Gigantische und uralte Wasserblase im Weltraum gefunden
Zwei Forscherteams haben das bisher größte Wasservorkommen im Universum entdeckt. Es handelt sich um eine gigantische Blase aus Wasserdampf, die in einem weit entfernten Quasar zu finden ist und die Vorstellungskraft schlicht sprengt.
Bei Quasaren handelt es sich um aktive Galaxien-Kerne, die enorme Mengen Radiostrahlung ins Universum schicken. Vor allem aufgrund dessen gelangen auch mehr Informationen bis zu uns, als über das normale sichtbare Licht zu bekommen wären.
Das jetzt untersuchte Objekt, mit dem sich gleich zwei Gruppen von Astronomen auseinandersetzten, ist immerhin rund 12 Milliarden Lichtjahre entfernt. Es zeigt uns seinen Zustand also auch in einem entsprechenden Alter. Das Universum selbst war in diesem Moment gerade einmal rund 1,6 Milliarden Jahre alt und die frühen Galaxien dürften noch ganz anders ausgesehen haben als unsere heutigen Sterneninseln - insbesondere, was die Zusammensetzung mit Elementen angeht. Immerhin mussten alle Atome, die schwerer als Wasserstoff und Helium waren, erst in den Kernfusionsküchen der ersten Sterne hergestellt werden.
Nach Ansicht der Astronomen unterstreicht diese Entdeckung vor allem auch die Vorzüge der Beobachtung im Millimeter- und Submillimeterwellenbereich. Das Gebiet hat sich in den letzten Jahrzehnten rasant entwickelt. Um das volle Potenzial dieser Forschungsrichtung auszuschöpfen, konzipieren die Autoren der Studie nun das CCAT, ein 25-Meter-Teleskop, das in der Atacama-Wüste in Chile gebaut werden soll. CCAT wird es den Astronomen ermöglichen, einige der ältesten Galaxien im Universum genauer zu untersuchen.
Siehe auch:
Feuchter Weltraum
Der Umfang des Fundes lässt sich nur anhand der gesammelten Daten in etwa abschätzen: Die Masse des Wassers, das sich in dem Bereich konzentriert, ist mindestens 140 Billionen Mal größer als das gesamte Wasser in unseren Weltmeeren zusammen. Hinzu kommt, dass sie sehr weit entfernt und entsprechend alt ist.Bei Quasaren handelt es sich um aktive Galaxien-Kerne, die enorme Mengen Radiostrahlung ins Universum schicken. Vor allem aufgrund dessen gelangen auch mehr Informationen bis zu uns, als über das normale sichtbare Licht zu bekommen wären.
Das jetzt untersuchte Objekt, mit dem sich gleich zwei Gruppen von Astronomen auseinandersetzten, ist immerhin rund 12 Milliarden Lichtjahre entfernt. Es zeigt uns seinen Zustand also auch in einem entsprechenden Alter. Das Universum selbst war in diesem Moment gerade einmal rund 1,6 Milliarden Jahre alt und die frühen Galaxien dürften noch ganz anders ausgesehen haben als unsere heutigen Sterneninseln - insbesondere, was die Zusammensetzung mit Elementen angeht. Immerhin mussten alle Atome, die schwerer als Wasserstoff und Helium waren, erst in den Kernfusionsküchen der ersten Sterne hergestellt werden.
Neues Teleskop geplant
"Die Umgebung dieses Quasars ist insofern einzigartig, als sie diese riesige Masse an Wasser produziert", erklärte Matt Bradford, ein Wissenschaftler am Jet Propulsion Laboratory (JPL) der NASA. "Es ist ein weiterer Beweis dafür, dass Wasser im gesamten Universum allgegenwärtig ist, sogar in den frühesten Zeiten."Nach Ansicht der Astronomen unterstreicht diese Entdeckung vor allem auch die Vorzüge der Beobachtung im Millimeter- und Submillimeterwellenbereich. Das Gebiet hat sich in den letzten Jahrzehnten rasant entwickelt. Um das volle Potenzial dieser Forschungsrichtung auszuschöpfen, konzipieren die Autoren der Studie nun das CCAT, ein 25-Meter-Teleskop, das in der Atacama-Wüste in Chile gebaut werden soll. CCAT wird es den Astronomen ermöglichen, einige der ältesten Galaxien im Universum genauer zu untersuchen.
Zusammenfassung
- Größtes Wasser-Vorkommen im Universum entdeckt
- Wassermasse übertrifft Weltmeere um das 140 Billionenfache
- Fund in 12 Milliarden Lichtjahren entferntem Quasar
- Quasarumgebung zeigt frühes Universum nach 1,6 Milliarden Jahren
- Wasserproduktion im Quasar als Beleg für universelle Präsenz
- Millimeter- und Submillimeterwellenbereich für Astronomie essenziell
- Geplantes CCAT-Teleskop soll in Chiles Atacama-Wüste entstehen
Siehe auch:
Thema:
Neueste Downloads
Neue Nachrichten
Beliebte Nachrichten
Videos
Christian Kahle
Redakteur bei WinFuture
Ich empfehle ...
❤ WinFuture unterstützen
Sie wollen online einkaufen?
Dann nutzen Sie bitte einen der folgenden Links,
um WinFuture zu unterstützen:
Vielen Dank!
Alle Kommentare zu dieser News anzeigen