Frischzellenkur: Google will seine Suchmaschine stark überarbeiten
Seit Jahren und Jahrzehnten ist Googles Suchmaschine im Wesentlichen unverändert. Es gab bisher auch keinen Grund dafür, denn die Dominanz der Kalifornier war und ist gewaltig. Doch mit KI-Hilfe konnte Microsofts Bing ein kräftiges Lebenszeichen geben - und Google muss handeln.
Google in der Defensive: So kennt man den Konzern aus dem kalifornischen Mountain View eigentlich gar nicht. Denn mit seiner Suchmaschine ist der Konzern die vielleicht größte Konstante des heutigen Internets, und zwar seit bereits mehr als zwei Jahrzehnten. Die Google-Startseite und auch die Ergebnisse haben sich in dieser Zeit praktisch nicht verändert, dazu bestand schlichtweg kein Grund.
Die Integration des KI-Chatbots ChatGPT in Microsofts Bing hat die Karten zwar vielleicht nicht neu gemischt, mehreren Berichten zufolge sind bei Google jedoch die Alarmglocken angegangen. Anders gesagt: Das Unternehmen muss handeln. Der erste Schritt war es, die Entwicklung der eigenen Chat-KI Bard zu forcieren, doch das war nur der Anfang.
Die Überarbeitung wird natürlich vor allem KI-Funktionen betreffen. So plant Google, einen entsprechenden Chat hinzuzufügen, dazu kommt ein verstärkter Fokus auf Social-Media-Beiträge und kurze Videos. Die Suchergebnisse sollen auch interaktiver und visueller werden: Geplant oder angedacht ist es, dass Nutzer häufiger dazu aufgefordert werden, Folgefragen zu stellen oder Elemente wie TikTok-Videos zu sehen bekommen.
Google will damit bewusst eine Abkehr von den traditionellen "zehn blauen Links" in den Suchergebnissen durchführen. Wann und ob diese Änderungen tatsächlich kommen, ist freilich ungewiss. Einen ersten Hinweis werden wir aber möglicherweise schon bald bekommen, denn diesen Mittwoch startet die Entwicklerkonferenz Google I/O.
Siehe auch:
Die Integration des KI-Chatbots ChatGPT in Microsofts Bing hat die Karten zwar vielleicht nicht neu gemischt, mehreren Berichten zufolge sind bei Google jedoch die Alarmglocken angegangen. Anders gesagt: Das Unternehmen muss handeln. Der erste Schritt war es, die Entwicklung der eigenen Chat-KI Bard zu forcieren, doch das war nur der Anfang.
Google soll "verjüngt" werden
Das Wall Street Journal (WSJ) hat nämlich herausfinden können, dass für Google nicht einmal mehr die Suche sakrosankt, also unantastbar, ist. Denn laut internen Dokumenten, die der Wirtschaftszeitung zugespielt wurden, will Google die Suchmaschine "visueller, einfacher zu bedienen, persönlicher und menschlicher" gestalten. Zielgruppe dieser Änderung sind junge Menschen, so das WSJ.Die Überarbeitung wird natürlich vor allem KI-Funktionen betreffen. So plant Google, einen entsprechenden Chat hinzuzufügen, dazu kommt ein verstärkter Fokus auf Social-Media-Beiträge und kurze Videos. Die Suchergebnisse sollen auch interaktiver und visueller werden: Geplant oder angedacht ist es, dass Nutzer häufiger dazu aufgefordert werden, Folgefragen zu stellen oder Elemente wie TikTok-Videos zu sehen bekommen.
Google will damit bewusst eine Abkehr von den traditionellen "zehn blauen Links" in den Suchergebnissen durchführen. Wann und ob diese Änderungen tatsächlich kommen, ist freilich ungewiss. Einen ersten Hinweis werden wir aber möglicherweise schon bald bekommen, denn diesen Mittwoch startet die Entwicklerkonferenz Google I/O.
Zusammenfassung
- Google in der Defensive: KI-Hilfe von Microsofts Bing als Grund.
- Google musste handeln: Entwicklung der Chat-KI Bard forcieren.
- KI-Funktionen, Chat, Social-Media-Beiträge und kurze Videos.
- Interaktive und visuelle Suchergebnisse, z.B. Aufforderung zu Folgefragen.
- Abkehr von traditionellen "zehn blauen Links".
Siehe auch:
- Bard: Googles Antwort auf Bing KI-Chatbot soll auf Pixel-Phones landen
- Microsoft wirbt für Bing, wenn Nutzer per Edge Google Bard aufrufen
- Google Bard: Mitarbeiter schrieben KI-Bot vor dem Start als peinlich ab
- Google Bard: KI-Chatbot steigt auf komplexeres Sprachmodell um
- Hat Bard bei Microsoft Bing und ChatGPT geklaut? Google dementiert
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