Windows 11 auf ARM: Neue x86-Emulation soll über 20% besser laufen
Microsoft & Co bringen jetzt PCs mit deutlich leistungsstärkeren ARM-Prozessoren der Qualcomm Snapdragon X-Serie. Damit auch die meisten x86-Anwendungen laufen, hat man die Emulation verbessert. Microsoft verspricht teilweise mehr als 20 Prozent höhere Leistung.
Noch sind aber nur relativ wenige Programme in nativ laufenden Versionen für ARM-Plattformen unter Windows verfügbar, auch wenn die Auswahl stetig wächst. Damit möglichst viele Programme, die eigentlich für x86-Prozessoren entwickelt wurden, auch auf den neuen Plattformen laufen, hat Microsoft im Zuge der Build 2024 umfangreiche Investitionen in den hauseigenen x86-Emulator bekannt gegeben.
Mit der "Prism" genannten neuen Version sollen die meisten x86-Programme auf der gleichen ARM-Hardware jetzt rund 10 bis 20 Prozent schneller laufen, hieß es seitens des Unternehmens. Gleichzeitig ist von einer gesteigerten Kompatibilität die Rede, sodass mehr x86-basierte Programme mithilfe von Prism auf ARM-Versionen von Windows laufen können. Genauere Informationen dazu blieb Microsoft bisher aber noch schuldig.
Es seien "tonnenweise Verbesserungen in den Emulator" geflossen, sodass jetzt auf bestehender Hardware - also bei bereits im Markt befindlichen Systemen - mit einer Performance-Verbesserung von 10 bis 20 Prozent zu rechnen sei. Bei Verwendung des x86-Emulators in Verbindung mit den neuen Snapdragon X Elite und X Plus Prozessoren von Qualcomm sei sogar mit einer noch stärkeren Leistungssteigerung zu rechnen.
Justo begründete dies mit Anpassungen unter der Haube, durch die die neue Version der x86-Emulation auf bestimmte Fähigkeiten der neuen ARM-Prozessoren von Qualcomm besser abgestimmt worden sein soll. Inwiefern sich die Versprechungen bewahrheiten, bleibt abzuwarten, denn erst ab der zweiten Junihälfte sind die neuen ARM-basierten PCs aus der Surface-Serie und von Microsofts Hardware-Partnern auch im Handel verfügbar. Preislich geht es dann zunächst bei 1200 Euro für das günstigste ARM-basierte neue Surface Pro-Modell los.
Siehe auch:
Erste neue ARM-PCs bald verfügbar
Mit dem Marktstart des neuen Surface Laptop 7, Surface Pro 11 und einer Reihe anderer Laptops von namhaften Herstellern wie Acer, ASUS, Dell, HP und Lenovo soll ab Mitte Juni eine mittelgroße Revolution im PC-Markt beginnen: statt x86-Plattformen nutzen die neuen Geräte ARM-Prozessoren mit bis zu 12 Rechenkernen, die mit Apples M-Serie mithalten und damit endlich die Performance-Lücke schließen sollen.Noch sind aber nur relativ wenige Programme in nativ laufenden Versionen für ARM-Plattformen unter Windows verfügbar, auch wenn die Auswahl stetig wächst. Damit möglichst viele Programme, die eigentlich für x86-Prozessoren entwickelt wurden, auch auf den neuen Plattformen laufen, hat Microsoft im Zuge der Build 2024 umfangreiche Investitionen in den hauseigenen x86-Emulator bekannt gegeben.
Mit der "Prism" genannten neuen Version sollen die meisten x86-Programme auf der gleichen ARM-Hardware jetzt rund 10 bis 20 Prozent schneller laufen, hieß es seitens des Unternehmens. Gleichzeitig ist von einer gesteigerten Kompatibilität die Rede, sodass mehr x86-basierte Programme mithilfe von Prism auf ARM-Versionen von Windows laufen können. Genauere Informationen dazu blieb Microsoft bisher aber noch schuldig.
10-20% auf alter Hardware, mit neuen Chips noch mehr
Während Microsofts Marketing-Abteilung große Töne spuckt, ist von einzelnen Entwicklern, die an der verbesserten x86-Emulation mitgearbeitet haben, eine realistischere Einschätzung zu hören, die positive Erwartungen weckt. So erklärte Pedro Justo, bekannt als "Itanium Guy" und als Partner Software Development Engineer Teil des Windows Core Teams über X/Twitter, dass man abseits der hochtrabenden Marketing-Versprechen tatsächlich viel in die x86-Emulation unter Windows 11 auf ARM investiert habe.Es seien "tonnenweise Verbesserungen in den Emulator" geflossen, sodass jetzt auf bestehender Hardware - also bei bereits im Markt befindlichen Systemen - mit einer Performance-Verbesserung von 10 bis 20 Prozent zu rechnen sei. Bei Verwendung des x86-Emulators in Verbindung mit den neuen Snapdragon X Elite und X Plus Prozessoren von Qualcomm sei sogar mit einer noch stärkeren Leistungssteigerung zu rechnen.
Justo begründete dies mit Anpassungen unter der Haube, durch die die neue Version der x86-Emulation auf bestimmte Fähigkeiten der neuen ARM-Prozessoren von Qualcomm besser abgestimmt worden sein soll. Inwiefern sich die Versprechungen bewahrheiten, bleibt abzuwarten, denn erst ab der zweiten Junihälfte sind die neuen ARM-basierten PCs aus der Surface-Serie und von Microsofts Hardware-Partnern auch im Handel verfügbar. Preislich geht es dann zunächst bei 1200 Euro für das günstigste ARM-basierte neue Surface Pro-Modell los.
Zusammenfassung
- Emulation für x86-Anwendungen wurde verbessert für höhere Leistung
- Marktstart neuer Surface Laptops und anderer Marken ab Mitte Juni
- Neue Geräte nutzen ARM-Prozessoren mit bis zu 12 Rechenkernen
- Noch wenige Programme nativ für ARM unter Windows verfügbar
- Neue "Prism" Version verbessert x86-Emulation um 10 bis 20 Prozent
- Entwickler Pedro Justo bestätigt umfangreiche Verbesserungen der Emulation
- Neue ARM-basierte PCs ab Mitte Juni im Handel, ab 1200 Euro erhältlich
Siehe auch:
- Mehr Adobe Creative Cloud-Apps endlich nativ für ARM-Windows
- Opera für Windows: Browser jetzt nativ für neue ARM-PCs
- Snapdragon X Plus: Neuer Octacore für günstigere Windows-ARM-PCs
- Windows 11: Neues Killer-Feature KI-Explorer nur auf ARM-PCs nutzbar?
- Build 2024: Microsoft plant "nächste Generation" von Windows on ARM
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