GPS-Jamming: Russen schneiden EU-Kulturhauptstadt von Flügen ab
Seit einiger Zeit wird der GPS-Empfang in der Nähe russischer Territorien massiv gestört. Dies führte nun so weit, dass eine der drei europäischen Kulturhauptstädte dieses Jahres komplett von Flugverbindungen abgeschnitten ist.
Großflächige GPS-Störungen gibt es seit einiger Zeit entlang der russischen Grenzen. Ein Schwerpunkt liegt auf der Region des nordöstlichen Polens und den baltischen Staaten - also der Gegend zwischen dem russischen Kernland mit St. Petersburg als westlichster Metropole und der Enklave Kaliningrad. Es wird vermutet, dass Russland auf diese Weise eventuell vorhandene Angriffsdrohnen verwirren will.
In den meisten Fällen stellt diese Störung der Satellitennavigation kein größeres Problem dar. Viele Flughäfen verfügen über eine Reihe verschiedener Leittechnologien. Das ist in Tartu allerdings nicht der Fall. "Die GPS-Störungen in Tartu zwingen uns, den Flugbetrieb auszusetzen, bis alternative Lösungen gefunden sind", erklärte Jari Paajanen, der Betriebsdirektor von Finnair.
In Estland will man nun schnellstmöglich zusätzliche Leitsysteme installieren, um bald wieder einen sicheren Flugverkehr gewährleisten zu können, teilte die Flughafengesellschaft des Landes mit. Allerdings kann es etwas dauern, bis die dafür nötigen Arbeiten umgesetzt sind. Einen konkreten Zeitplan konnte aktuell noch niemand nennen.
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Störungen halten an
Es handelt sich hierbei um Tartu, die zweitgrößte Stadt Estlands. Diese wurde zuletzt nur von der finnischen Fluggesellschaft Finnair im Linienbetrieb von Helsinki aus angeflogen. Doch das Unternehmen entschied sich nun, die Verbindungen komplett einzustellen. Denn aufgrund der anhaltenden Störungen des GPS ist es aus Sicherheitsgründen nicht machbar, weiterhin in Tartu zu landen. Zuletzt mussten zwei Flugzeuge wieder umkehren.Großflächige GPS-Störungen gibt es seit einiger Zeit entlang der russischen Grenzen. Ein Schwerpunkt liegt auf der Region des nordöstlichen Polens und den baltischen Staaten - also der Gegend zwischen dem russischen Kernland mit St. Petersburg als westlichster Metropole und der Enklave Kaliningrad. Es wird vermutet, dass Russland auf diese Weise eventuell vorhandene Angriffsdrohnen verwirren will.
In den meisten Fällen stellt diese Störung der Satellitennavigation kein größeres Problem dar. Viele Flughäfen verfügen über eine Reihe verschiedener Leittechnologien. Das ist in Tartu allerdings nicht der Fall. "Die GPS-Störungen in Tartu zwingen uns, den Flugbetrieb auszusetzen, bis alternative Lösungen gefunden sind", erklärte Jari Paajanen, der Betriebsdirektor von Finnair.
Umbau geplant
Ein Faktor ist dabei durchaus auch die Lage der Stadt. Die russische Grenze ist nur wenige Kilometer entfernt und ohne ordentliche Standortbestimmung könnte es vorkommen, dass ein Flugzeug mal vom Kurs abkommt und in russischen Luftraum fliegt. Das wäre in der aktuell angespannten Lage ein riskantes Unterfangen.In Estland will man nun schnellstmöglich zusätzliche Leitsysteme installieren, um bald wieder einen sicheren Flugverkehr gewährleisten zu können, teilte die Flughafengesellschaft des Landes mit. Allerdings kann es etwas dauern, bis die dafür nötigen Arbeiten umgesetzt sind. Einen konkreten Zeitplan konnte aktuell noch niemand nennen.
Zusammenfassung
- GPS-Störungen beeinträchtigen Flugbetrieb in Tartu, Estland
- Tartu von Flugverbindungen abgeschnitten wegen GPS-Problemen
- Finnair stellt Flüge nach Tartu aufgrund von Sicherheitsbedenken ein
- GPS-Störungen vermutlich durch russische Maßnahmen verursacht
- Tartu verfügt nicht über alternative Navigationsmethoden
- Estland plant Installation zusätzlicher Leitsysteme für Flughafen Tartu
- Zeitrahmen für Wiederherstellung des Flugbetriebs noch unklar
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Christian Kahle
Redakteur bei WinFuture
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