Richtig schnelles Internet:
Huawei baut 1,2-TBit-Backbone durch China

Chinesische Unternehmen und Forscher unter Federführung des Telekommunikations-Ausrüsters Huawei haben wohl eine der schnellsten bisher existierenden Internet-Verbindungen aufgebaut. Diese soll weit voneinander entfernte Landesteile miteinander verbinden.
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  • Huawei führt bei 1,2 Tbit/s Internet
  • Kooperation mit China Mobile, Uni
  • 3000 km Backbone Peking-Südchina
  • Tests seit Ende Juli stabil
  • Keine Details, in China entwickelt
  • West-Embargo irrelevant für Technik
  • Nokia erreichte 1,2 Tbit/s auf 118 km

Konsortium der Daten-Größen Chinas

Huawei hat hier mit dem Netzbetreiber China Mobile, der Tsinghua-Universität und dem Forschungsunternehmen Cernet zusammengearbeitet, berichtete die US-Nachrichtenagentur Bloomberg. Gemeinsam habe man die nach eigenen Angaben weltweit erste stabile Internet-Verbindung mit einer Bandbreite von1,2 Terabit pro Sekunde aufgebaut.

Der Backbone umfasst Datenverbindungen über eine Strecke von rund 3000 Kilometern, die die Region um die Hauptstadt Peking mit den südlichen Landesteilen verbinden. Die Versuche mit der neuen Technologien begannen demnach Ende Juli. Seitdem hätten mehrere Praxistests bestätigt, dass die Bandbreite stabil aufrechterhalten werden kann.

Unabhängig überprüft werden konnten die Angaben noch nicht. Und auch zu den technischen Details wurden keine weiteren Informationen veröffentlicht. Zumal die Projektpartner angaben, dass man das Netzwerk auf der Grundlage von in China entwickelten Technologien betreibe - vom Technologie-Embargo des Westens sei man hier also nicht gestört worden.

Nokia schafft Ähnliches

Ganz unrealistisch ist die Sache allerdings keineswegs. So erreichte auch der Huawei-Konkurrent Nokia vor einiger Zeit stabile Bandbreiten von 1,2 Terabit pro Sekunde, allerdings ging es hierbei um sogenannte Metro-Verbindungen, mit denen näher beieinanderliegende Datenzentren kommunizieren können. Der Geschwindigkeitswert wurde so auf einer Strecke von 118 Kilometern gemessen.

Die 3000 Kilometer in China sind da schon eine völlig andere Dimension. Sie würden es aber ermöglichen, wichtige Wirtschaftszentren des großen Landes mit sehr hohen Durchsatzraten zu vernetzen, was im Zuge der fortschreitenden Digitalisierung vieler Bereiche unbedingt notwendig wird.

Siehe auch:
Christian Kahle

Redakteur für Forschung, Energie und Raumfahrt

Begleitet die IT-Branche seit dem Dotcom-Boom, Informatik studierte er in Berlin. Sein Spektrum reicht von Quantencomputern über Solarstrom bis zur Raumfahrt.

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