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Wasser sickert durch den ganzen Erdmantel bis zum flüssigen Eisenkern
Innerhalb unseres Planeten sind die verschiedenen Schichten keineswegs so dauerhaft angeordnet, wie es scheinen mag. So wurde jetzt entdeckt, dass Wasser von der Oberfläche bis zum Erdkern sickert und dort eine neue Schicht bildet.
Der Erdmantel endet in einer Tiefe von rund 2900 Kilometern und geht dann in den flüssigen Kern, der überwiegend aus geschmolzenem Eisen besteht, über. "Wir haben herausgefunden, dass Wasser, wenn es die Kern-Mantel-Grenze erreicht, mit Silizium reagiert und Siliziumdioxid bildet", führte Shim weiter aus.
"Diese Entdeckung und unsere frühere Beobachtung, dass sich Diamanten durch die Reaktion von Wasser mit Kohlenstoff in einer Eisenflüssigkeit unter extremem Druck bilden, deuten auf eine weitaus dynamischere Wechselwirkung zwischen Kern und Mantel hin, was auf einen erheblichen Materialaustausch schließen lässt."
Die Arbeit der Forscher sorgt für ein besseres Verständnis des Aufbaus des Erdinneren. Wichtig ist dieses Wissen unter anderem, um genauer schlussfolgern zu können, wie sich seismische Schockwellen in der Erde ausbreiten. Durch deren Messungen werden wiederum verschiedene Vorgänge in unserem Planeten verfolgt. Genauere Berechnungsgrundlagen könnten beispielsweise zu längeren Vorwarnzeiten für Erdbeben führen.
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Siehe auch:
Mehr Austausch als gedacht
"Jahrelang hat man geglaubt, dass der Materialaustausch zwischen dem Erdkern und dem Erdmantel gering ist. Unsere jüngsten Hochdruckexperimente zeigen jedoch etwas anderes", erklärte Dan Shim, dessen Forscherteam von der Arizona State University die Entwicklung entdeckte.Der Erdmantel endet in einer Tiefe von rund 2900 Kilometern und geht dann in den flüssigen Kern, der überwiegend aus geschmolzenem Eisen besteht, über. "Wir haben herausgefunden, dass Wasser, wenn es die Kern-Mantel-Grenze erreicht, mit Silizium reagiert und Siliziumdioxid bildet", führte Shim weiter aus.
"Diese Entdeckung und unsere frühere Beobachtung, dass sich Diamanten durch die Reaktion von Wasser mit Kohlenstoff in einer Eisenflüssigkeit unter extremem Druck bilden, deuten auf eine weitaus dynamischere Wechselwirkung zwischen Kern und Mantel hin, was auf einen erheblichen Materialaustausch schließen lässt."
Wichtig für seismische Messungen
Dieser Befund erweitert das Verständnis der internen Prozesse der Erde und deutet auf einen umfassenderen globalen Wasserkreislauf hin als bisher angenommen. Der veränderte 'Film' des Kerns hat tiefgreifende Auswirkungen auf die geochemischen Kreisläufe, die den Oberflächenwasserkreislauf mit dem tiefen Metallkern verbinden."Die Arbeit der Forscher sorgt für ein besseres Verständnis des Aufbaus des Erdinneren. Wichtig ist dieses Wissen unter anderem, um genauer schlussfolgern zu können, wie sich seismische Schockwellen in der Erde ausbreiten. Durch deren Messungen werden wiederum verschiedene Vorgänge in unserem Planeten verfolgt. Genauere Berechnungsgrundlagen könnten beispielsweise zu längeren Vorwarnzeiten für Erdbeben führen.
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Zusammenfassung
- Wasser erreicht Erdkern, bildet neue Schicht
- ASU-Forscherteam entdeckt Materialaustausch
- Wasser reagiert an Kern-Mantel-Grenze
- Dynamische Wechselwirkung Kern-Mantel
- Erweitertes Verständnis globaler Wasserkreislauf
- Geochemische Kreisläufe durch Kernfilm beeinflusst
- Bessere Einsicht in Erdinnere hilft bei Seismik
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Christian Kahle
Redakteur bei WinFuture
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