Selbst PC-Enthusiasten wollen nicht extra für KI-Hardware zahlen

Seit Monaten bemühen sich die Hardware-Hersteller, Systeme bereitzustellen, die besonders gut bei der Arbeit mit KI-Algorithmen punkten. Allerdings sieht es derzeit danach aus, dass es hierfür überhaupt keine nennenswerte Zielgruppe gibt.
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84 Prozent sagen Nein

Vorreiter im Hinblick auf KI-Support war Qualcomm, die ARM-basierte SoCs mit speziellen NPU-Einheiten für die verschiedenen Copilot+-PCs bereitstellen, die auf Microsofts KI-Angebote optimiert sind. Aber auch die klassischen Anbieter von PC-Prozessoren, Intel und AMD, arbeiten aktiv an dem Thema und die Gerätehersteller bringen nach und nach immer mehr neue Systeme dieser Art auf den Markt.

Selbst unter PC-Enthusiasten fallen diese Bemühungen aber bislang nicht auf fruchtbaren Boden. In einer Umfrage im Forum TechPowerUp, an der sich über 26.000 Nutzer beteiligten, gaben immerhin 84 Prozent an, dass sie nicht bereit sind, einen Aufpreis für die KI-Features zu bezahlen. Nur 7 Prozent wären hingegen bereit, speziell für diese neuen Fähigkeiten zu zahlen.


Hier handelte es sich zwar nicht gerade um eine repräsentative Studie erfahrener Marktforscher, trotzdem lässt sich an dem Ergebnis einiges ablesen. Immerhin versammeln sich in dem Forum vor allem Anwender, die sich aktiv mit der PC-Nutzung auseinandersetzen und bei denen neue Entwicklungen eigentlich besonders gut aufgenommen werden.

Keine kritischen Features

Einige Nutzer kommentierten ihr Abstimmungsverhalten auch und hier zeigt sich recht klar, wo das Problem liegt: Für die meisten User stellen die KI-Features bisher eher nette Spielereien dar, die aber keineswegs zu den wichtigen Features für den Alltag gehören. Für diese Anwender stellt sich also die Frage, ob es sinnvoll ist, mehr Geld in einen Rechner zu investieren, mit dem man dann etwas schneller hübsche Bildchen generieren kann. An dieser Stelle wird die Antwort dann schnell klar.

Trotzdem wird man damit rechnen können, dass spätestens im Weihnachtsgeschäft die große Marketing-Welle anrollen wird. Wenn die Hersteller hier dann den Eindruck vermitteln können, dass man nur mit den neuen KI-PCs wirklich vorn dabei ist, werden die Absatzzahlen wahrscheinlich auch passen. Wie tragfähig dies dann längerfristig sein wird, dürfte aber von anderen Faktoren abhängen.

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Zusammenfassung
  • Hardware-Hersteller entwickeln KI-optimierte Systeme
  • Qualcomm führt mit speziellen NPU-Einheiten für KI
  • Intel und AMD arbeiten ebenfalls an KI-Prozessoren
  • TechPowerUp-Umfrage: 84% gegen Aufpreis für KI-Features
  • Nur 7% der Befragten würden für KI-Features zahlen
  • KI-Features gelten als nette, aber unnötige Extras
  • Marketing könnte Weihnachtsverkäufe von KI-PCs ankurbeln

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