Minecraft nie gespielt, Diamanten gefarmt:
Experten sind baff von Agent
Ein KI-Agent, der in Minecraft Diamanten findet - ohne je gespielt zu haben. DeepMind zeigt mit Dreamer 4, dass künstliche Intelligenz inzwischen lernen kann, allein durch eine Art "Vorstellungskraft" - ein Schritt hin zu selbsttrainierenden Agenten.
Bisherige Agenten mussten Millionen Versuche in der realen oder simulierten Umgebung durchlaufen. Doch Dreamer 4 nutzt ein anderes Prinzip - das der World Models. Statt ständig zu handeln, lernt es eine Art innere Physik-Engine, die aus Videos abschätzt, wie die Welt funktioniert. Diese virtuelle Umgebung dient dann als Trainingsraum, in dem der Agent Strategien "im Kopf" ausprobiert.
DeepMind beschreibt Dreamer 4 als eine Art Vorstellungsmaschine: Sie sieht Videos, erkennt Muster und probiert in ihrer eigenen Simulation aus, welche Aktionen zu Erfolg führen würden. So entsteht ein Lernprozess, der komplett ohne Interaktion mit der echten Spielwelt auskommt - ein entscheidender Fortschritt, etwa für Robotik, wo reale Fehlversuche bei Bewegungstraining schnell gefährlich wären.
Dabei waren die Forscher überrascht, wie gut dieser Ansatz funktioniert: "Das System zeigt bemerkenswerte Effizienz: Der Agent brauchte nur einen Bruchteil der Daten früherer Systeme und übertraf sie dennoch deutlich", so das Forscherteam von DeepMind. Während OpenAIs VPT-Modell rund 270.000 Stunden Videomaterial brauchte, kam Dreamer 4 mit rund 2500 Stunden aus - ein Faktor 100 weniger. Erst wenn das Training abgeschlossen ist, wird der Agent im echten Minecraft getestet. Das Ergebnis: Er findet tatsächlich Diamanten, obwohl er vorher nie wirklich gespielt hat.
Benchmark mag Dreamer 4
Technisch besteht Dreamer 4 aus zwei zentralen Bausteinen. Der erste, ein sogenannter Tokenizer, zerlegt Videobilder in eine vereinfachte, aber aussagekräftige Darstellung - ähnlich wie ein Gehirn, das nicht jedes Pixel speichert, sondern nur das, was für das Verständnis der Szene wichtig ist. Der zweite Baustein, das Dynamics Model, nutzt diese Darstellung, um vorherzusagen, wie sich die Welt im nächsten Moment verändern würde: Wenn ein Block abgebaut, ein Werkzeug geschwungen oder eine Figur gesteuert wird.
Auf YouTube ansehen
So kann Dreamer 4 nicht nur erkennen, was gerade im Spiel geschieht, sondern auch wie sich die Szene im nächsten Moment weiterentwickeln wird - etwa wenn ein Spieler eine Spitzhacke schwingt oder einen Block platziert. Diese inneren Simulationen laufen in Echtzeit (20 fps), also mit fast der gleichen Geschwindigkeit wie das eigentliche Spiel, und das auf nur einer Grafikkarte.
Dreamer 4 umfasst etwa zwei Milliarden Rechenparameter - eine Größenordnung, die es erlaubt, Zusammenhänge über längere Zeitspannen zu behalten. Statt einzelne Momente isoliert zu betrachten, sieht das Modell fast zehn Sekunden Videokontext auf einmal. Dadurch wirken Bewegungen konsistenter, Objekte bleiben an Ort und Stelle, und die virtuelle Welt verliert selbst bei langen Handlungsfolgen nicht ihre innere Logik.
Für DeepMind ist das Projekt mehr als ein technisches Experiment. Es zeigt, dass KI nicht zwangsläufig auf permanente Interaktion angewiesen ist, um zu lernen. Statt Versuch und Irrtum im echten Raum entsteht Wissen durch Vorstellung - eine Art internes Planspiel der Maschine.
Siehe auch:
Dreamer stellt sich Minecraft einfach vor - in Echtzeit
Das neue Modell, vorgestellt in einem Paper auf arXiv und auf der Dreamer 4-Seite von Danijar Hafner, ist der erste KI-Agent, der Diamanten in Minecraft gewinnt, ohne auch nur ein einziges Mal in der echten Spielwelt zu üben. Damit löst DeepMind ein altes Dilemma der KI-Forschung: Wie kann ein System komplexe Handlungen lernen, wenn Ausprobieren riskant, teuer oder schlicht unmöglich ist?Bisherige Agenten mussten Millionen Versuche in der realen oder simulierten Umgebung durchlaufen. Doch Dreamer 4 nutzt ein anderes Prinzip - das der World Models. Statt ständig zu handeln, lernt es eine Art innere Physik-Engine, die aus Videos abschätzt, wie die Welt funktioniert. Diese virtuelle Umgebung dient dann als Trainingsraum, in dem der Agent Strategien "im Kopf" ausprobiert.
