Das am längsten verzögerte Spiel aller Zeiten ist nun erschienen
Der Spieledesigner Fabio Belsanti dürfte in der Gaming-Geschichte gleich mehrere Rekorde für sich beanspruchen können. Nicht nur, dass er das am längsten verzögerte Spiel aller Zeiten zum Release brachte - nie kam ein Titel so lange nach einem Plattform-Ende heraus.
In den ersten beiden Jahren wurde auch viel an dem Projekt gearbeitet. Mit der Zeit wurde es aber immer mehr zu einer Nebensache, da eine Fertigstellung lange nicht absehbar war. Hinzu kam, dass später auch die Plattform, für die Kien entwickelt wurde, vom Markt verschwand: Das Spiel sollte auf dem Game Boy Advance laufen, dessen Produktion 2009 endgültig eingestellt wurde.
Das war nun die Chance, die dafür sorgte, dass Kien nicht endgültig in der Versenkung verschwand. Belsanti sorgte dafür, dass der Titel endlich fertig wurde. Mit Incube8 fand sich auch ein Publisher, der sich ohnehin auf ältere Spieleplattformen spezialisiert hat. So ist Kien jetzt endlich als Cartridge für den Gameboy Advance zu haben - allerdings zu einem recht stolzen Preis von 60 Dollar.
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Viel Optimismus - wenig Erfahrung
Das jetzt veröffentlichte Spiel trägt den Namen "Kien". Die Entwicklung begann bereits im Jahr 2002. Damals machten sich Belsanti und vier seiner Freunde ans Werk - sie brachten zwar keine Erfahrungen in der Spieleentwicklung oder in der Programmierung mit, dafür aber eine große Liebe zum Gaming und einen offenbar fast schon grenzenlosen Optimismus, wie aus einem Bericht der britischen Tageszeitung The Guardian hervorgeht.In den ersten beiden Jahren wurde auch viel an dem Projekt gearbeitet. Mit der Zeit wurde es aber immer mehr zu einer Nebensache, da eine Fertigstellung lange nicht absehbar war. Hinzu kam, dass später auch die Plattform, für die Kien entwickelt wurde, vom Markt verschwand: Das Spiel sollte auf dem Game Boy Advance laufen, dessen Produktion 2009 endgültig eingestellt wurde.
Kien: Das neueste Spiel für den alten Game Boy Advance
Es zog sich
Vielleicht hätte zuvor ein Motivationsschub dafür gesorgt, dass das Spiel eher fertig wird. Dieser blieb aber nicht nur aus, sondern es gab eben immer weitere Rückschläge. So zog sich der Verlag, mit dem die Gruppe zusammenarbeiten wollte, wegen mangelnder Gewinnaussichten wieder zurück. Immerhin kostete bereits die Produktion einer Cartridge für das Spielsystem 15 Dollar.Die Summe, die allein für den Druck der ersten Exemplare erforderlich war, war enorm, insbesondere da die Chancen auf einen kommerziellen Erfolg aufgrund der damaligen Branchentrends gering waren.Die ursprünglichen Mitglieder des Teams gingen daher irgendwann ihrer Wege. Belsanti blieb der Spieleentwicklung allerdings treu und gründete die Firma AgeOfGames, die heute in erster Linie Lernspiele produziert. Dann aber wurde das Retro-Gaming ein immer größeres Thema. In den Social Networks bildeten sich lebendige Communities um alte Spiele und ihre Plattformen und die Hersteller brachten Nachbildungen auf den Markt, an denen sich die Games aus alten Zeiten wieder spielen ließen.
Das war nun die Chance, die dafür sorgte, dass Kien nicht endgültig in der Versenkung verschwand. Belsanti sorgte dafür, dass der Titel endlich fertig wurde. Mit Incube8 fand sich auch ein Publisher, der sich ohnehin auf ältere Spieleplattformen spezialisiert hat. So ist Kien jetzt endlich als Cartridge für den Gameboy Advance zu haben - allerdings zu einem recht stolzen Preis von 60 Dollar.
Zusammenfassung
- Fabio Belsanti bringt verzögertes Spiel "Kien" heraus
- Spielentwicklung begann 2002, Team ohne Erfahrung
- "Kien" sollte auf dem Game Boy Advance erscheinen
- Plattform wurde 2009 eingestellt, Spiel dennoch fertiggestellt
- Hohe Produktionskosten und geringe Gewinnerwartung
- Belsanti gründete AgeOfGames, fokussiert auf Lernspiele
- Durch Retro-Gaming-Trend konnte "Kien" veröffentlicht werden
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