Pay-TV in der Krise: Bezahlfernsehen stirbt - mit Rekordgeschwindigkeit
Es ist keine bahnbrechende Erkenntnis, dass Streaming immer mehr zur zentralen Art des Fernsehens wird und lineares TV immer mehr in den Hintergrund gerät. Das trifft auch auf Pay-TV zu, denn klassisches bzw. früheres Bezahlfernsehen verliert - auf regelrecht dramatische Art.
Seit etwa Mitte 2018 kündigen immer mehr Menschen ihre teuren Kabelzugänge und damit auch die darüber oftmals bezogenen Pay-TV-Abos. Wie das Marktforschungsunternehmen MoffettNathanson nun berichtet (via LightReading), wurden noch nie so viele Abos gekündigt wie im dritten Quartal des Vorjahres, das ist der letzte erfasste Dreimonatszeitraum.
Damit liegt in den USA die Durchdringung der bewohnten Haushalte mit Bezahlfernsehen bei nur noch 54,8 Prozent, das ist ein Wert, der zuletzt 1989 erreicht wurde. Die Pay-TV-Krise hat nicht zwangsläufig mit dem Vertriebsweg Internet bzw. Streaming zu tun. Denn als Pay-TV gelten auch sogenannte "Virtual Multichannel Video Programming Distributors" (vMVPDs) wie YouTube TV.
Zwar wachsen vMVPDs (im dritten Quartal wurden 1,08 Millionen Kunden hinzugefügt), allerdings nicht in dem Maße, dass man die wegbrechenden Kabel-Abos ausgleichen könnte.
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Siehe auch:
Klassisches Pay-TV stirbt
In Europa und speziell Deutschland spielte Pay-TV seit jeher eine nur untergeordnete Rolle, in den USA war Cable und das dortige Bezahlfernsehen aber jahre- und jahrzehntelang eine Macht am Markt. Doch mit dem Aufstieg von Streaming hat sich das fundamental gewandelt, seither ist das sogenannte Cordcutting, also das "Kabelkappen" eines der beherrschenden Themen in der US-Medienwelt.Seit etwa Mitte 2018 kündigen immer mehr Menschen ihre teuren Kabelzugänge und damit auch die darüber oftmals bezogenen Pay-TV-Abos. Wie das Marktforschungsunternehmen MoffettNathanson nun berichtet (via LightReading), wurden noch nie so viele Abos gekündigt wie im dritten Quartal des Vorjahres, das ist der letzte erfasste Dreimonatszeitraum.
Rekord-Minus
Konkret schrumpfte die Pay-TV-Industrie um ganze 7,3 Prozent, das ist der größte Rückgang seit dem Beginn dieser Negativentwicklung im bereits anfangs erwähnten Jahr 2018 - im Vergleichszeitraum vor einem Jahr betrug das Minus "nur" 5,9 Prozent. In konkreten Zahlen bedeutet das 1,97 Millionen weniger Pay-TV-Kunden.Damit liegt in den USA die Durchdringung der bewohnten Haushalte mit Bezahlfernsehen bei nur noch 54,8 Prozent, das ist ein Wert, der zuletzt 1989 erreicht wurde. Die Pay-TV-Krise hat nicht zwangsläufig mit dem Vertriebsweg Internet bzw. Streaming zu tun. Denn als Pay-TV gelten auch sogenannte "Virtual Multichannel Video Programming Distributors" (vMVPDs) wie YouTube TV.
Zwar wachsen vMVPDs (im dritten Quartal wurden 1,08 Millionen Kunden hinzugefügt), allerdings nicht in dem Maße, dass man die wegbrechenden Kabel-Abos ausgleichen könnte.
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Zusammenfassung
- Streaming wird zur Hauptform des Fernsehens
- Pay-TV verliert dramatisch an Bedeutung
- Cordcutting dominiert US-Medienlandschaft
- Größter Pay-TV-Kundenrückgang seit 2018
- Minus von 7,3 Prozent im letzten Quartal
- US-Haushalte mit Pay-TV auf Stand von 1989
- vMVPDs wie YouTube TV können Verluste nicht ausgleichen
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