DeepMind beschreibt Dreamer 4 als eine Art Vorstellungsmaschine: Sie sieht Videos, erkennt Muster und probiert in ihrer eigenen Simulation aus, welche Aktionen zu Erfolg führen würden. So entsteht ein Lernprozess, der komplett ohne Interaktion mit der echten Spielwelt auskommt - ein entscheidender Fortschritt, etwa für Robotik, wo reale Fehlversuche bei Bewegungstraining schnell gefährlich wären.
Dabei waren die Forscher überrascht, wie gut dieser Ansatz funktioniert: "Das System zeigt bemerkenswerte Effizienz: Der Agent brauchte nur einen Bruchteil der Daten früherer Systeme und übertraf sie dennoch deutlich", so das Forscherteam von DeepMind. Während OpenAIs VPT-Modell rund 270.000 Stunden Videomaterial brauchte, kam Dreamer 4 mit rund 2500 Stunden aus - ein Faktor 100 weniger. Erst wenn das Training abgeschlossen ist, wird der Agent im echten Minecraft getestet. Das Ergebnis: Er findet tatsächlich Diamanten, obwohl er vorher nie wirklich gespielt hat.
Benchmark mag Dreamer 4
Viel effizienter als die Konkurrenz
Bemerkenswert ist auch, wie effizient das System mit Daten umgeht: Schon 100 Stunden mit bekannten Aktionen reichten, um 85 Prozent der maximalen Genauigkeit zu erreichen. Den Rest zog das Modell aus unbeschrifteten Videos - ein Hinweis darauf, dass KIs künftig auch aus gewöhnlichen Webclips physikalisches Verständnis gewinnen könnten.Technisch besteht Dreamer 4 aus zwei zentralen Bausteinen. Der erste, ein sogenannter Tokenizer, zerlegt Videobilder in eine vereinfachte, aber aussagekräftige Darstellung - ähnlich wie ein Gehirn, das nicht jedes Pixel speichert, sondern nur das, was für das Verständnis der Szene wichtig ist. Der zweite Baustein, das Dynamics Model, nutzt diese Darstellung, um vorherzusagen, wie sich die Welt im nächsten Moment verändern würde: Wenn ein Block abgebaut, ein Werkzeug geschwungen oder eine Figur gesteuert wird.
Auf YouTube ansehenSo kann Dreamer 4 nicht nur erkennen, was gerade im Spiel geschieht, sondern auch wie sich die Szene im nächsten Moment weiterentwickeln wird - etwa wenn ein Spieler eine Spitzhacke schwingt oder einen Block platziert. Diese inneren Simulationen laufen in Echtzeit (20 fps), also mit fast der gleichen Geschwindigkeit wie das eigentliche Spiel, und das auf nur einer Grafikkarte.
Tricks funktionieren
Der entscheidende Trick dahinter heißt Shortcut Forcing. Statt wie herkömmliche Modelle jedes Einzelbild Schritt für Schritt zu berechnen, lernt Dreamer 4, ganze Bildfolgen in einem Zug vorauszudenken. Dadurch wird das Training um ein Vielfaches schneller - und die Simulation bleibt trotzdem stabil. In Kombination mit einem speziell abgestimmten Transformer-Netzwerk, das Zeit- und Raumbeziehungen getrennt verarbeitet, kann das System auch komplexe Abläufe wie Bauen, Kämpfen oder Crafting glaubwürdig nachstellen.Dreamer 4 umfasst etwa zwei Milliarden Rechenparameter - eine Größenordnung, die es erlaubt, Zusammenhänge über längere Zeitspannen zu behalten. Statt einzelne Momente isoliert zu betrachten, sieht das Modell fast zehn Sekunden Videokontext auf einmal. Dadurch wirken Bewegungen konsistenter, Objekte bleiben an Ort und Stelle, und die virtuelle Welt verliert selbst bei langen Handlungsfolgen nicht ihre innere Logik.
Für DeepMind ist das Projekt mehr als ein technisches Experiment. Es zeigt, dass KI nicht zwangsläufig auf permanente Interaktion angewiesen ist, um zu lernen. Statt Versuch und Irrtum im echten Raum entsteht Wissen durch Vorstellung - eine Art internes Planspiel der Maschine.
