Windows 11: Hacker bringt "Recall" auf ältere Hardware - ohne Nutzen
Der neue "KI-Explorer" von Windows 11 namens Recall wird zunächst nur in Verbindung mit ARM-PCs nutzbar sein. Ein Windows-Tüftler hat jedoch bereits begonnen, Windows 11 Recall auch auf älterer ARM- und x86-Hardware zum Laufen zu bringen - mit begrenztem Erfolg.
Zunächst veröffentlichte Albacore auf seinem X/Twitter-Account einen ersten Screenshot, der den Versuch einer Installation von KI-Komponenten von Windows 11 in der Release-Preview-Build 26100.712 auf einem System mit einem älteren zeigt, in dem offensichtlich ein x86-kompatibler und eben kein ARM-Prozessor verbaut ist. Dies gelingt mit viel Gefummel offensichtlich durchaus, aber nur mit begrenztem Erfolg.
So zeigte Albacore im weiteren Verlauf anhand des obenstehenden Videos auch, dass Recall auf seinem Intel- oder AMD-basierten System tatsächlich auch funktioniert, nur eben nicht wie erhofft. So benötigt man für die Nutzug bestimmte, spezielle Machine-Learning-Pakete (ML-Bundles), die Microsoft über das Internet auf den jeweiligen PC liefert, doch diese sind in der aktuellen Version von Recall nur für ARM64-basierte Systeme verfügbar.
Wie Albacore in seinem Folge-Post erklärt, haben die Gerätehersteller bisher nur ARM64-spezifische ML-Bundles erhalten, so dass es für externe Personen aktuell schlicht keine Möglichkeit gibt, die Recall-Funktion auf Intel- oder AMD-Chips vollumfänglich zum Laufen zu bekommen - auch nicht mit reduzierter Performance.
Selbst wenn es irgendwann - also im Zuge der Einführung erster Intel- und AMD-Chips mit stärkeren Neural Processing Units (NPUs) im weiteren Jahresverlauf - gelingen sollte, x86-spezifische ML-Bundles für die Aktivierung von Recall auf älterer Hardware zu nutzen, dürfte die Performance enttäuschen.
Microsoft setzt nicht ohne Grund mindestens 45 TOPS NPU-Leistung voraus, da die KI-Aufgaben von dieser dedizierten Hardware erledigt werden sollte. Würde man sie mit einer normalen CPU verarbeiten, die keine hohe NPU-Performance hat, dürfte das Nutzungserlebnis keineswegs zufriedenstellend sein.
Siehe auch:
ARM-spezifische ML-Bundles nötig
Wer Recall nutzen will, braucht dafür einen PC mit einem der neuen Qualcomm-Prozessoren aus der Snapdragon-X-Serie. Diese sind allerdings erst ab ungefähr Mitte Juni überhaupt zu haben. Der Windows-Frickler Albacore fackelte deshalb nach der Verfügbarkeit der ersten Release-Preview-Build von Windows 11 24H2 mit integrierter Recall-Funktionalität nicht lange und begann Versuche, die neue, KI-gestützte Timeline-Funktionalität auch auf anderer Hardware verfügbar zu machen.Zunächst veröffentlichte Albacore auf seinem X/Twitter-Account einen ersten Screenshot, der den Versuch einer Installation von KI-Komponenten von Windows 11 in der Release-Preview-Build 26100.712 auf einem System mit einem älteren zeigt, in dem offensichtlich ein x86-kompatibler und eben kein ARM-Prozessor verbaut ist. Dies gelingt mit viel Gefummel offensichtlich durchaus, aber nur mit begrenztem Erfolg.
Wie Albacore in seinem Folge-Post erklärt, haben die Gerätehersteller bisher nur ARM64-spezifische ML-Bundles erhalten, so dass es für externe Personen aktuell schlicht keine Möglichkeit gibt, die Recall-Funktion auf Intel- oder AMD-Chips vollumfänglich zum Laufen zu bekommen - auch nicht mit reduzierter Performance.
Selbst wenn es irgendwann - also im Zuge der Einführung erster Intel- und AMD-Chips mit stärkeren Neural Processing Units (NPUs) im weiteren Jahresverlauf - gelingen sollte, x86-spezifische ML-Bundles für die Aktivierung von Recall auf älterer Hardware zu nutzen, dürfte die Performance enttäuschen.
Microsoft setzt nicht ohne Grund mindestens 45 TOPS NPU-Leistung voraus, da die KI-Aufgaben von dieser dedizierten Hardware erledigt werden sollte. Würde man sie mit einer normalen CPU verarbeiten, die keine hohe NPU-Performance hat, dürfte das Nutzungserlebnis keineswegs zufriedenstellend sein.
Zusammenfassung
- "KI-Explorer" Recall von Windows 11 nur auf neuen ARM-PCs nutzbar
- Windows-Tüftler versucht Recall auf älterer ARM- und x86-Hardware zu installieren
- Qualcomm-Prozessoren der Snapdragon-X-Serie für Recall nötig, ab Mitte Juni verfügbar
- Albacore zeigt Installation von KI-Komponenten auf älterem x86-System mit begrenztem Erfolg
- Spezielle ML-Bundles für Recall nur für ARM64-basierte Systeme verfügbar
- Gerätehersteller haben bisher nur ARM64-spezifische ML-Bundles erhalten
- Mindestens 45 TOPS NPU-Leistung für zufriedenstellende Recall-Nutzung erforderlich
Siehe auch:
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