Neue KI-PCs - altes Problem:
ARM-Rechner steigen bei Spielen oft aus
Die neuesten Windows-Computer mit KI-Features, die sogenannten Copilot+-PCs, sollen laut Microsoft-Chef Satya Nadella die besten technischen Spezifikationen bieten. Doch diese Geräte haben ein Problem: Sie sind mit vielen beliebten Videospielen inkompatibel.
Allerdings gibt es im Gaming-Bereich bisher noch massive Probleme - und das dürfte den Verkaufserfolg der Geräte massiv mit beeinflussen. Viele beliebte Titel wie "League of Legends" und "Fortnite", wurden für die x86-Chip-Architektur von Intel entwickelt. Um diese Programme auf den neuen ARM-Systemen auszuführen, ist eine Softwareebene notwendig, die die Befehle passend übersetzt. Das aber kann zu Fehlern, Störungen oder nicht funktionierenden Spielen führen, berichtet das Wall Street Journal.
Das Problem ist demnach weitverbreitet: Etwa 1300 PC-Spiele wurden auf Kompatibilität mit den neuen ARM-basierten PCs getestet, und nur etwa die Hälfte lief reibungslos, erklärte James McWhirter, Analyst bei der Marktforschungsfirma Omdia. Viele weniger populäre Spiele wurden noch gar nicht getestet.
Microsoft bestätigte, dass einige Spiele auf den neuen Copilot+ PCs möglicherweise nicht spielbar sind, insbesondere solche mit hohen grafischen Anforderungen. Das Unternehmen betonte jedoch sein Engagement, ein qualitativ hochwertiges Spielerlebnis zu bieten. Für Spieler, die eine hohe Leistung und native Spielerfahrung wünschen, sei es jedoch ratsam, auf alternative, für Gaming optimierte PCs zurückzugreifen.
Dies zeigt sich auch, wenn man sich unter Gamern umhört. Hier vermeiden es viele, zu den neuen ARM-Systemen zu greifen und warten mit Neuanschaffungen lieber, bis auch entsprechende Intel-Systeme zu bekommen sind. Und dies gilt ohnehin meist nur für das Notebook als Zweitrechner - bis richtige Gaming-PCs mit Copilot+-Branding auf den Markt kommen werden, dürfte noch einige Zeit vergehen.
Siehe auch:
Viele Titel inkompatibel
Microsoft und seine Partner haben im Frühjahr die ersten Copilot+ PCs auf den Markt gebracht, die über Funktionen wie die Erstellung von KI-generierten Bildern und Videos verfügen. Anstelle der seit Jahrzehnten genutzten Intel-Chips setzen diese neuen Laptops jedoch auf Chips von Qualcomm, die auf Designs des britischen Unternehmens ARM basieren.Allerdings gibt es im Gaming-Bereich bisher noch massive Probleme - und das dürfte den Verkaufserfolg der Geräte massiv mit beeinflussen. Viele beliebte Titel wie "League of Legends" und "Fortnite", wurden für die x86-Chip-Architektur von Intel entwickelt. Um diese Programme auf den neuen ARM-Systemen auszuführen, ist eine Softwareebene notwendig, die die Befehle passend übersetzt. Das aber kann zu Fehlern, Störungen oder nicht funktionierenden Spielen führen, berichtet das Wall Street Journal.
Das Problem ist demnach weitverbreitet: Etwa 1300 PC-Spiele wurden auf Kompatibilität mit den neuen ARM-basierten PCs getestet, und nur etwa die Hälfte lief reibungslos, erklärte James McWhirter, Analyst bei der Marktforschungsfirma Omdia. Viele weniger populäre Spiele wurden noch gar nicht getestet.
Microsoft bestätigte, dass einige Spiele auf den neuen Copilot+ PCs möglicherweise nicht spielbar sind, insbesondere solche mit hohen grafischen Anforderungen. Das Unternehmen betonte jedoch sein Engagement, ein qualitativ hochwertiges Spielerlebnis zu bieten. Für Spieler, die eine hohe Leistung und native Spielerfahrung wünschen, sei es jedoch ratsam, auf alternative, für Gaming optimierte PCs zurückzugreifen.
Chance für Intel
Qualcomm erklärte ebenfalls, dass die Chips in den neuen KI-PCs derzeit nicht als Gaming-Plattform betrachtet werden, jedoch werde an der Verbesserung der Situation gearbeitet. Allerdings könnte hier der Hebel liegen, an dem Intel ansetzen kann: Der kriselnde Chipkonzern bringt jetzt eigene Prozessoren auf den Markt, die den Anforderungen für Copilot+-PCs entsprechen sollen. Hier dürften dann auch die KI-interessierten Gamer zufriedengestellt werden können.Dies zeigt sich auch, wenn man sich unter Gamern umhört. Hier vermeiden es viele, zu den neuen ARM-Systemen zu greifen und warten mit Neuanschaffungen lieber, bis auch entsprechende Intel-Systeme zu bekommen sind. Und dies gilt ohnehin meist nur für das Notebook als Zweitrechner - bis richtige Gaming-PCs mit Copilot+-Branding auf den Markt kommen werden, dürfte noch einige Zeit vergehen.
Zusammenfassung
- Microsofts neue Copilot+-PCs bieten fortschrittliche KI-Funktionen
- Diese Geräte verwenden Qualcomm-Chips statt traditioneller Intel-Chips
- Viele populäre Spiele wie "League of Legends" sind inkompatibel
- Nur etwa die Hälfte der getesteten 1300 Spiele funktioniert reibungslos
- Microsoft rät Gamern, auf spezialisierte Gaming-PCs zurückzugreifen
- Qualcomm sieht die KI-PCs derzeit nicht als Gaming-Plattform
- Intel plant eigene Prozessoren, die auch Gamer ansprechen sollen
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