Was ist Google DeepMind?
Google DeepMind ist eine britische KI-Forschungseinrichtung, die 2023 aus der Fusion von DeepMind (gegründet 2010) und Google Brain entstand. Sie gehört zu Alphabet Inc. und hat ihren Hauptsitz in London.
Das Unternehmen entwickelt künstliche allgemeine Intelligenz (AGI) und hat bahnbrechende KI-Systeme geschaffen: AlphaGo besiegte 2016 den Go-Weltmeister, AlphaFold revolutionierte 2020 die Proteinstrukturvorhersage.
DeepMind wurde ursprünglich von Demis Hassabis, Shane Legg und Mustafa Suleyman gegründet und 2014 für etwa 500 Millionen US-Dollar von Google übernommen. Heute beschäftigt die Organisation über 2700 Mitarbeiter weltweit.
Das Unternehmen entwickelt künstliche allgemeine Intelligenz (AGI) und hat bahnbrechende KI-Systeme geschaffen: AlphaGo besiegte 2016 den Go-Weltmeister, AlphaFold revolutionierte 2020 die Proteinstrukturvorhersage.
DeepMind wurde ursprünglich von Demis Hassabis, Shane Legg und Mustafa Suleyman gegründet und 2014 für etwa 500 Millionen US-Dollar von Google übernommen. Heute beschäftigt die Organisation über 2700 Mitarbeiter weltweit.
Was sind die wichtigsten Durchbrüche von DeepMind?
AlphaGo (2016) war die erste KI, die einen professionellen Go-Spieler besiegte - eine Leistung, die Jahrzehnte früher als erwartet kam. AlphaGo Zero lernte 2017 das Spiel ohne menschliche Trainingsdaten und wurde stärker als alle Vorgänger.
AlphaFold (2020) löste das 50 Jahre alte "Proteinfaltungsproblem" und kann die 3D-Struktur von Proteinen aus ihrer Aminosäuresequenz vorhersagen. 2024 erhielt Demis Hassabis dafür den Nobelpreis für Chemie.
Weitere Erfolge: AlphaStar erreichte Grandmaster-Niveau in StarCraft II, AlphaCode löst Programmieraufgaben auf Wettbewerbsniveau, und Gemini ist DeepMinds multimodales Large Language Model, das mit GPT-4 konkurriert.
AlphaFold (2020) löste das 50 Jahre alte "Proteinfaltungsproblem" und kann die 3D-Struktur von Proteinen aus ihrer Aminosäuresequenz vorhersagen. 2024 erhielt Demis Hassabis dafür den Nobelpreis für Chemie.
Weitere Erfolge: AlphaStar erreichte Grandmaster-Niveau in StarCraft II, AlphaCode löst Programmieraufgaben auf Wettbewerbsniveau, und Gemini ist DeepMinds multimodales Large Language Model, das mit GPT-4 konkurriert.
Wie funktioniert die Technologie hinter DeepMind?
DeepMind nutzt Deep Reinforcement Learning: Künstliche neuronale Netze lernen durch Versuch und Irrtum, ähnlich wie Menschen. Das System erhält Belohnungen für erfolgreiche Aktionen und optimiert seine Strategie.
AlphaGo kombinierte Monte-Carlo-Baumsuche mit tiefen neuronalen Netzen. AlphaGo Zero ging noch weiter und lernte ausschließlich durch Selbstspiel ohne menschliche Beispiele - eine Form des selbstüberwachten Lernens.
AlphaFold nutzt Transformer-Architekturen und Aufmerksamkeitsmechanismen, um räumliche Beziehungen zwischen Aminosäuren zu modellieren. Die Datenbank enthält inzwischen Strukturvorhersagen für über 200 Millionen Proteine.
AlphaGo kombinierte Monte-Carlo-Baumsuche mit tiefen neuronalen Netzen. AlphaGo Zero ging noch weiter und lernte ausschließlich durch Selbstspiel ohne menschliche Beispiele - eine Form des selbstüberwachten Lernens.
AlphaFold nutzt Transformer-Architekturen und Aufmerksamkeitsmechanismen, um räumliche Beziehungen zwischen Aminosäuren zu modellieren. Die Datenbank enthält inzwischen Strukturvorhersagen für über 200 Millionen Proteine.
Welche ethischen Bedenken gibt es?
DeepMind gründete 2017 eine Ethik- und Gesellschaftseinheit, die 2021 jedoch aufgelöst wurde. Kritiker befürchten, dass kommerzielle Interessen von Google die ethische KI-Entwicklung beeinträchtigen könnten.
