Astronomen haben in der Magellanschen Wolke ganze Galaxie übersehen
Die kleine Magellansche Wolke ist ein sehr bekanntes kosmisches Objekt. Jetzt haben Wissenschaftler Hinweise darauf gefunden, dass man bei der bisherigen Beobachtung wohl etwas übersehen hat. Die Wolke ist keine Zwerggalaxie, sondern besteht aus zwei Galaxien.
Für ihre Beobachtung griffen die Forscher zunächst auf Daten des Gaia-Observatoriums der ESA zurück. Die ließen Rückschlüsse auf die durchschnittliche Geschwindigkeit der Sterne in verschiedenen Teilen der "Wolke" zu. Diese Daten wurden dann mit Messungen des Australian Square Kilometer Array Pathfinder und bekannten Durchmusterungs-Datenbanken kombiniert.
Hubble: Teil der kleine Magellanschen Wolke(NASA/ESA)
Das Ergebnis: die gesammelten Beweise deuten sehr stark darauf hin, dass sich hier zwei einzigartige Galaxien zeigen. Da die eine der Galaxien relativ zur Erde fast hinter der anderen liegt, hatte sich diese lange sozusagen erfolgreich vor einer Entdeckung versteckt.
Schon in den 1980er-Jahren waren erste Hinweise aufgetaucht, dass sich die Magellansche Wolke anders zusammensetzt, als bis dahin angenommen. Die Studie der Forscher liefert jetzt mehr als 40 Jahre später stichhaltige Hinweise, dass man eine ganze Galaxie übersehen hatte.
Siehe auch:
Zweite Galaxie versteckt in kosmischer Wolke
Unser Blick in den Weltraum ist immer von unserer Perspektive geprägt. In bestimmten Richtungen versperren Objekte im Vordergrund das, was sich möglicherweise dahinter befindet, vollständig - auch wenn Phänomene wie Gravitationslinsen hier Ausnahmen möglich machen. Auf Basis bisheriger Beobachtungen wurde die kleine Magellansche Wolke bisher als Zwerggalaxie eingestuft. Doch einem Team waren bei einer Studie jüngst Ungereimtheiten aufgefallen, die an Entdeckungen in den 1980er-Jahren anknüpfen.Für ihre Beobachtung griffen die Forscher zunächst auf Daten des Gaia-Observatoriums der ESA zurück. Die ließen Rückschlüsse auf die durchschnittliche Geschwindigkeit der Sterne in verschiedenen Teilen der "Wolke" zu. Diese Daten wurden dann mit Messungen des Australian Square Kilometer Array Pathfinder und bekannten Durchmusterungs-Datenbanken kombiniert.
Hubble: Teil der kleine Magellanschen Wolke(NASA/ESA)
Das Ergebnis: die gesammelten Beweise deuten sehr stark darauf hin, dass sich hier zwei einzigartige Galaxien zeigen. Da die eine der Galaxien relativ zur Erde fast hinter der anderen liegt, hatte sich diese lange sozusagen erfolgreich vor einer Entdeckung versteckt.
Schon in den 1980er-Jahren waren erste Hinweise aufgetaucht, dass sich die Magellansche Wolke anders zusammensetzt, als bis dahin angenommen. Die Studie der Forscher liefert jetzt mehr als 40 Jahre später stichhaltige Hinweise, dass man eine ganze Galaxie übersehen hatte.
Zusammenfassung
- Kleine Magellansche Wolke wohl tatsächlich zwei Galaxien
- Gaia-Observatorium liefert wichtige Daten
- ESA und australische Teleskope im Einsatz
- Daten kombiniert für Durchschnittsgeschwindigkeit der Sterne
- Studie stützt Erkenntnisse aus den 1980er-Jahren
- Verborgene Galaxie hinter der anderen entdeckt
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