TSMC: So viel teurer werden Chips aus Nicht-Taiwan-Fabriken
Nach aller Freude darüber, dass man TSMC dazu bewegen konnte, Werke in den USA aufzubauen, dürfte bald auch etwas Katerstimmung eintreten. Denn die von dort kommenden Chips wird man nur zu deutlich höheren Preisen bekommen.
Sowohl die USA als auch Europa wollen als Lehre aus den Problemen mit den globalen Handelswegen ihre Unabhängigkeit von Halbleiter-Importen aus Fernost verbessern. Damit dies funktioniert, musste man auch den größten Produzenten umwerben, eigene Werke in den jeweiligen Regionen aufzubauen. Daran arbeitet TSMC auch seit einiger Zeit, nun aber geht es eben in die Preisverhandlungen.
Und die Aufschläge für die Halbleiter-Produkte sind hier teils saftig, wie aus einem Bericht des Branchenblattes DigiTimes hervorgeht. Bis zu 30 Prozent mehr werden demnach die Chips kosten, die im neuen Werk in den USA produziert und nicht aus Taiwan importiert werden. Denn für den Bau der US-Fabrik sind weitaus höhere Investitionen nötig und auch die Betriebs- und Produktionskosten liegen über dem Niveau des TSMC-Heimatlandes.
Dies gilt vor allem für Abnehmer wie AMD und Qualcomm, die technologisch näher an Samsung sind. Nvidia hingegen dürfte eher auf den Ausbau der Intel-Foundrys spekulieren, um ein Druckmittel in die Hand zu bekommen. Die immer weiter zunehmende Komplexität der Designs sorgt hier dafür, dass man nicht beliebig zu anderen Produzenten wechseln kann.
Etwas außer der Reihe läuft dabei Apple. Der Konzern zahlt ohnehin deutlich weniger als andere TSMC-Kunden. Das hat einerseits damit zu tun, dass Apple einen signifikanten Anteil von bis zu 25 Prozent zum Gesamtumsatz des Auftragsherstellers beiträgt. Hinzu kommt, dass das kalifornische Unternehmen auch an der Entwicklung und Finanzierung von Prozesstechnologien beteiligt ist und sich so von vielen anderen Kunden unterscheidet.
Siehe auch:
Und die Aufschläge für die Halbleiter-Produkte sind hier teils saftig, wie aus einem Bericht des Branchenblattes DigiTimes hervorgeht. Bis zu 30 Prozent mehr werden demnach die Chips kosten, die im neuen Werk in den USA produziert und nicht aus Taiwan importiert werden. Denn für den Bau der US-Fabrik sind weitaus höhere Investitionen nötig und auch die Betriebs- und Produktionskosten liegen über dem Niveau des TSMC-Heimatlandes.
Alles Verhandlungssache
Die Preise für die N4- und N5-Prozesstechnologien TSMCs werden in den USA um 20 bis 30 Prozent höher sein als die ihrer taiwanesischen Pendants, während Chips, die in Japans Kumamoto-Fabrik auf N28/N22- und N16/N12-Knoten hergestellt werden, um 10 bis 15 Prozent teurer sein werden. Diese Zahlen beruhen aber auf einem Bruttomargenziel von 53 Prozent, mit dem das TSMC-Management arbeitet. Wahrscheinlich werden vor allem größere Kunden niedrigere Aufschläge aushandeln können - insbesondere bei Produkten, wo es vielleicht auch möglich ist, Konkurrenten wie Samsung zu umgehen.Dies gilt vor allem für Abnehmer wie AMD und Qualcomm, die technologisch näher an Samsung sind. Nvidia hingegen dürfte eher auf den Ausbau der Intel-Foundrys spekulieren, um ein Druckmittel in die Hand zu bekommen. Die immer weiter zunehmende Komplexität der Designs sorgt hier dafür, dass man nicht beliebig zu anderen Produzenten wechseln kann.
Etwas außer der Reihe läuft dabei Apple. Der Konzern zahlt ohnehin deutlich weniger als andere TSMC-Kunden. Das hat einerseits damit zu tun, dass Apple einen signifikanten Anteil von bis zu 25 Prozent zum Gesamtumsatz des Auftragsherstellers beiträgt. Hinzu kommt, dass das kalifornische Unternehmen auch an der Entwicklung und Finanzierung von Prozesstechnologien beteiligt ist und sich so von vielen anderen Kunden unterscheidet.
Zusammenfassung
- TSMC baut Werke in USA & Europa auf - höhere Preise für Chips
- Aufschläge bis zu 30% bei 53% Bruttomargenziel
- Größere Kunden können niedrigere Aufschläge aushandeln
- Apple zahlt weniger als andere Kunden
- Komplexität von Designs begrenzt Wechselmöglichkeiten
Siehe auch:
Thema:
Neueste Downloads
Neue Nachrichten
Beliebte Nachrichten
Videos
Christian Kahle
Redakteur bei WinFuture
Ich empfehle ...
❤ WinFuture unterstützen
Sie wollen online einkaufen?
Dann nutzen Sie bitte einen der folgenden Links,
um WinFuture zu unterstützen:
Vielen Dank!
Alle Kommentare zu dieser News anzeigen