YouTube geht gegen Videos "unwirksamer" Krebsbehandlungen vor

YouTube ist auch ein Sammelbecken für allerhand dubiose und teilweise auch gefährliche Inhalte. Das betrifft nicht nur Politik und Gesellschaft, sondern auch Wissenschaft und Medizin. YouTube will nun vor allem scharf gegen gefährliche Krebs-Fake News vorgehen.
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Volkskrankheit Krebs

Alleine in Deutschland sterben mehr als 200.000 Menschen an Krebs und das jedes Jahr. Man kann und muss Krebs als eine der gefährlichsten Volkskrankheiten unserer Zeit bezeichnen. Eine Krebsdiagnose ist allerdings kein automatisches Todesurteil, denn viele Arten können erfolgreich behandelt werden, wenn man sie frühzeitig erkennt.

Es gibt aber leider immer wieder Menschen, die der traditionellen Schulmedizin misstrauen und mit oftmals esoterischen Methoden Tumore bekämpfen wollen. Vielfach gefährden sich diese Menschen nicht nur selbst, sondern auch andere, allen voran Familienmitglieder und immer wieder auch Kinder. Und das Problem wird auch immer größer, da sich derartige Fehlinformationen auf sozialen Medien verbreiten.

Eine der wichtigsten Quellen ist hier YouTube, die zu Google gehörende Plattform wird auch gerne ironisch als "YouTube-Universität" verspottet, weil Menschen akademische Abschlüsse und andere mit Zehn-Minuten-Videos "nachholen" können. Wenn das harmlose Spinnereien sind, dann kann man das durchaus als Unterhaltung sehen, gefährlich wird es aber eben, wenn es medizinische Falschinformationen sind.

YouTube verschärft Gangart

Das ist auch der Grund, warum YouTube nun bekannt gegeben hat, dass man verstärkt Inhalte entfernen wird, die für "schädliche oder unwirksame" Krebsbehandlungen werben oder die Nutzer davon abhalten, sich professionell medizinisch behandeln zu lassen.


YouTube schreibt, dass man in den vergangenen Jahren immer mehr über die Entwicklung von Gemeinschaftsrichtlinien bzw. zu Fehlinformationen über Covid-19, Impfstoffe, reproduktive Gesundheit, schädliche Substanzen und mehr gelernt hat.

Konkret spricht man nun das Thema Krebs ab: "Ab heute und verstärkt in den kommenden Wochen werden wir damit beginnen, Inhalte zu entfernen, die für Krebsbehandlungen werben, die sich als schädlich oder unwirksam erwiesen haben, oder Inhalte, die die Zuschauer davon abhalten, professionelle medizinische Behandlung in Anspruch zu nehmen", schreibt YouTube.

Die Videoplattform weiter: "Dazu gehören Inhalte, die unbewiesene Behandlungen anstelle von zugelassenen Therapien oder als garantierte Heilung anpreisen, sowie Behandlungen, die von Gesundheitsbehörden ausdrücklich als schädlich eingestuft wurden. Ein Video, in dem behauptet wird, dass 'Knoblauch Krebs heilt' oder 'Vitamin C anstelle einer Strahlentherapie' verwendet werden soll, würde beispielsweise entfernt werden."

Man erklärt auch, wie es zu solchen Fake News kommen kann bzw. warum YouTube eine so wichtige Rolle einnimmt: "Wenn Krebspatienten und ihre Angehörigen mit einer Diagnose konfrontiert werden, wenden sie sich oft an Online-Plattformen, um Symptome zu erforschen, sich über die Behandlung zu informieren und Gemeinschaft zu finden. Unser Ziel ist es, sicherzustellen, dass sie auf YouTube qualitativ hochwertige Inhalte aus glaubwürdigen Gesundheitsquellen finden können."

Zusammenfassung
  • YouTube geht verstärkt gegen Krebs-Fake News vor
  • Inhalte, die für schädliche oder unwirksame Behandlungen werben, werden entfernt
  • Maßnahme soll Nutzer vor Fehlinformationen schützen
  • Videos, die unbewiesene Behandlungen anpreisen, werden gelöscht
  • Ziel, Nutzern hochwertige Inhalte aus glaubwürdigen Quellen anzubieten



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