E-Autos: VW will wohl Huaweis Software, weil man es selbst nicht kann
Bei Volkswagen ist man offenbar einigermaßen verzweifelt, was die Software für Elektroautos angeht, sodass nach den Fehlschlägen rund um die Entwicklungssparte Cariad jetzt Lösungen hermüssen, um keine Marktanteile zu verlieren. Ein möglicher Partner dafür ist ausgerechnet Huawei.
VW soll in den letzten Wochen Gespräche mit dem chinesischen Konzern Huawei geführt haben, bei denen es um die Integration von Technologien aus dem Bereich der Software bei den für China produzierten Elektroautos von Volkswagen ging. Dies berichtet die Financial Times (FT) unter Berufung auf Quellen, die über die Gespräche informiert sein sollen.
Genaue Details darüber, welche Software Volkswagen von Huawei gegebenenfalls lizenzieren will, liefert der Bericht der FT nicht. Huawei wollte sich nicht zu dem Thema äußern, während von VW zu hören war, dass die chinesische Niederlassung des deutschen Autoriesen keine Gespräche über die Lizenzierung eines vollständigen Betriebssystems für seine Fahrzeuge führe.
VW versucht durch die Gespräche mit chinesischen Softwarepartnern wie Huawei angeblich, bessere Voraussetzungen für die Steigerung seiner Marktanteile im EV-Bereich in China zu schaffen. Zwar verkauft der deutsche Konzern dort mehr Autos als irgendwo sonst auf der Welt, man hängt aber mit nur zwei Prozent Marktanteil bei Elektroautos deutlich hinter der Konkurrenz zurück.
Durch stärkere Anpassungen der Software in den VW-Elektroautos könnten mehr chinesische Kunden angesprochen werden, so zumindest die Theorie. Gleichzeitig ist aber offen, ob ein chinesischer Softwarepartner in der Lage wäre, auf die diversen Anforderungen des deutschen Autoherstellers einzugehen und nicht noch größere Probleme entstehen.
Siehe auch:
Cariad bereitet Probleme, kürzlich Management ausgetauscht
Cariad, die Software-Sparte von VW, hat seit ihrer Einrichtung im Jahr 2020 immer wieder Probleme. So sind die Kosten in der Abteilung explodiert und es gab Verzögerungen bei der Einführung von EV-Modellen wie dem Audi Q6 e-tron und dem Porsche Macan, weil die Softwareentwicklung nicht rechtzeitig fertig wurde. Erst in den letzten Tagen hatte VW-Chef Oliver Blume praktisch das gesamte Management von Cariad entlassen.Genaue Details darüber, welche Software Volkswagen von Huawei gegebenenfalls lizenzieren will, liefert der Bericht der FT nicht. Huawei wollte sich nicht zu dem Thema äußern, während von VW zu hören war, dass die chinesische Niederlassung des deutschen Autoriesen keine Gespräche über die Lizenzierung eines vollständigen Betriebssystems für seine Fahrzeuge führe.
Huawei liefert ganze Betriebssysteme für chinesische E-Autos
Huawei ist seit einigen Jahren auch im Bereich der Softwarelösungen für Elektroautos tätig, konnte dabei aber bisher nur Partnerschaften mit chinesischen Fahrzeugherstellern schließen. Sollte es dem Unternehmen gelingen, einen Deal mit einem der großen internationalen Autokonzerne wie VW zu ergattern, wäre dies für das Unternehmen natürlich eine echte Errungenschaft.VW versucht durch die Gespräche mit chinesischen Softwarepartnern wie Huawei angeblich, bessere Voraussetzungen für die Steigerung seiner Marktanteile im EV-Bereich in China zu schaffen. Zwar verkauft der deutsche Konzern dort mehr Autos als irgendwo sonst auf der Welt, man hängt aber mit nur zwei Prozent Marktanteil bei Elektroautos deutlich hinter der Konkurrenz zurück.
Durch stärkere Anpassungen der Software in den VW-Elektroautos könnten mehr chinesische Kunden angesprochen werden, so zumindest die Theorie. Gleichzeitig ist aber offen, ob ein chinesischer Softwarepartner in der Lage wäre, auf die diversen Anforderungen des deutschen Autoherstellers einzugehen und nicht noch größere Probleme entstehen.
Zusammenfassung
- VW führt Gespräche mit Huawei über Software-Integration für Elektroautos in China.
- Cariad, VW-Software-Sparte, hatte Kostenexplosion und Verzögerungen.
- Huawei bisher nur Partnerschaften mit chinesischen Herstellern.
- VW will Marktanteile bei Elektroautos in China steigern.
- Anpassungen der Software sollen mehr chinesische Kunden ansprechen.
- Sorge, ob Huawei VW-Anforderungen erfüllen kann.
Siehe auch:
- Das erste 'Huawei-Auto' ist da: HarmonyOS, Hybrid & High-End-Sound
- Erste Ausnahme: US-Unternehmen dürfen an Huawei Auto-Chips liefern
- Erstes Huawei-Auto vorgestellt: Neuer E-Flitzer mit Smartphone-Technik
- "Huawei inside": Autos bekommen Aufkleber der Chiphersteller verpasst
- Kein 5G ohne Huawei in Deutschland? China droht mit Auto-Boykott
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