Die militärische Nutzung ist umstritten: 2024 wurde bekannt, dass DeepMind-Technologie für israelische Militäroperationen in Gaza verwendet wurde, was zu Protesten von Mitarbeitern führte.
Auch Datenschutz ist problematisch: 2017 nutzte DeepMind ohne ausreichende Genehmigung 1,6 Millionen Patientendaten des britischen NHS. Die britische Datenschutzbehörde stellte schwere Verstöße fest.
Die militärische Nutzung ist umstritten: 2024 wurde bekannt, dass DeepMind-Technologie für israelische Militäroperationen in Gaza verwendet wurde, was zu Protesten von Mitarbeitern führte.
Auch Datenschutz ist problematisch: 2017 nutzte DeepMind ohne ausreichende Genehmigung 1,6 Millionen Patientendaten des britischen NHS. Die britische Datenschutzbehörde stellte schwere Verstöße fest.
Wie ist die wirtschaftliche Situation?
DeepMind machte jahrelang Verluste: 2019 betrug der Verlust 477 Millionen Pfund bei 265,5 Millionen Pfund Umsatz. Die Mitarbeiterzahl wuchs von 400 (2016) auf über 1000 (2019).
Nach der Fusion mit Google Brain 2023 werden die Finanzen nicht mehr separat ausgewiesen. Die Integration in Google soll Synergien schaffen und die Kommerzialisierung beschleunigen.
DeepMind-Technologie fließt in Google-Produkte ein: Gemini konkurriert mit ChatGPT, AlphaFold wird in der Pharmaforschung genutzt, und KI-Optimierungen reduzierten den Energieverbrauch von Google-Rechenzentren um 40 %.
Nach der Fusion mit Google Brain 2023 werden die Finanzen nicht mehr separat ausgewiesen. Die Integration in Google soll Synergien schaffen und die Kommerzialisierung beschleunigen.
DeepMind-Technologie fließt in Google-Produkte ein: Gemini konkurriert mit ChatGPT, AlphaFold wird in der Pharmaforschung genutzt, und KI-Optimierungen reduzierten den Energieverbrauch von Google-Rechenzentren um 40 %.
Zusammenfassung
- DeepMinds KI-Agent Dreamer 4 findet Minecraft-Diamanten ohne Spielpraxis
- KI lernt durch "Vorstellungskraft" statt echter Spielversuche
- System entwickelt innere Physik-Engine aus Videobeobachtungen
- Dreamer 4 benötigt nur 2500 statt 270.000 Stunden Trainingsmaterial
- Modell kann mit unbeschrifteten Videos physikalisches Verständnis gewinnen
- Technologie verwendet Tokenizer und Dynamics Model für Weltverständnis
- Shortcut Forcing ermöglicht schnelle Berechnung ganzer Bildsequenzen
Siehe auch:
- Google DeepMind: Upgrade für realistische Bildbearbeitungen in Gemini
- Googles neue DeepMind-KIs machen Roboter zu flexiblen Alleskönnern
- DeepMind-Mitgründer: In fünf Jahren hat jeder eigenen KI-"Stabschef"
- Google gründet neue KI-Abteilung: DeepMind soll Microsoft angreifen
- DeepMind-KI hat Faltung aller 200 Mio. bekannten Proteine berechnet
Themen:
Videos zum Thema KI
- KI hält in Kameras Einzug: Was sie dort tut und was es bringt
- Super Bowl 2026: OpenAI lässt uns mit Codex Neues erschaffen
- Super Bowl 2026: Claude verrät, wie man einen Sixpack bekommt
- Super Bowl 2026: Oakley Meta-Brillen halten epische Sportmomente fest
- Super Bowl 2026: Base44 zeigt, wie KI jeden zum Programmierer macht
Beiträge aus dem Forum
Interessante Links
Neue Nachrichten
- GDID: Microsoft bestätigt nicht deaktivierbare Windows-Gerätekennung
- FritzSmart und Repeater: Firmware-Updates für 4 Geräte stehen bereit
- Schweizer Armee verbannt Microsoft für deutsche OpenDesk-Lösung
- Long March 10B: China landet erstmals Raketenstufe auf dem Meer
- Nur heute: 13 Weekend-Deals bei Media Markt & Saturn, die sich lohnen
- Aktuelle Technik-Blitzangebote von Amazon im Überblick
- PC-Gaming: Steam scheffelt mehr Geld als je zuvor - aus zwei Gründen
❤ WinFuture unterstützen
Sie wollen online einkaufen?
Dann nutzen Sie bitte einen der folgenden Links,
um WinFuture zu unterstützen:
Vielen Dank!
Alle Kommentare zu dieser News anzeigen