Starlink muss Internet liefern - Telekom wollte 20.000 Euro für Anschluss
Das Unternehmen von Elon Musk wurde nun als erster Internetanbieter in Deutschland zur Grundversorgung eines Haushaltes mit Internet verdonnert. Allerdings gibt es noch jede Menge ungeklärte Fragen. Unter anderem auch, wer das Ganze überhaupt bezahlen soll.
Laut Mindestversorgung stehen jedem Haushalt ein Download von zehn Megabit pro Sekunde, und ein Upload von 1,7 Megabit pro Sekunde zu. Im Vergleich zu Geschwindigkeiten, die mit DSL oder Glasfaser normalerweise erreicht werden, sind das natürlich geringe Zahlen. Und auch Starlink bietet per Satellit eigentlich 250 Megabit pro Sekunde.
Auch, wer die zusätzlichen Kosten übernehmen soll, ist noch völlig ungeklärt. Denn für eine Mindestversorgung müssen die Empfänger maximal 30 Euro im Monat bezahlen. Der Bezug von Internet über Starlink kostet hierzulande mit 50 Euro pro Monat allerdings deutlich mehr. Außerdem müsste erst die entsprechende Hardware für einen Preis von rund 350 Euro angeschafft werden, damit der Dienst überhaupt genutzt werden kann.
Wie lange die Besitzer des Grundstücks in Niedersachsen also noch auf ihren Internetzugang warten müssen, ist offen. Eine Alternative zu Starlink ist allerdings nicht praktikabel. Für das Legen eines Internetanschlusses hätte die Telekom mindestens 20.000 Euro berechnet.
Siehe auch:
Recht auf Internet
Seit etwas mehr als drei Jahren haben alle deutschen Haushalte einen rechtlichen Anspruch auf eine Mindestversorgung mit Internet. Trotz bisher über 5500 Beschwerden, kam es erst im März dieses Jahres zum ersten bekannten Fall, bei dem die Bundesnetzagentur einen Netzbetreiber dazu verpflichtete, eine entsprechende Versorgung für ein Grundstück in Niedersachsen herzustellen.Starlink zur Grundversorgung verpflichtet
Wie Netzpolitik jetzt berichtet, soll es sich dabei aber nicht um einen der DSL-, Kabel- oder Glasfaseranbieter wie die Telekom oder Vodafone handeln. Vielmehr hat die Bundesnetzagentur das Unternehmen Starlink von Elon Musk in die Pflicht genommen. Obwohl für die Mindestversorgung per Satellit keine neuen Kabel und Anschlüsse gelegt werden müssen, gibt es doch einige ungelöste Probleme. Infografik Starlink: Wo es das Satelliteninternet von Musk schon heute gibt
Laut Mindestversorgung stehen jedem Haushalt ein Download von zehn Megabit pro Sekunde, und ein Upload von 1,7 Megabit pro Sekunde zu. Im Vergleich zu Geschwindigkeiten, die mit DSL oder Glasfaser normalerweise erreicht werden, sind das natürlich geringe Zahlen. Und auch Starlink bietet per Satellit eigentlich 250 Megabit pro Sekunde.
Viele ungeklärte Fragen
Die Bundesnetzagentur soll den Betroffenen allerdings bereits mitgeteilt haben, dass mit einer deutlich geringeren Leistung im Rahmen der Mindestversorgung gerechnet werden muss. Es könnte also sein, dass die Verbindung per Satellit extra gedrosselt werden muss.Auch, wer die zusätzlichen Kosten übernehmen soll, ist noch völlig ungeklärt. Denn für eine Mindestversorgung müssen die Empfänger maximal 30 Euro im Monat bezahlen. Der Bezug von Internet über Starlink kostet hierzulande mit 50 Euro pro Monat allerdings deutlich mehr. Außerdem müsste erst die entsprechende Hardware für einen Preis von rund 350 Euro angeschafft werden, damit der Dienst überhaupt genutzt werden kann.
Wie lange die Besitzer des Grundstücks in Niedersachsen also noch auf ihren Internetzugang warten müssen, ist offen. Eine Alternative zu Starlink ist allerdings nicht praktikabel. Für das Legen eines Internetanschlusses hätte die Telekom mindestens 20.000 Euro berechnet.
Zusammenfassung
- Seit drei Jahren haben deutsche Haushalte Anspruch auf Mindestinternetversorgung
- Erster bekannter Fall seit März in Niedersachsen
- Starlink von Elon Musk wurde zur Bereitstellung der Mindestversorgung verpflichtet
- Mindestversorgung muss mindestens zehn Megabit Download und 1,7 Megabit Upload pro Sekunde bieten
- Starlink bietet normalerweise 250 Megabit pro Sekunde, müsste wohl gedrosselt werden
- Unklar, wer die zusätzlichen Kosten übernimmt, da Starlink 50 Euro pro Monat kostet
- Hardware für Starlink kostet etwa 350 Euro, was die Nutzung weiter verteuert
Siehe auch:
- Bots machen jetzt die Hälfte des gesamten Internetverkehrs aus
- US-Behörde: Alles unter 100 MBit/s ist kein "Breitband"-Internetzugang
- Richtig schnelles Internet: Huawei baut 1,2-TBit-Backbone durch China
- Gigabit-Internet: Neues AVM FritzPowerline-Set jetzt verfügbar
- Internet zu lahm: Nutzer sollen pauschal 15 €/Monat weniger zahlen
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