Erneute Verzögerung: Elektrischer VW Golf soll erst ab 2030 starten

Vom Millionen-Seller zum Sorgenkind: VW produziert heute nur noch ein Drittel der Golf-Menge von 2015. Jetzt verschiebt sich auch der E-Golf-Start auf das Jahr 2030. Ein Insider erklärt, was dahintersteckt.
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Erneute Verzögerung für VW E-Golf

Mit über 37 Millionen verkauften Exemplaren zählt der VW Golf zu den erfolgreichsten Autos der Welt - doch seine elektrische Zukunft lässt weiter auf sich warten. Das meldet das Handelsblatt und bezieht sich dabei auf Insider-Informationen.

Die Einführung der neuen Elektromodelle ID.Roc und ID.Golf wird demnach auf das Jahr 2030 verschoben, wie aus Kreisen des Unternehmens verlautet. Ursprünglich sollte der E-Golf bereits 2027 auf den Markt kommen, später dann wurde der Start auf 2029 verschoben.


Als Grund für diese Entscheidung führen die Wolfsburger laut dem Bericht den hohen Kostendruck an, weil weniger Elektroautos als geplant verkauft werden und auch noch ungeklärte Fragen zur Produktion bestehen.

Wie das Handelsblatt weiter berichtet, spiegelt diese Entwicklung die aktuellen Herausforderungen der gesamten Automobilindustrie wider, die mit schwächelnder Nachfrage nach Elektrofahrzeugen kämpft. Besonders bemerkenswert ist das Ganze im Kontrast zur bisherigen Golf-Historie.

Dramatischer Wandel

Bereits zwei Jahre nach dem Start lief das millionste Exemplar des ersten Golf vom Band, während sich das Produktionsvolumen von über einer Million Fahrzeugen im Jahr 2015 auf etwa 300.000 Modelle im Jahr 2024 reduzierte. Diese Zahlen verdeutlichen, wie sich die Automobilbranche über die Jahre grundlegend wandelte.


Auswirkungen auf die Werksplanung

Die Verschiebung wirkt sich auch auf die Auslastung der VW-Werke aus. So soll der Verbrenner-Golf später als geplant vom Stammwerk Wolfsburg nach Mexiko verlagert werden. Zugleich soll der kompakte E-Typ ID.3 erst einmal von Zwickau aus auf die Straße kommen und nicht wie ursprünglich vorgesehen schon 2027 im Stammwerk gefertigt werden.

Softwareprobleme als Hauptursache

Grund für die Verzögerungen sind vor allem Probleme mit der neuen Softwarearchitektur E3 2.0, die mit der SSP-Plattform betrieben werden sollte. Die Software ist so stark verspätet, dass die geplanten Modelle nicht wie vorgesehen eingeführt werden können. Diese technischen Herausforderungen erinnern an frühere Schwierigkeiten bei der Golf-Entwicklung, als bereits 2024 Softwareprobleme zu einer ersten Verschiebung führten.

Die endgültigen Entscheidungen über die Produktionspläne werden voraussichtlich in der nächsten Planungsrunde des VW-Aufsichtsrats getroffen, die traditionell im November stattfindet. Bis dahin bleibt die Zukunft des elektrischen Golf-Nachfolgers ungewiss - und Fans des Kompaktwagens müssen sich weiter gedulden.

Was haltet ihr von der erneuten Verschiebung des E-Golf? Teilt eure Gedanken zu Volkswagens Elektrostrategie in den Kommentaren mit!

Zusammenfassung
  • VW verschiebt E-Golf-Start auf 2030 statt 2027
  • Golfproduktion sank von über einer Million 2015 auf 300000 in 2024
  • Kostendruck und schwache E-Auto-Nachfrage als Hauptgründe
  • Probleme mit neuer Softwarearchitektur E3 2.0 behindern Entwicklung
  • Verbrenner-Golf-Produktion wird später nach Mexiko verlagert
  • ID.3 vorerst in Zwickau statt im Stammwerk produziert

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