Steuerzahler zahlt wieder:
PKW-Maut-Debakel kostet weitere 243. Mio.
Die CSU hatte die Pkw-Maut als genialen Schachzug für Einnahmen gefeiert und gegen alle Widerstände und Warnungen ins Rollen gebracht. Jahre später muss der Steuerzahler für die Folgen der inkompetenten Planung immer noch aufkommen - jetzt mit 243 Millionen Euro.
Wie unter anderem die TrafficCom AG in einer Presseerklärung mitteilt, haben AutoTicket und die Deutsche Bundesregierung sich heute auf einen Vergleich geeinigt, mit dem das Unternehmen für die Kündigung des Betreibervertrags entschädigt wird. Zum Start der Verhandlung hatte das Joint Venture 560 Mio. Euro Entschädigungs- und Schadenersatzansprüche geltend gemacht. Jetzt hat man sich mit dem Verkehrsministerium auf eine Zahlung von 243 Millionen Euro geeinigt, die Zustimmung des Haushaltsausschusses des Bundestags ist bereits in geheimer Sitzung erfolgt.
"Die vergleichsweise Einigung wird voraussichtlich in den kommenden Tagen finalisiert und ausgefertigt und damit wirksam werden", so TrafficCom in seiner Mitteilung. Für Deutschland markiert der Vergleich den Abschluss der Rechtsstreitigkeiten, die seit dem plötzlichen Ende des Maut-Vorhabens angedauert hatten. Wie Golem in seinen Bericht schreibt, ist damit die Rechnung aber immer noch nicht ganz bezahlt. Zu den 243 Millionen Euro aus dem Vergleich kommen Kosten für das Verfahren von rund 26 Millionen Euro.
Siehe auch:
Steuerzahler muss für Planungsfehler 243 Mio. Euro zahlen
Mit Pauken und Trompeten hatte die CSU und der damalige Verkehrsminister Andreas Scheuer Lärm für die Pkw-Maut gemacht. Schnell wurde ein Vertrag mit einem Joint-Venture aus Eventim AG und TrafficCom AG, der AutoTicket GmbH, abgeschlossen und ein Startdatum genannt: Oktober 2020. Ob das Vorhaben nach EU-Recht überhaupt umsetzbar ist, war zu diesem Zeitpunkt nicht klar. Dann am 18. Juni 2019 die Entscheidung des Europäischen Gerichtshofs: Die deutsche Pkw-Maut verstößt gegen EU-Recht. Scheuer musste zurückziehen und kündigte den Vertrag mit der AutoTicket GmbH. Dafür zahlt drei Jahre später der Steuerzahler jetzt die Rechnung.Wie unter anderem die TrafficCom AG in einer Presseerklärung mitteilt, haben AutoTicket und die Deutsche Bundesregierung sich heute auf einen Vergleich geeinigt, mit dem das Unternehmen für die Kündigung des Betreibervertrags entschädigt wird. Zum Start der Verhandlung hatte das Joint Venture 560 Mio. Euro Entschädigungs- und Schadenersatzansprüche geltend gemacht. Jetzt hat man sich mit dem Verkehrsministerium auf eine Zahlung von 243 Millionen Euro geeinigt, die Zustimmung des Haushaltsausschusses des Bundestags ist bereits in geheimer Sitzung erfolgt.
"Die vergleichsweise Einigung wird voraussichtlich in den kommenden Tagen finalisiert und ausgefertigt und damit wirksam werden", so TrafficCom in seiner Mitteilung. Für Deutschland markiert der Vergleich den Abschluss der Rechtsstreitigkeiten, die seit dem plötzlichen Ende des Maut-Vorhabens angedauert hatten. Wie Golem in seinen Bericht schreibt, ist damit die Rechnung aber immer noch nicht ganz bezahlt. Zu den 243 Millionen Euro aus dem Vergleich kommen Kosten für das Verfahren von rund 26 Millionen Euro.
Zusammenfassung
- CSU versuchte Pkw-Maut einzuführen, scheiterte jedoch an EU-Recht.
- Verkehrsminister zog zurück, Steuerzahler muss nun Rechnung bezahlen.
- Vergleich mit AutoTicket GmbH: 243 Mio. Euro Entschädigung.
- Kosten für Rechtsstreitigkeiten noch unbezahlt (26 Mio. Euro).
Siehe auch:
- Pkw-Maut-Debakel: Steuerzahler müssen beim Straßenzoll drauflegen
- Pkw-Maut: Datenschützer kritisieren den gläsernen Pkw-Fahrer
- Selbstfahrende Autos bleiben im Nebel stehen, lösen Verkehrschaos aus
- Autoindustrie will den Verbrenner-Kampf des Verkehrsministers nicht
- Lufthansa: IT-Panne legt Flugverkehr lahm, Chaos dürfte lange dauern
Thema:
Neueste Downloads
Neue Nachrichten
Beliebte Nachrichten
Videos
Meist kommentierte Nachrichten
Forum
-
dav2d: ein sehr schneller plattformübergreifender AV2 decoder
d-hubs - Heute 15:26 Uhr -
Neues von Proxmox, dem Virtualisieurngsspezialisten
d-hubs - Heute 10:53 Uhr -
#FLOCK ´26: die Flock to Fedora Project Conference
d-hubs - Gestern 16:05 Uhr -
DigiKam: das Open-Source-Fotoverwaltungsprogramm
d-hubs - Vorgestern 13:22 Uhr -
Alpine-Linux: unter den schlanken Distris
d-hubs - Vorgestern 12:33 Uhr
❤ WinFuture unterstützen
Sie wollen online einkaufen?
Dann nutzen Sie bitte einen der folgenden Links,
um WinFuture zu unterstützen:
Vielen Dank!
Alle Kommentare zu dieser News anzeigen