HP feuert erneut scharf gegen Billig-Tintenpatronen

Hardware Die Druckerhersteller verdienen seit Jahren gut am Verkauf von Verbrauchsmaterialien. Meist wird der Drucker selbst zum Schleuderpreis angeboten, für neue Tintenpatronen werden dann oft horrende Preise fällig. Dementsprechend groß ist der Markt für Patronen von Drittanbietern. Diese Anbieter müssen oft zunächst aufwendig die Originalpatronen nachbauen, um später ihre eigenen Tinten zu deutlich günstigeren Preisen anzubieten. Die Druckerhersteller sehen dies natürlich äußerst kritisch, schließlich gehen ihnen durch die Billigkonkurrenz Einnahmen verloren. Rechtliche Auseinandersetzungen sind deshalb inzwischen beinahe Alltag.

Im Mai hatte Hewlett-Packard eine Klage gegen den deutschen Tintenhersteller Pelikan Hardcopy eingereicht, weil man vermutete, dass das Unternehmen Patronen anbietet, die zwar als aufbereitete Originale gekennzeichnet sind, tatsächlich aber Nachbauten darstellen und somit gegen Patente von HP verstoßen.

Jetzt hat Hewlett-Packard nachgelegt und vor dem Kölner Landgericht ein weiteres Verfahren angestrengt bei dem es um die Verpackung der Patronen von Pelikan geht. Man wirft dem Billiganbieter irreführende Werbung vor, weil auch auf den Packungen zu lesen ist, dass es sich beim Inhalt um wiederaufbereitete Teile handelt.

Hintergrund sind offenbar Tests von HP, bei denen festgestellt wurde, dass es sich bei den Patronen von Pelikan tatsächlich um Nachbauten handelt. Bisher hatte der Hersteller nur angegeben, dass die Patronen neu zu sein scheinen und somit nicht aufgearbeitet wurden.

WinFuture Preisvergleich: HP-Tintenpatronen | Pelikan-Tintenpatronen
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