E-Autos: Wegfall der Staatsprämie löst jetzt einen Preiskampf aus
Kurz sah es so aus, als würde der Markt für Elektroautos erst einmal komplett wieder einbrechen. Ausgerechnet die Streichung der staatlichen Förderung hat allerdings eine ganz neue Dynamik in den Sektor gebracht, die Auswirkungen auf ganz Europa haben kann.
Als die Bundesregierung die Zuschüsse nun aufgrund von Haushaltsengpässen innerhalb kürzester Zeit stoppte, nahmen daher viele an, dass die Autos erst einmal zu Ladenhütern werden und bestenfalls von einigen finanzstarken Verbrauchern gekauft werden. Das ist aber nicht der Fall. Wie beispielsweise das Handelsblatt berichtet, haben die Hersteller ihre Preise nahezu flächendeckend heruntergeschraubt.
Spitzenreiter ist dabei Dacia, dessen Kleinwagen Spring aktuell mit einem Rabatt von 10.000 Euro zu haben ist. Der Einstieg in die Elektromobilität ist so bei nicht zu hohen Ansprüchen bereits für unter 13.000 Euro möglich. Aber auch andere Hersteller gewähren ordentlich Preisnachlass. So sind die Modelle ID.4 und ID.5 auf einmal fast 8000 Euro billiger geworden, beim ID.7 sind es immerhin fast 5000 Euro weniger. Ähnlich sieht es auch bei den meisten anderen Anbietern aus.
Beim Handelsblatt geht man beispielsweise davon aus, dass die meisten Enddaten für die Rabatte einfach stillschweigend gestrichen werden. Es laufe vielmehr darauf hinaus, dass hier nun ausgehend vom deutschen Markt ein Preiskampf in Europa eingeläutet wird, wie er vor einiger Zeit schon einmal in China zu sehen war. Dafür sprechen zusätzliche Faktoren, die durchaus Druck auf die Autokonzerne ausüben: Einmal müssen die Hersteller auf verschärfte CO₂-Flottengrenzwerte reagieren und können es sich kaum leisten, weniger Elektroautos zu verkaufen - und dann steht ja immerhin auch noch der generelle Ausstieg aus der Verbrennertechnologie in bereits gut zehn Jahren ins Haus.
Siehe auch:
- Markt für Elektroautos drohte einzubrechen
- Staatliche Förderung gestrichen, Preise gesenkt
- Dacia Spring mit 10.000 Euro Rabatt verfügbar
- ID.4 und ID.5 um fast 8000 Euro reduziert
- Hersteller begrenzen Rabattaktionen zeitlich
- Enddaten für Rabatte könnten entfallen
- Preiskampf in Europa könnte beginnen
Preiskampf kommt
Lange galt es als recht einfache Gewissheit: Elektroautos sind aufgrund verschiedener Faktoren in der Anschaffung relativ teuer und damit sie am Markt überhaupt eine Chance haben, gibt der Staat mit saftigen Prämien erst im fünfstelligen, zuletzt noch im vierstelligen Bereich Anreize für den Kauf.Als die Bundesregierung die Zuschüsse nun aufgrund von Haushaltsengpässen innerhalb kürzester Zeit stoppte, nahmen daher viele an, dass die Autos erst einmal zu Ladenhütern werden und bestenfalls von einigen finanzstarken Verbrauchern gekauft werden. Das ist aber nicht der Fall. Wie beispielsweise das Handelsblatt berichtet, haben die Hersteller ihre Preise nahezu flächendeckend heruntergeschraubt.
Spitzenreiter ist dabei Dacia, dessen Kleinwagen Spring aktuell mit einem Rabatt von 10.000 Euro zu haben ist. Der Einstieg in die Elektromobilität ist so bei nicht zu hohen Ansprüchen bereits für unter 13.000 Euro möglich. Aber auch andere Hersteller gewähren ordentlich Preisnachlass. So sind die Modelle ID.4 und ID.5 auf einmal fast 8000 Euro billiger geworden, beim ID.7 sind es immerhin fast 5000 Euro weniger. Ähnlich sieht es auch bei den meisten anderen Anbietern aus.
Fristen werden fallen
Die Hersteller betonen derzeit, dass all diese Rabattaktionen begrenzt sind - mal bis März, mal noch etwas länger. Und vielleicht werden einige Angebote dann zumindest in der aktuellen Form auch wieder auslaufen. Kaum jemand in der Branche rechnet allerdings noch damit, dass die Automobilkonzerne wieder auf das vorherige Niveau zurückkehren werden.Beim Handelsblatt geht man beispielsweise davon aus, dass die meisten Enddaten für die Rabatte einfach stillschweigend gestrichen werden. Es laufe vielmehr darauf hinaus, dass hier nun ausgehend vom deutschen Markt ein Preiskampf in Europa eingeläutet wird, wie er vor einiger Zeit schon einmal in China zu sehen war. Dafür sprechen zusätzliche Faktoren, die durchaus Druck auf die Autokonzerne ausüben: Einmal müssen die Hersteller auf verschärfte CO₂-Flottengrenzwerte reagieren und können es sich kaum leisten, weniger Elektroautos zu verkaufen - und dann steht ja immerhin auch noch der generelle Ausstieg aus der Verbrennertechnologie in bereits gut zehn Jahren ins Haus.
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Christian KahleRedakteur für Forschung, Energie und Raumfahrt
Begleitet die IT-Branche seit dem Dotcom-Boom, Informatik studierte er in Berlin. Sein Spektrum reicht von Quantencomputern über Solarstrom bis zur Raumfahrt.
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