China rutscht in die Deflation - das kann die Tech-Branche hart treffen

China dominiert seit Jahren immer wieder die Schlagzeilen in der Technologie-Branche. Riesige Summen fließen in den Versuch, auch auf dem Weltmarkt eine führende Rolle zu sichern. Doch dieses Vorhaben könnte jetzt einen herben Rückschlag erleiden.
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Probleme nehmen zu

Die chinesische Wirtschaft hat insgesamt bereits seit einiger Zeit mit wachsenden Problemen zu kämpfen. Jetzt kommt allerdings eine weitere große Schwierigkeit hinzu: Das Land ist spürbar in eine Deflation gerutscht. Laut der Pekinger Statistikbehörde seien die Verbraucherpreise im Januar gegenüber dem Vergleichszeitraum des Vorjahres um 0,8 Prozent gesunken, berichtet die Tagesschau.

Dies klingt aus Sicht der Verbraucher hierzulande, die zuletzt mit so manchen Preissteigerungen zu kämpfen hatten, erst einmal recht positiv. Für die Wirtschaft eines Landes kann eine solche Situation aber schwerwiegende Folgen haben. Denn wenn absehbar ist, dass die Preise noch etwas weiter zurückgehen könnten, beginnen die Kunden zunehmend mit Einkäufen zu warten.


Die Folge dessen ist dann eine einbrechende Nachfrage, was die Preise noch weiter nach unten schiebt. Die Unternehmen werden ihre Waren in solch einem Konsumumfeld also entweder nicht los oder generieren nur deutlich geringere Umsätze und Gewinnmargen. Experten hatten zuletzt bereits mit einem Preisrückgang gerechnet, doch nicht mit einem solch hohen Wert. Ähnliches erlebte die chinesische Volkswirtschaft bisher nur zur Zeit der Weltwirtschaftskrise vor rund 15 Jahren.

Schlecht für deutsche Exporte

Wenn eine solche Lage länger anhält, steht zu befürchten, dass Investitionen wegfallen. Denn wer Geld anlegt, mit dem Unternehmen und Produktionsanlagen aufgebaut werden, hofft ja auf Renditen, die aus steigenden Einnahmen resultieren. Es kann also passieren, dass gerade das wichtige Kapital für den Ausbau und die Weiterentwicklung der Hightech-Industrien anderswo hinzieht.

Das kann auch Auswirkungen auf unsere Industrie haben. Denn diverse Unternehmen wie beispielsweise Siemens haben in den letzten Jahren gut daran verdient, Maschinen und Systeme nach China zu exportieren. Das Land ist der viertgrößte Handelspartner Deutschlands, was das Exportvolumen angeht. Sinkende Investitionen dort bedeuten also ausbleibende Aufträge hier.

Zusammenfassung
  • China kämpft um Technologieführerschaft auf dem Weltmarkt
  • Wachsende Wirtschaftsprobleme treffen das Land schwer
  • Deflation in China mit 0,8 % Rückgang der Verbraucherpreise
  • Verbraucher zögern mit Einkäufen, was die Nachfrage senkt
  • Unternehmen generieren weniger Umsatz und Gewinn
  • Investitionen könnten aufgrund unsicherer Renditen ausbleiben
  • Deutsche Exporte nach China könnten durch Investitionsrückgang leiden

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