Highlight
Doppel-Sonnensturm traf die Erde:
Ausfälle von Funk und GPS
Die Sonne hat in den letzten Monaten bereits ordentlich Aktivität gezeigt, doch ein solches Ereignis, wie es nun zu beobachten war, kam bislang nicht vor: Gleich zwei gewaltige Strahlungseruptionen lösten sich nahezu gleichzeitig aus entgegengesetzten Hemisphären.
Getroffen hat es laut Berichten des Portals SpaceWeather vor allem Australien und Indonesien. Hier fielen für etwa eine halbe Stunde diverse Funkdienste aus, die auf Frequenzen unterhalb von 30 Megahertz arbeiten. In diesen Bändern werden unter anderem Zeitsignale für Funkuhren, Amateurfunk sowie Kurz- und Mittelwellen-Sender übertragen. Aber auch militärische Anwender und Botschaften nutzen diesen Bereich für Übertragungen über große Distanzen. Gestört waren aber auch Signale der terrestrischen Navigation.
Der intensive Strom elektromagnetischer Strahlung stammte von den Sonnenflecken AR3559 und AR3561, die etwa 500.000 Kilometer voneinander entfernt sind. Ihre kombinierte Kraft führte zu einer Fackel der Stärke M5,1, die auf halbem Weg zu einer X-Fackel liegt - die stärkste Kategorie von Sonneneruptionen.
Die doppelte Sonneneruption ist auch ein Indikator für das aktuelle Temperament unseres Sterns. Dieser durchläuft Zyklen schwankender Aktivität. Aktuell nähern wir uns dem Maximum des Sonnenzyklus 25, der voraussichtlich im kommenden Jahr erreicht wird. Die letzten vier Sonnenzyklen verliefen relativ ruhig, die starken Effekte der letzten Monate deuten jedoch an, dass es diesmal etwas heftiger zu Sache gehen wird.
Siehe auch:
Wir hatten Glück
Die beiden Ausbrüche ereigneten sich bereits am Montag und wurden vom Solar Dynamic Observatory der NASA aufgenommen. Der davon ausgelöste Sonnensturm, eine Wolke schneller, geladener Partikel, traf die Erde auch schon. Aus unserer Sicht hatten wir allerdings Glück: Als der Teilchenschauer auf unserem Planeten eintraf, war ihm gerade ein anderer Teil zugewandt.Getroffen hat es laut Berichten des Portals SpaceWeather vor allem Australien und Indonesien. Hier fielen für etwa eine halbe Stunde diverse Funkdienste aus, die auf Frequenzen unterhalb von 30 Megahertz arbeiten. In diesen Bändern werden unter anderem Zeitsignale für Funkuhren, Amateurfunk sowie Kurz- und Mittelwellen-Sender übertragen. Aber auch militärische Anwender und Botschaften nutzen diesen Bereich für Übertragungen über große Distanzen. Gestört waren aber auch Signale der terrestrischen Navigation.
Der intensive Strom elektromagnetischer Strahlung stammte von den Sonnenflecken AR3559 und AR3561, die etwa 500.000 Kilometer voneinander entfernt sind. Ihre kombinierte Kraft führte zu einer Fackel der Stärke M5,1, die auf halbem Weg zu einer X-Fackel liegt - die stärkste Kategorie von Sonneneruptionen.
Das Maximum kommt noch
Dieses seltene Ereignis ist als sympathetische Sonneneruption bekannt, bei der zwei Eruptionen fast gleichzeitig in zwei verschiedenen aktiven Regionen der Sonne auftreten. Die beiden Eruptionen sind physisch durch riesige Magnetfeldschleifen miteinander verbunden, die die Sonne durchziehen.Die doppelte Sonneneruption ist auch ein Indikator für das aktuelle Temperament unseres Sterns. Dieser durchläuft Zyklen schwankender Aktivität. Aktuell nähern wir uns dem Maximum des Sonnenzyklus 25, der voraussichtlich im kommenden Jahr erreicht wird. Die letzten vier Sonnenzyklen verliefen relativ ruhig, die starken Effekte der letzten Monate deuten jedoch an, dass es diesmal etwas heftiger zu Sache gehen wird.
Zusammenfassung
- Zwei starke Strahlungseruptionen traten fast gleichzeitig auf
- Ereignisse wurden am Montag vom Solar Dynamic Observatory erfasst
- Sonnensturm traf die Erde, richtete aber wenig Schaden an
- Australien und Indonesien erlebten Ausfall von Funkdiensten
- Störungen betrafen Zeitsignale, Amateurfunk und Navigation
- Eruptionen stammten von Sonnenflecken AR3559 und AR3561
- Fackel der Stärke M5,1 markiert mittlere Eruptionsintensität
- Sympathetische Sonneneruption verbindet zwei Eruptionen
- Aktuelles Maximum des Sonnenzyklus 25 wird bald erwartet
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Christian Kahle
Redakteur bei WinFuture
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