Links in ihren Profilen oder Beiträgen teilen. Andere Signal-Links, die etwa die Domain Signal.org nutzen, scheinen jedoch weiterhin erlaubt zu sein. Links zu anderen Messaging-Diensten, etwa Telegram, sind hingegen nicht blockiert.

An Musk vorbei

Eine offizielle Stellungnahme zu der Sache gibt es bisher nicht. Allerdings wird vermutet, dass die Sperrung in Verbindung mit den jüngsten Aktivitäten des X-Eigners Elon Musk steht. Dieser führt derzeit gemeinsam mit seinem Partner, dem neuen US-Präsidenten Donald Trump, einen regelrechten Staatsstreich durch.

Unter dem Vorwand der Kostensenkung für den Staat werden unter der Leitung des rechtsextremen Unternehmers aktuell diverse US-Bundesbehörden geschliffen und zahlreiche Angestellte entlassen. Diese nutzen hauptsächlich Signal, um miteinander über die aktuellen Vorgänge zu sprechen, da dies ein Messenger mit vertrauenswürdigem Hintergrund und sicherer Infrastruktur ist.

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Zusammenfassung
  • Links zum Krypto-Messenger Signal werden auf X (ehemals Twitter) blockiert
  • Nutzer erhalten Fehlermeldungen beim Teilen von Signal.me-Links auf X
  • Bereits veröffentlichte Signal.me-Links führen zu einer Warnseite
  • Andere Signal-Links (z.B. Signal.org) scheinen weiterhin erlaubt zu sein
  • Vermuteter Zusammenhang mit Aktivitäten von X-Eigner Elon Musk und Trump
  • US-Bundesbehörden werden unter Musks Leitung umstrukturiert
  • Signal wird von Regierungsangestellten zur sicheren Kommunikation genutzt

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