9% Plus: Huawei geht es wieder blendend - trotz der US-Sanktionen

Huawei macht trotz aller Bemühungen der USA und anderer Län­der, dem chinesischen Konzern das Leben schwer zu machen, wieder Milliar­denumsätze. Für das Jahr 2023 geht Huawei nach eigenen Anga­ben von fast 10 Prozent Wachstum aus und sieht sich "wieder in der Spur".
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Es ist nicht lange her, da war Huawei fast erledigt

Dem chinesischen Telekommunikationsausrüster, PC- und Smartphone-Hersteller und IT-Konzern Huawei geht es wieder bestens. Stand man vor einigen Jahren in Folge der massiven Sanktionen der US-Regierung noch fast vor dem Aus, so meldet Huawei jetzt, dass man 2023 einen Umsatz von umgerechnet fast 100 Millionen US-Dollar erwartet.

Wie Huaweis aktueller CEO heute verlauten ließ, wurden 2023 insgesamt Umsätze in Höhe von über 700 Milliarden Yuan erwirtschaftet, was umgerechnet gut 89 Milliarden Euro entspricht. Gegenüber dem Umsatz des Vorjahres in Höhe von rund 642 Milliarden Yuan wäre dies ein Plus von immerhin neun Prozent.

Gute Zahlen dank solidem Infrastruktur-Geschäft

Möglich wird das überraschend starke Wachstum der Umsätze von Huawei nach Unternehmensangaben durch das "solide" Geschäft mit Infrastrukturprodukten aus dem Bereich der Informations- und Kommunikationstechnologien. Gemeint sind damit wohl unter anderem sowohl Mobilfunklösungen als auch Server-Produkte, egal ob Software oder Hardware.


Außerdem verweist Huawei darauf, dass sich die Geschäfte der Endgerätesparte besser entwickeln, als erwartet. Huawei Device, wie diese Abteilung traditionell genannt wird, verkauft neben PCs und Tablets inzwischen auch wieder deutlich mehr Smartphones, nachdem gerade dieses Geschäft in den letzten Jahren in Folge des US-Embargos massiv eingebrochen war.

Erstes rein chinesisches 5G-SoC belebt Smartphone-Sparte neu

Mittlerweile ist es Huawei aber gelungen, einen halbwegs konkurrenzfähigen Smartphone-Prozessor mit 5G-Modem ohne die von den Sanktionen betroffenen US-Technologien zu bauen. Die Fertigung des Chips erfolgt bei einem chinesischen Auftragsproduzenten, sodass man ganz ohne ausländische Zulieferer auskommt. Die damit ausgerüsteten Smartphones verkaufen sich bestens, auch weil Huawei damit innerhalb Chinas den Nationalismus der Bevölkerung ansprechen kann.

Für den aktuellen Huawei-Chef Ken Hu ist die aktuelle Entwicklung der Beleg dafür, dass man "nach Jahren harter Arbeit den Sturm überstanden" hat und sich jetzt wieder "auf dem richtigen Weg" befinde. Man müsse sich dennoch darüber im Klaren sein, dass die Veränderungen der geschäftlichen Lage nicht nur durch geopolitische Konflikte ergeben, sondern auch durch sich ändernde weltweite Wirtschaftszyklen.

Die harte Arbeit habe Huawei das Überleben und erneutes Wachstum ermöglicht, doch gebe es auch weiterhin diverse große Herausforderungen, die vor dem Unternehmen liegen, so Hu weiter. Geopolitische und wirtschaftliche Unsicherheit wachse, während technologische Einschränkungen und Handelsbarrieren weiterhin großen Einfluss auf die Welt hätten, sagte der Huawei-CEO außerdem.

Zusammenfassung
  • Huawei meldet für 2023 fast 10 Prozent Umsatzwachstum
  • Umsatz von ca. 89 Milliarden Euro erwartet
  • Starkes Wachstum durch Infrastrukturprodukte
  • Endgerätesparte entwickelt sich besser als erwartet
  • Eigener 5G-Smartphone-Prozessor ohne US-Technik
  • CEO Ken Hu sieht Huawei "wieder in der Spur"
  • Herausforderungen durch geopolitische Unsicherheiten

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