Dem Embargo zum Trotz: China kauft in großem Stil Chip-Maschinen ein
Das US-Embargo gegen die chinesische Halbleiter-Industrie wirkt offenbar nur punktuell. Es verhindert keinesfalls, dass Unternehmen aus China im großen Stil Produktions-Equipment importieren, mit dem sich auch fortschrittliche Chips herstellen lassen.
"Importeure können die Ausrüstung oft kaufen, wenn sie behaupten, dass sie in einer älteren Produktionslinie verwendet wird, und da die Kapazität für Endverwendungsprüfungen begrenzt ist, ist es schwierig zu überprüfen, ob die Ausrüstung nicht für die Herstellung fortschrittlicherer Chips verwendet wird", heißt es laut einer Meldung der Nachrichtenagentur Reuters in einem aktuellen Bericht der U.S.-China Economic and Security Review Commission.
Das Papier kommt zu einem Zeitpunkt, an dem die US-Behörden sich darum bemühen, herauszufinden, wie der chinesische Telekommunikationsausrüster Huawei trotz der im letzten Jahr eingeführten Exportbeschränkungen einen fortschrittlichen 7-Nanometer-Chip für sein Smartphone Mate 60 Pro bei Chinas führendem Chiphersteller SMIC herstellen konnte.
Dem Dokument zufolge importierte China zwischen Januar und August 2023 Halbleiterfertigungsmaschinen im Wert von 3,2 Milliarden Dollar aus den Niederlanden, was einem Anstieg von 96,1 Prozent gegenüber dem gleichen Zeitraum 2022 entspricht. Chinas Importe von Halbleiterausrüstungen aus allen Ländern beliefen sich in den ersten acht Monaten des Jahres 2023 auf insgesamt 13,8 Milliarden Dollar, heißt es weiter.
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Der Damm hat Risse
Die von der US-Regierung verhängten Handelsbeschränkungen sollen eigentlich verhindern, dass China in den Besitz von Maschinen kommt, mit denen sich Chips im 14-Nanometer-Bereich oder darunter produzieren lassen. Wie so oft steckt hier der Teufel aber im Detail. Denn im Grunde gibt es keine Anlagen, in denen die Grenze bei der Strukturweite fest definiert ist."Importeure können die Ausrüstung oft kaufen, wenn sie behaupten, dass sie in einer älteren Produktionslinie verwendet wird, und da die Kapazität für Endverwendungsprüfungen begrenzt ist, ist es schwierig zu überprüfen, ob die Ausrüstung nicht für die Herstellung fortschrittlicherer Chips verwendet wird", heißt es laut einer Meldung der Nachrichtenagentur Reuters in einem aktuellen Bericht der U.S.-China Economic and Security Review Commission.
Das Papier kommt zu einem Zeitpunkt, an dem die US-Behörden sich darum bemühen, herauszufinden, wie der chinesische Telekommunikationsausrüster Huawei trotz der im letzten Jahr eingeführten Exportbeschränkungen einen fortschrittlichen 7-Nanometer-Chip für sein Smartphone Mate 60 Pro bei Chinas führendem Chiphersteller SMIC herstellen konnte.
Importvolumen steigt stark
Es wird vermutet, dass bei SMIC Anlagen zur Fertigung eingesetzt wurden, die bereits vor dem Inkrafttreten des Embargos erworben wurden. Laut des Berichtes kann es aber auch gut sein, dass die benötigten Lithographie-Maschinen über Dritthändler im Ausland weiterverkauft wurden. Aber eben auch Käufe, die quasi in einer Grauzone liegen, sind möglich - und diese werden in steigender Zahl durchgeführt.Dem Dokument zufolge importierte China zwischen Januar und August 2023 Halbleiterfertigungsmaschinen im Wert von 3,2 Milliarden Dollar aus den Niederlanden, was einem Anstieg von 96,1 Prozent gegenüber dem gleichen Zeitraum 2022 entspricht. Chinas Importe von Halbleiterausrüstungen aus allen Ländern beliefen sich in den ersten acht Monaten des Jahres 2023 auf insgesamt 13,8 Milliarden Dollar, heißt es weiter.
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