DeepMind-Mitgründer: In fünf Jahren hat jeder eigenen KI-"Stabschef"

Künstliche Intelligenzen sind immer noch das Thema der Stunde, auch wenn das dieser Tage eher einen konkreten Anwendungsfall betrifft, und zwar sogenannte Large Language Models (LLMs). Doch das ist nur der Anfang, meint der Co-Gründer von Googles KI-Sparte DeepMind.
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KI ist mehr denn je die Zukunft

Google bzw. dessen Konzernmutter Alphabet sind zuletzt etwas in Hintertreffen geraten, das liegt vor allem daran, dass OpenAIs ChatGPT enorme mediale Aufmerksamkeit erfahren hat - und in die Microsoft-Suchmaschine Bing integriert wurde. Der Suchmaschinenriese aus dem kalifornischen Mountain View reagierte mit einem internen "Roten Alarm" und wies alle Abteilungen an, sich auf die Entwicklung von KIs und dazugehöriger Features zu konzentrieren.

Dazu hat Google unter dem Namen DeepMind eine neue KI-Abteilung gegründet, diese soll die Bemühungen in Sachen künstlicher Intelligenz vereinen. Der Name DeepMind ist allerdings nicht neu, denn dabei handelt es sich um eine ursprünglich unabhängige und 2014 von Google übernommene britisch-amerikanische KI-Schmiede.

KI-"Stabschef"

Mustafa Suleyman war einer der (ursprünglichen) Mitgründer und war lange Zeit für angewandte KI-Einsätze zuständig. 2022 hat er das Unternehmen aber verlassen. Dem Thema KI ist Suleyman aber treu geblieben und hat das Startup Inflection AI mitgegründet. Dieses entwickelt einen Chatbot namens Pi, das ist die Abkürzung für "Personal Intelligence", dieser soll nicht nur Informationen liefern, sondern auch emotionale Unterstützung.


Das war auch ein Teil eines Interviews, das Suleyman CNBC gegeben hat und laut dem AI-Forscher werden KI-Assistenten innerhalb der nächsten fünf Jahre ein essenzieller Teil des Alltags sein. Demnach werde jeder Zugang zu einer KI haben, die "einen kennt", "superschlau" ist und die persönliche Geschichte des Nutzers versteht.

"(Die KI) wird in der Lage sein, deinen Tag zu planen, dir dabei helfen, Prioritäten zu setzen, dir beim Erfinden helfen und viel kreativer sein", so Suleyman. "Sie wird ein Forschungsassistent sein, aber auch ein Coach und Begleiter."

Mehr als das: "So wie ich das sehe, wird in fünf Jahren jeder seinen eigenen 'Stabschef' haben". Damit ist keine militärische oder politische Funktion gemeint, sondern eine Person in großen Unternehmen, die hochrangige Manager bei wichtigen Entscheidungen unterstützt - also so etwas wie eine "rechte Hand" ist.

Die KI werde persönlichen Daten genau kennen, sich vollständig an den Interessen des Nutzers orientieren und helfen, alle Informationen zu verwalten und zu verarbeiten, die man braucht, meint Suleyman.

Zusammenfassung
  • Large Language Models (LLMs) sind aktuell im Fokus der KI-Entwicklung
  • Googles neue KI-Abteilung DeepMind soll KI-Bemühungen vereinen
  • Mitgründer Mustafa Suleyman gründete später Inflection AI
  • Suleyman sieht KI in fünf Jahren als Alltagsbestandteil
  • KI-Assistenten sollen individuell anpassbar und "superschlau" sein

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