Tesla "korrigiert" Reichweitenangaben in den USA deutlich nach unten
Tesla hat begonnen, die auf der Website angegebenen Reichweitenschätzungen für Model Y, S und X zu senken. Diese Korrekturen folgen auf Beschwerden über Übertreibungen zur Reichweite - das US-Justizministerium hat eine Untersuchung eingeleitet.
Vor allem bei den Long Range-Varianten fallen die jetzt niedrigere Reichweitenangaben von Tesla deutlich auf. Tesla hat die geschätzte Reichweite dabei für mehrere Model Y, S und X gesenkt, bei bestimmten Varianten um bis zu sechs Prozent.
So wird für das Model Y Performance jetzt die geschätzte Reichweite von 285 Meilen angezeigt, 18 Meilen weniger als die zuvor geschätzten 303 Meilen.
Die Reichweite des Model Y Long Range ist von 330 auf 310 Meilen gesunken, während die des Model X Plaid von 333 auf 326 Meilen gefallen ist. Die Schätzungen für das Model S Plaid wurden ebenfalls aktualisiert - genauer gesagt, für die Konfiguration mit 19-Zoll-Rädern, die von 396 Meilen auf 359 Meilen gesunken ist. Man kann also sagen, dass es jetzt bis zu 37 Meilen, also rund 60 Kilometer, Unterschied zu den bisher angegebenen Reichweitenschätzungen gibt.
Tesla wird seit Jahren dafür kritisiert, die Reichweitenangaben seiner Modelle zu hoch anzusetzen. So meldete die US-Umweltschutzbehörde EPA, dass Elon Musk die Reichweite des Tesla Model S Long Range im Jahr 2020 mit 400 Meilen deutlich übertrieben habe. Selbst die größten Tesla-Fans kritisieren die Angaben als nicht alltagsnah.
Schließlich gab es Ende Oktober Berichte über eine eingeleitete Untersuchung zu den bisherigen Reichweitenangaben.
Das Online-Magazin Drive Tesla berichtet, dass die Änderungen mit zwei Dingen zu tun haben. Zum einen sind es "Komfort- und Funktionsverbesserungen", die Tesla vorgenommen hat und die mehr Energie benötigen, zum anderen die Umsetzung der überarbeiteten EPA-Testanforderungen, die zu einem "höheren Verbrauch und einem leichten Rückgang der Gesamtreichweite" führen.
Siehe auch:
Korrigierte Reichweitenangaben veröffentlicht
Die korrigierten Reichweitenangaben findet man seit Kurzem für eine Reihe beliebter Modelle - aber nur in den USA, was mit den verschiedenen Länder- und Regionsvorgaben zusammenhängt. Das in der EU übliche WLTP-Verfahren gilt beispielsweise als konservativer und deutlich alltagsnäher.Vor allem bei den Long Range-Varianten fallen die jetzt niedrigere Reichweitenangaben von Tesla deutlich auf. Tesla hat die geschätzte Reichweite dabei für mehrere Model Y, S und X gesenkt, bei bestimmten Varianten um bis zu sechs Prozent.
So wird für das Model Y Performance jetzt die geschätzte Reichweite von 285 Meilen angezeigt, 18 Meilen weniger als die zuvor geschätzten 303 Meilen.
Die Reichweite des Model Y Long Range ist von 330 auf 310 Meilen gesunken, während die des Model X Plaid von 333 auf 326 Meilen gefallen ist. Die Schätzungen für das Model S Plaid wurden ebenfalls aktualisiert - genauer gesagt, für die Konfiguration mit 19-Zoll-Rädern, die von 396 Meilen auf 359 Meilen gesunken ist. Man kann also sagen, dass es jetzt bis zu 37 Meilen, also rund 60 Kilometer, Unterschied zu den bisher angegebenen Reichweitenschätzungen gibt.
Keine Erklärung von Tesla zu den Änderungen
Tesla hat sich dazu bisher nicht geäußert und wie schon in der Vergangenheit ist es schwierig, eine Stellungnahme des Automobilherstellers zu bekommen. Über den Hintergrund der Änderung kann man also derzeit nur spekulieren.Tesla wird seit Jahren dafür kritisiert, die Reichweitenangaben seiner Modelle zu hoch anzusetzen. So meldete die US-Umweltschutzbehörde EPA, dass Elon Musk die Reichweite des Tesla Model S Long Range im Jahr 2020 mit 400 Meilen deutlich übertrieben habe. Selbst die größten Tesla-Fans kritisieren die Angaben als nicht alltagsnah.
Schließlich gab es Ende Oktober Berichte über eine eingeleitete Untersuchung zu den bisherigen Reichweitenangaben.
Das Online-Magazin Drive Tesla berichtet, dass die Änderungen mit zwei Dingen zu tun haben. Zum einen sind es "Komfort- und Funktionsverbesserungen", die Tesla vorgenommen hat und die mehr Energie benötigen, zum anderen die Umsetzung der überarbeiteten EPA-Testanforderungen, die zu einem "höheren Verbrauch und einem leichten Rückgang der Gesamtreichweite" führen.
Wie kommen die neuen Angaben zustande?
Man kann aber davon ausgehen, das die Änderungen auch mit der Untersuchung zusammenhängen. Ob Tesla die neuen Angaben eigenständig errechnet hat, oder ob es Angaben sind, auf die man sich mit den Behörden geeignet oder sich verpflichtet hat, sie nun so darzustellen, bleibt vorerst unklar. Unverändert geblieben sind bisher das Model 3, das Model Y mit Hinterradantrieb und der Cybertruck. Besonders bei letzterem gab es aber auch schon viel Kritik an der angegebenen Reichweite.
Zusammenfassung
- Tesla senkt Reichweitenangaben für Model Y, S und X in den USA
- Anpassungen folgen auf Beschwerden und offizielle Untersuchung
- EU-Reichweiten nach WLTP-Verfahren bleiben unverändert
- Model Y Performance Reichweite von 303 auf 285 Meilen reduziert
- Model S Plaid mit 19 Zoll-Rädern fällt von 396 auf 359 Meilen
- Tesla äußert sich nicht zu Gründen der Reichweitenkorrektur
- Änderungen könnten mit EPA-Testanforderungen zusammenhängen
Siehe auch:
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- Der Cybertruck startet: Tesla kündigt Liefer-Event für Ende November an
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