TSMC: Deutsches Werk nimmt Form an - Absage an High-End-Glitzer
Die Planungen für eine große Chipfabrik des weltweit größten Auftragsherstellers TSMC in Deutschland nehmen weiter Form an. Das Investitionsvolumen tendiert inzwischen zu einem zweistelligen Milliardenbetrag und man will mit lokalen Partnern arbeiten.
Offiziell ist seitens des Unternehmens weiterhin davon die Rede, dass man darüber nachdenkt, ein Werk in Europa zu bauen. Hinter den Kulissen ist man hingegen schon deutlich weiter, wie ein aktueller Bericht des US-Nachrichtendienstes Bloomberg zeigt. Von mit der Angelegenheit vertrauten Quellen war demnach zu hören, dass man bei dem Bauprojekt mit mindestens 7 Milliarden Euro rechnet, die Gesamtinvestition aber wahrscheinlich eher bei 10 Milliarden Euro liegen wird.
Der Standort des neuen Werkes wird dabei mit hoher Wahrscheinlichkeit in Sachsen liegen - TSMC dockt hier also an die Halbleiter-Region um Dresden an. Angesichts der Partner, mit denen man das Werk realisieren will, ist das auch folgerichtig: Die Taiwaner wollen nicht im Alleingang bauen, sondern mit NXP, Bosch und Infineon zusammenarbeiten, die allesamt bereits in der Umgebung des Standortes sesshaft sind.
Angesichts der Förderprogramme, die weltweit für die Halbleiter-Industrie aufgelegt werden, spekuliert auch das Konsortium um TSMC natürlich auf staatliche Beihilfen. Wie hoch diese ausfallen werden, ist noch unklar. Die Verhandlungen sollen allerdings bereits auf verschiedenen Ebenen laufen. Zu rechnen ist hier damit, dass sowohl die Bundesregierung als auch die EU und wohl auch das Land Sachsen jeweils bestimmte Leistungen übernehmen werden, um das Werk zu realisieren.
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Der Standort des neuen Werkes wird dabei mit hoher Wahrscheinlichkeit in Sachsen liegen - TSMC dockt hier also an die Halbleiter-Region um Dresden an. Angesichts der Partner, mit denen man das Werk realisieren will, ist das auch folgerichtig: Die Taiwaner wollen nicht im Alleingang bauen, sondern mit NXP, Bosch und Infineon zusammenarbeiten, die allesamt bereits in der Umgebung des Standortes sesshaft sind.
Chips für Autos
Der TSMC-Vorsitzende Mark Liu hatte seinen Aktionären bereits im Jahr 2021 mitgeteilt, dass der Chiphersteller mit der Prüfung des Aufbaus einer Produktionsstätte in Deutschland, der größten Volkswirtschaft Europas, begonnen habe. Das geplante europäische Werk soll sich dabei auf Chips für den Automobilsektor konzentrieren. Das bedeutet aber auch, dass TSMC hierzulande nicht seine High End-Prozesse zum Einsatz bringen wird, sondern eher auf gut abgehangene 28-Nanometer-Designs setzt.Angesichts der Förderprogramme, die weltweit für die Halbleiter-Industrie aufgelegt werden, spekuliert auch das Konsortium um TSMC natürlich auf staatliche Beihilfen. Wie hoch diese ausfallen werden, ist noch unklar. Die Verhandlungen sollen allerdings bereits auf verschiedenen Ebenen laufen. Zu rechnen ist hier damit, dass sowohl die Bundesregierung als auch die EU und wohl auch das Land Sachsen jeweils bestimmte Leistungen übernehmen werden, um das Werk zu realisieren.
Zusammenfassung
- TSMC plant Chipfabrik in Deutschland mit Investitionsvolumen von mind. 7 Mrd. Euro
- Standort wahrscheinlich Sachsen; Partner NXP, Bosch, Infineon
- Chips für Automobilsektor (28-Nanometer-Designs)
- TSMC erhofft sich staatliche Förderungen
- Verhandlungen laufen auf verschiedenen Ebenen (Bund, EU, Sachsen)
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Christian Kahle
Redakteur bei WinFuture
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