Kein Fernsehen mehr:
Vodafone sperrt Kabelanschlüsse

Das neue Gesetz zum Kabelfernsehen tritt Anfang Juli in Kraft. Bis dahin müssen sich viele Kunden um einen Vertrag kümmern. Sonst bleibt der Fernseher dunkel. Vodafone hat schon damit begonnen, bestehende Anschlüsse zu deaktivieren.
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Neue Regelung bei Kabelfernsehen

Seit den 80er-Jahren wird durch das sogenannte Nebenkostenprivileg geregelt, dass der Vermieter einer Wohnung die Kosten für einen bestehenden Kabelanschluss auf die Mietnebenkostenabrechnung setzen und somit von den Mietern bezahlen lassen kann. 2021 wurde jedoch eine Änderung beschlossen. Ab dem 1. Juli dieses Jahres gilt nun: Der Mieter muss sich selbst um einen Vertrag mit dem Anbieter des Kabelanschlusses kümmern.

Das bedeutet jetzt für viele der über 12 Millionen betroffenen Haushalte in Deutschland, dass sie spätestens bis zum Stichtag tätig werden müssen. Sonst bleibt im schlimmsten Fall die Mattscheibe schwarz. Das kann jedoch auch schon früher der Fall sein. Nämlich dann, wenn der Vertrag mit dem Vermieter bereits vorher umgestellt wird. Infografik Bewegte Bilder: Lineares Fernsehen bekommt NachwuchsproblemeBewegte Bilder: Lineares Fernsehen bekommt Nachwuchsprobleme

Erste Anschlüsse gesperrt

Wie teltarif.de berichtet, ist dies jetzt vereinzelt geschehen. Als Folge hat Vodafone in einigen deutschen Städten die Kabelanschlüsse mancher Mieter schon abgeschaltet. Nach Angaben des Unternehmens betrifft das Anschlüsse in Schwelm, Neustadt, Olden­burg, Osna­brück, Koblenz, Salz­wedel, Karls­ruhe und Mühltal. Die Deaktivierung erfolge dabei laut Unternehmen immer durch einen Tech­niker vor Ort. Soweit müsste es aber nicht kommen.

Nach eigenen Angaben hatte Vodafone die Bewohner der betroffenen Mietshäuser nämlich im Vorfeld "sehr transparent und mehrstufig" informiert. Denn Vodafone ist daran interessiert, die Kunden über die neue Regelung aufzuklären, damit diese rechtzeitig die Schritte für einen individuellen Vertragsabschluss mit dem Telekommunikationsunternehmen einleiten können.

Was man jetzt tun kann

Wer sich unsicher ist, ob er von einer eventuellen Umstellung oder Abschaltung des eigenen Kabelanschlusses betroffen ist, kann dies über ein von Vodafone extra zu diesem Zweck eingerichtetes Online-Portal überprüfen. Dazu reicht die Eingabe der Wohnadresse. Auch die Anmeldung zu einem Infoservice ist dort möglich.

Als Alternative stehen Kunden mittlerweile aber auch viele Streaming-Dienste wie zum Beispiel Waipu.tv oder MagentaTV zur Verfügung, die je nach Angebot sogar günstiger sein können als das Kabelfernsehen über Vodafone.

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Zusammenfassung
  • Nebenkostenprivileg erlaubte Vermietern, Kabelgebühren umzulegen
  • Änderung seit 1. Juli: Mieter müssen Kabelvertrag selbst abschließen
  • Über 12 Millionen Haushalte müssen bis Stichtag Anbieter wählen
  • Vodafone schaltete in einigen Städten Kabelanschlüsse bereits ab
  • Unternehmen informierte Mieter über notwendige Vertragsumstellung
  • Vodafone bietet Online-Portal zur Überprüfung der Anschlussumstellung
  • Streaming-Dienste als mögliche Alternative zum Kabelfernsehen

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