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Dilemma: Telekom weiß nicht, wie man 30 Jahre altes 2G loswerden soll
2G ist über 30 Jahre alt, die Frequenzen könnten deutlich effektiver mit neuen Technologien genutzt werden. Trotzdem hat die Telekom noch keinen festen Plan, wie man das GSM-Netz wirklich hinter sich lassen soll. Jetzt schildert der neue Telekom-Technik-Chef das Dilemma.
GSM war 1991 gestartet, eine Abschaltung ist aber auch mehr als drei Jahrzehnte später nicht in Sicht. "Wir haben immer noch Geräte in unserem Netz, die nur 2G können - leider, weil das echt sehr alt und ineffektiv ist", so der Telekom-CTO. Ferner müsse die Telekom auch noch einige Datendienste über 2G abwickeln, das vor allem beim Internet of Things im Geschäftskundenbereich. Zu guter Letzt kommt 2G in Deutschland beim Roaming zum Einsatz.
Allerdings muss sich die Telekom langsam, aber sicher über den Weg zur Abschaltung Gedanken machen. Für die verbaute Netztechnik ist zu erwarten, dass in nächster Zeit "End of Life"-Ankündigungen von Herstellern erfolgen. Außerdem könnte man nach dem 2G-Ende wertvollen Platz im Frequenzspektrum gewinnen. 900 MHz, heute für GSM genutzt, sei vor allem für bessere Mobilfunkabdeckung in Gebäuden eine sehr wertvolle Frequenz, so Mudesir.
Also so schnell wie möglich abschalten, so wie das andere Länder schon vor Jahren gemacht haben? So einfach geht das in Deutschland nicht. "Wir haben bei der GSM-Abschaltung noch keine konkrete Zeitleiste. Den Druck gibt es aber global, GSM ist schließlich mittlerweile über 30 Jahre alt", so der Telekom-Technikchef.
Sein Konzern wolle sich vor allem in Bezug auf die Kunden aber die Zeit nehmen, behutsam umzugehen, zum Beispiel "mit der Oma oder dem Opa, die ihre Geräte nicht austauschen wollen". "Man kann es machen wie die großen US-Firmen und sagen, das ist 30 Jahre alt, wir stellen das ein, sorry. So zu agieren, hat natürlich seinen Mehrwert. Aber gleichzeitig möchten wir sicherstellen, dass wir jeden Kunden mitnehmen", so Mudesir.
Großer Mobilfunk-Vergleichs-Rechner
Siehe auch:
Die Telekom und das 2G-Problem
Dr. Abdurazak Mudesir ist seit 1. Januar 2023 als Technik-Chef bei der Telekom tätig. Der Chief Technology Officer (CTO) des Konzerns soll die Zukunft mit 5G und 6G gestalten, der Vergangenheit kann er aber nicht entfliehen. In einem Interview spricht Mudesir jetzt über einen echten Netz-Dinosaurier und dessen Langlebigkeit. 2G, auch GSM genannt, wird die Telekom noch lange beschäftigen.GSM war 1991 gestartet, eine Abschaltung ist aber auch mehr als drei Jahrzehnte später nicht in Sicht. "Wir haben immer noch Geräte in unserem Netz, die nur 2G können - leider, weil das echt sehr alt und ineffektiv ist", so der Telekom-CTO. Ferner müsse die Telekom auch noch einige Datendienste über 2G abwickeln, das vor allem beim Internet of Things im Geschäftskundenbereich. Zu guter Letzt kommt 2G in Deutschland beim Roaming zum Einsatz.
Allerdings muss sich die Telekom langsam, aber sicher über den Weg zur Abschaltung Gedanken machen. Für die verbaute Netztechnik ist zu erwarten, dass in nächster Zeit "End of Life"-Ankündigungen von Herstellern erfolgen. Außerdem könnte man nach dem 2G-Ende wertvollen Platz im Frequenzspektrum gewinnen. 900 MHz, heute für GSM genutzt, sei vor allem für bessere Mobilfunkabdeckung in Gebäuden eine sehr wertvolle Frequenz, so Mudesir.
Also so schnell wie möglich abschalten, so wie das andere Länder schon vor Jahren gemacht haben? So einfach geht das in Deutschland nicht. "Wir haben bei der GSM-Abschaltung noch keine konkrete Zeitleiste. Den Druck gibt es aber global, GSM ist schließlich mittlerweile über 30 Jahre alt", so der Telekom-Technikchef.
Sein Konzern wolle sich vor allem in Bezug auf die Kunden aber die Zeit nehmen, behutsam umzugehen, zum Beispiel "mit der Oma oder dem Opa, die ihre Geräte nicht austauschen wollen". "Man kann es machen wie die großen US-Firmen und sagen, das ist 30 Jahre alt, wir stellen das ein, sorry. So zu agieren, hat natürlich seinen Mehrwert. Aber gleichzeitig möchten wir sicherstellen, dass wir jeden Kunden mitnehmen", so Mudesir.
Zusammenfassung
- 2G-Netz ist über 30 Jahre alt und ineffektiv, wird aber noch genutzt
- Dr. Mudesir, Technik-Chef der Telekom, thematisiert das Dilemma
- Geräte, die nur 2G können und Datendienste sind noch im Einsatz
- 2G wird auch noch beim Roaming in Deutschland genutzt
- Abschaltung könnte wertvollen Platz im Frequenzspektrum freigeben
- Keine konkrete Zeitleiste für GSM-Abschaltung, globaler Druck besteht
- Telekom will Kunden behutsam auf Veränderungen vorbereiten.
Großer Mobilfunk-Vergleichs-Rechner
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